17.11.2016
Autor/in: Eberhard Scholz
Mitteilung Nr.: 2016040

24. Cheffrühstück des Technologieparks im DAV Kletterzentrum Bremen

Gebanntes Auditorium bei der Eröffnung des Cheffrühstücks im DAV Kletterzentrum

Über die Zukunft des Facharbeiters in Zeiten von Industrie 4.0 referierte Professorin Maren Petersen von der Uni Bremen.

Es ist eine schöne und wichtige Tradition: Das Cheffrühstück des Technologieparks der Universität Bremen. Auch in diesem Jahr trafen sich wieder die Cheffinnen und Chefs der hier angesiedelten Unternehmen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Universität sowie den umliegenden Forschungsinstituten zum persönlichen Austausch.

DAV Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins Bremen e.V.

Am 15. November 2016 öffnete das „Unterwegs – DAV Kletterzentrum Bremen“ dafür seine Pforten, um rund 140 Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und Wirtschaft zum 24. Cheffrühstück des Technologieparks Universität Bremen zu begrüßen. Mit 355 Sektionen und mehr als 1 Million Mitglieder ist der DAV der größte Bergsportverband der Welt. „Damit man auch im hohen Norden Deutschlands ein bisschen Bergatmosphäre genießen kann, hat der DAV das Kletterzentrum in Bremen erbaut. Ein Ziel dabei: Auch die Bremer Bürger mit der Leidenschaft für das Klettern anzustecken“ so Herr Ronald Hillebrand, 2. Vorsitzender Deutscher Alpenverein, Sektion Bremen e.V..

„Kreativität und Unternehmergeist im Technologiepark“

Die Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft – dafür steht Professor Bernd Scholz-Reiter in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Vereins Technologiepark und Rektor der Universität Bremen. Der Verein engagiert sich für Austausch, Vernetzung und Kooperation und zeichnet sich durch Kreativität und Unternehmergeist aus. „Dies zeigt sich besonders durch zahlreiche erfolgreiche Existenzgründungen“, so der Uni-Rektor in seiner Begrüßungsrede. „Die Universität trägt mit ihren Ausgründungen einen wichtigen Teil zum Strukturwandel bei. Dies belegt auch die positive Bilanz der Ausgründungen: Über 80 Prozent Start-ups sind nach fünf Jahren weiterhin am Markt aktiv und dies verknüpft mit stetigen Wachstumsraten“. Scholz-Reiter wies in diesem Zusammenhang auf die besondere Aus- und Weiterbildung an den Hochschulen hin, die auch der Unterstützung der Hochschulinitiative BRIDGE zu verdanken sei. Sie erfreue sich gerade zunehmender Beliebtheit mit den Angeboten Start-up-Lounge und Workout.

Themenschwerpunkte: Industrie 4.0 und die Analyse komplexer Datenbestände

Traditionell stellen beim Cheffrühstück zwei neuberufene Hochschullehrer in Kurzvorträgen ihre Arbeitsschwerpunkte vor. Professorin Maren Petersen, Professorin für Berufliche Fachrichtung Metalltechnik und ihre Didaktik thematisierte in ihrem Vortrag die Frage „Industrie 4.0 – Brauchen wir in Zukunft noch Facharbeiter?“. Produkte und Produktionsprozesse werden derzeit immer komplexer, schneller und individueller, während die direkte Interaktion mit Produktionsmaschinen stetig sinke. Die Tätigkeit von Facharbeitern verändert sich dadurch. Wie dies in der Ausbildung angehender Berufsschullehrer Berücksichtigung finden kann, ist Thema des Forschungsgebiets von Maren Petersen.

Professor Thorsten-Ingo Dickhaus aus dem Institut für Statistik, widmete sich dem Thema „Anwendungsorientierte Beispiele aus der Statistikforschung – Analyse komplexer Datenbestände“. Ausgehend von Datenanalyseproblemen ermöglicht er eine wissenschaftliche Interpretation von Ergebnissen. In einem Anwendungszentrum bietet er Unterstützung für Unternehmen, die derartige Fragestellungen auf der Basis von big data beantwortet haben möchten.

Nach den Vorträgen wurde  das reichhaltige Frühstücksbuffet eröffnet, welches wieder vom Hotel Munte ausgerichtet wurde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Möglichkeit, sich kennenzulernen, auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Führungen durch das Kletterzentrum sowie die Möglichkeit „Stammkunden“ des Kletterzentrums beobachten zu können, die die 14 m hohen Wände bestiegen, rundeten das diesjährige Cheffrühstück ab.

Andrea Dürkop