02.02.2017
Autor/in: Kai Uwe Bohn
Mitteilung Nr.: 2017004

An der Uni laufen immer rund 40 Berufungsverfahren

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Rund 40 Berufungsverfahren auf Professuren hat die Universität Bremen durchschnittlich am Laufen. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen, was den Berufungsprozess länger als „normale“ Stellenbesetzungen macht. Und die Uni ist erfolgreich: Bei 80 Prozent der Verfahren gelingt es ihr, die Nr. 1 der Liste zu gewinnen.

„Damit stehen wir im Bundesvergleich sehr gut da!“, freut sich Kanzler Martin Mehrtens. Aber warum dauert die Wieder- oder Neubesetzung einer Hochschullehrerstelle im Schnitt eineinhalb Jahre? Seine Gründe hat die lange Dauer eines Berufungsprocederes in dem ausgeklügelten Auswahl- und Berufungsverfahren, das Rektorat, Fachbereiche und Verwaltung entwickelt haben. Das heißt in Kurzform: Viele Sitzungen mit vielen wichtigen Entscheidern, die jeweils randvolle Terminkalender haben. „Eine Professur an der Uni Bremen ist ein hohes Gut“, sagt Kanzler Dr. Martin Mehrtens. „Wir schauen sehr genau hin, wer zu uns kommen möchte."

Sechs bis acht Bewerberinnen und Bewerber

Detaillierte Stellen- und Aufgabenbeschreibungen müssen für die Professur erstellt werden. Zwischen sechs und acht Bewerbern und Bewerberinnen – mal weniger, selten mehr – wird schließlich intensiv auf den Zahn gefühlt. Danach wird eine Liste erstellt, der auch die senatorische Behörde zustimmen muss. Am Ende erhält die Nr. 1 von der Senatorin den Ruf an die Universität. Nimmt sie ihn an, geht es mit Ausstattungs- und Aufgabenverhandlungen weiter. All das dauert.

Der Berufungsprozess wird vom Dezernat 1 „Akademische Angelegenheiten“ organsiert und dokumentiert, dessen Aufgabengebiet die Hochschulentwicklung ist. „Wir können ohne falsche Bescheidenheit sagen, dass die Uni Bremen hinsichtlich der Besetzung von Professuren national und international einen sehr guten Ruf hat“, sagt Dezernentin Dr. Petra Schierholz. „Nicht umsonst hat uns der Deutsche Hochschullehrerverband 2014 für faire und transparente Berufungsverhandlungen ausgezeichnet.“

Mehr in der BUS-Printausgabe

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Webseite der Universität mit allem Wissenwerten zu Berufungsverfahren:

www.uni-bremen.de/de/berufungsverfahren