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Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu
erhielt zum 1. Oktober 2004 den Ruf als erste Professorin für "Interkulturelle Bildung" am Fachbereich Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Universität Bremen. 1965 in Wilhelmshaven geboren, studierte sie von 1985 bis 1991an den Universitäten Hamburg und Hacettepe/Ankara Turkologie, Politik- und Literaturwissenschaft. Von 1991 bis 1995 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Essener Zentrum für Türkeistudien. 1996 wechselte sie Arbeitsstelle und Fach und war von 1996 bis 2004 zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, dann als wissenschaftliche Assistentin im Arbeitsgebiet "Interkulturelle Pädagogik" am Fachbereich Erziehungswissenschaften tätig. 1999 promovierte sie mit einer qualitativ-empirischen Arbeit zu den Ausprägungen muslimischer Religiosität und Erziehungsvorstellungen bei angehenden Pädagoginnen türkischer Herkunft. Die Arbeit, die mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien 2000 ausgezeichnet wurde, war auch Grundlage ihrer Gutachterinnentätigkeit für das Bundesverfassungsgericht im sogenannten "Kopftuchurteil".
2001 bis 2004 leitete sie zusammen mit Prof. Ursula Boos-Nünning an der Universität Duisburg-Essen die quantitativ-empirisch angelegte Studie "Viele Welten leben. Lebenssituation und -orientierungen von Mädchen mit griechischem, italienischem, jugoslawischem, türkischem und Aussiedlerhintergund in Deutschland" im Auftrag des BMFSFJ.
Anknüpfend an ihre bisherigen Forschungsschwerpunkte möchte sie an der Universität Bremen eine Arbeitsstelle "Interkulturelle Bildung" aufbauen, die sich schwerpunktmäßig mit der Lebens- und Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen in der Migrationsgesellschaft, Konzepten interkultureller Erziehung und Bildung in der schulischen und außerschulischen Arbeit und der Bedeutung des Islam in pädagogischen Zusammenhängen befasst.
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