26.07.2017
Autor/in: Meike Mossig
Mitteilung Nr.: 2017029

Internationaler Austausch: Thailändische Studierende und Wissenschaftler forschen zurzeit im Bremen Spatial Cogniton Center

Tina Vajsbaher und Tim Ziemer (links) betreuen Nutpapon Limsupavanich und Wasutorn Sanamchai beim Entwickeln eines Simulators für minimal-invasive Eingriffe.

Im Bremen Spatial Cognition Center (BSCC) arbeiten zurzeit Doktorandinnen, Professoren und Studierende aus Thailand gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bremen an mehreren Forschungsprojekten. Der Besuch der 19-köpfigen Delegation intensiviert die Kooperation, die das BSCC mit der Mahidol University Bangkok bereits hat.

Drei Monate forschen die beiden Doktorandinnen Myat Su Yin und Narumol Vannaprathip sowie 15 Studierende der thailändischen Universität im BSCC auf dem Uni-Campus. Begleitet werden sie von Professor Peter Haddawy von der Mahidol University sowie Professor Siriwan Suebnukarn von der Thammasat University. Beide Wissenschaftler sind Fellows des Hanse-Wissenschaftskollegs (HWK).

Forschungsthemen im Gesundheitsbereich

Innerhalb des BSCC arbeiten sie in den Arbeitsgruppen „Cognitive Systems“ von Professor Christian Freksa, „Computergraphik und Virtuelle Realität“ (Professor Gabriel Zachmann) und „Mensch-Technik-Interaktion“ von Professor Johannes Schöning sowie in der Creative Unit „Intra-Operative Information“ von Professor Ron Kikinis. Dabei forschen sie an vielseitigen Themen im Gesundheitsbereich, wie zum Beispiel an der Unterstützung von chirurgischen Eingriffen durch räumliche Assistenzsysteme und der Verbesserung von Diagnostik und Ausbruchsvorhersage von Epidemien wie Dengue und Malaria.

Simulator für Chirurgen

Unter der Betreuung von Holger Schultheis, Tina Vajsbaher und Tim Ziemer entwickeln Nutpapon Limsupavanich und Wasutorn Sanamchai zum Beispiel einen Simulator, der Chirurgen bei minimal-invasiven Eingriffen unterstützt. Diese haben für Patienten den Vorteil, dass die Verletzungen von Haut und Weichteilen möglichst gering gehalten werden können. Die Heilung wird dadurch beschleunigt. Chirurgen stellt dieses operative Vorgehen jedoch vor eine Reihe von Herausforderungen. Über den Bildschirm sehen sie ein zweidimensionales Bild des Operationsgebietes im Körper, das sie auf den dreidimensionalen Raum übertragen müssen. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern, können mit dem am BSCC entwickelten Simulator die für minimal-invasive Eingriffe notwendigen kognitiven Fertigkeiten untersucht und trainiert werden.

BSCC steht für Internationalisierung des Fachbereichs

Mit seiner ausgeprägten weltweiten Vernetzung steht das BSCC für die Internationalisierung des Fachbereichs Mathematik/Informatik der Universität Bremen. Die intensive Kooperation mit der Mahidol University in Bangkok wurde zuletzt durch das im Dezember 2016 verlängerte „Memorandum of Understanding“ – eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit – verstetigt.

Weitere Informationen zum BSCC finden Sie unter http://bscc.spatial-cognition.de

Julia Gantenberg