Formula Student Electric

© Formula Student Germany, Almonat©FSG Klaus Scheuplein

Einer der größten Nachwuchswettbewerbe Europas

Die Formula Student Electric ist ein Konstruktionswettbewerb, in dem studentische Gruppen einen elektrisch angetriebenen Rennwagen in Eigenregie entwickeln, bauen und damit im internationalen Wettbewerb gegeneinander antreten.

Bei dem Wettbewerb geht es darum, Hörsaal gegen Rennstall zu tauschen und theoretisches Wissen in praktisches umzuwandeln. Die Teams sind grundsätzlich selbst organisiert und entscheiden eigenständig über die komplette Konstruktion, Fertigung und Vermarktung des Rennwagens. Die dadurch entstehenden vielfältigen Aufgabenfelder fordern ein interdisziplinäres Team, welches nur durch gute Projektplanung erfolgreich arbeiten kann. Dieses Konzept lässt Studenten wie in einem kleinen Unternehmen agieren. Die daraus resultierende praxisnahe Erfahrung wird nicht nur von der Universität und seinen Studenten geschätzt, sondern erhält auch von der Wirtschaft und Industrie große Anerkennung.

Disziplinen

Der Formula Student Konstruktionswettbewerb erstreckt sich über acht verschiedene Disziplinen, in denen sich die Teams beweisen müssen. Dabei gewinnt nicht das Team mit dem schnellsten und leistungsstärksten Rennwagen, sondern mit dem überzeugendsten Gesamtpaket. Neben technischem Wissen und der Konstruktion, sind insbesondere Organisationstalente, Fähigkeiten im Projektmanagement, eine gute Marketingstrategie sowie der Kostenüberblick entscheidende Kriterien. Den Gesamtsieg fährt das Team mit der höchsten Gesamtpunktzahl ein. Jede Disziplin ist daher von Bedeutung. Die nachfolgenden mit der jeweiligen Gewichtung aufgeführten Disziplinen werden in statische und dynamische unterschieden:

Dynamische Disziplinen

Skip-Pad (75 Pkt.)

Der selbstgebaute Rennwagen durchfährt einen Pacour in Form einer Acht. Getestet wird insbesondere die Eigenschaft des Fahrwerks, dessen Ziel es ist, ein Ausbrechen selbst bei höchsten Kurvengeschwindigkeiten zu verhindert.

 

Acceleration (75 Pkt.)

Bei dem Beschleunigungstest wird das Beschleunigungsvermögen des Rennwagens aus dem Stand über eine Distanz von 75m Länge ermittelt. Das Ziel ist es das volle Drehmoment, welches bei Elektromotoren bereits ab der ersten Umdrehung zur Verfügung steht, auf den Asphalt zu übertragen.

 

Autocross (100 Pkt)

Das Fahrzeug wird durch einen etwa ein Kilometer langen Kurs gesteuert. Die Schwierigkeit liegt in der Vielseitigkeit des Kurses, abwechselt werden Geraden, Haarnadelkurven, Schikanen und Slalomabschnitte durchfahren.

 

Endurance (325 Pkt.)

In dieser Disziplin wird die Gesamtkonstruktion des Rennwagens auf die Probe gestellt. Über eine Renndistanz von 22 Kilometern mit einem Fahrerwechsel, wird insbesondere die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit des Rennwagens getestet. Der Aufbau der Strecke ist aufgrund der höheren Geschwindigkeit eine entschärfte Variante des Autocross-Kurses.

 

Energy Efficiency (100 Pkt)

Während des Endurance-Rennens wird der Energieverbrauch gemessen. Bei der Berechnung der erreichten Punkte zählt nicht einfach der Verbrauch, sondern vielmehr der Verbrauch in Relation zur Geschwindigkeit.

 

Statische Disziplinen

Business Plan Presentation (75 Pkt)

Es wird ein Geschäftsmodell vorgestellt das potentielle Investoren davon überzeugen soll, den vorgestellten Prototypen profitabel als Kleinserie zu fertigen.

 

Cost Event (100 Pkt)

Beim Cost Event werden Kostenkalkulation, Fertigungstechniken und –prozesse dargelegt. Diese Disziplin besteht aus einem schriftlichen Bericht, der eine Auflistung aller Herstellerteile enthält und einer Diskussion mit den Wertungsrichtern, in der Produktion- und Montagekosten verteidigt und mögliche Alternativen aufgezeigt werden.

 

Engineering Design (150 Pkt)

In dieser Disziplin wird die erbrachte Ingenieursleistung dargelegt. Die Konstrukteure des Teams stellen ihre konstruktiven Lösungen, Berechnungen und Versuche vor und heben einzelne Vorteile hervor.

 

Umfassende Informationen finden Sie auf der Website der Formula Student Germany.