Wegweiser Praktikum

Inhalt

Muss ich ein Praktikum machen?
Erfahrungspraktika
Berufspraktika
Planung eines Praktikums
Wie plane ich ein Praktikum und auf was muss ich achten?
A. Profilanalyse
B. Zeitmanagement
C. Rahmenbedingungen
Praktikaacquise
Wie finde ich einen geeigneten Praktikumsplatz?
Universität Bremen
Unternehmensdatenbanken im Internet
Fach- und Industriemessen sowie Firmenkontaktmessen
Fachzeitschriften, Magazine und Tageszeitungen
Handbücher und Nachschlagewerke
Berufsverbände und Netzwerke
Kontaktaufnahme und Bewerbung
Soll ich das Unternehmen einfach anrufen?
Bewerbung
a) Das Anschreiben
b) Der Lebenslauf
c) Zeugnisse und Leistungsnachweise
Qualitätssicherungsstandards für erfolgreiche Praktika
Gesetzliche Rahmenbedingungen
Versicherungspflicht
a) Vorgeschriebene Praktika
b) Freiwillige Praktika
Praktikumsvertrag: Die wichtigsten Regelungen
Arbeitszeit
Erstellung eines Arbeits- und Ausbildungsplans
Haftungsfragen
Krankheit
Kündigung
Unfallschutz
Urlaub
Vergütung
Zeugnis

Muss ich ein Praktikum machen?

Ohne Frage: Studieren allein reicht nicht mehr, um als Bewerber auf dem Akademikerarbeitsmarkt gefragt zu sein. Neben der Ansammlung theoretischen Wissens kommt es darüber hinaus darauf an, die vorhandenen theoretischen Kenntnisse über den Praxisbezug zu festigen. Dazu dient das Praktikum.

Allerdings gibt es unterschiedliche Formen von Praktika, die jeweils mit unterschiedlichen Zielen verknüpft sind. Sie lassen sich grob in Erfahrungspraktika und Berufspraktika unterteilen.

Erfahrungspraktika

Im Erfahrungspraktikum geht es in erster Linie darum, Erfahrungen in unbekannten sozialen Situationen zu sammeln und Einblicke in die Berufswelt zu bekommen. Oft führt ein solches Praktikum durch verschiedene Abteilungen/Bereiche einer größeren Institution. Die eigene Tätigkeit wird schwerpunktmäßig im Anlernbereich liegen und wenig Eigenständigkeit ermöglichen. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass der vielleicht nur vermeintliche ‚Traumjob’ neu überdacht werden muss.

Berufspraktika

Hier geht es um die berufliche Umsetzung der im Studium erworbenen Qualifikationen. Wichtig hierbei ist, dass mindestens ein Teil der im Praktikum anstehenden Arbeiten selbstständig erfolgt. Um das Praktikum effizient zu gestalten, sollte ein auf den Zeitrahmen des Praktikums abgestimmtes Projekt vereinbart werden, das mit einer Zielvorgabe eigenständig bearbeitet werden kann.

Im Berufspraktikum geht es um das Erlernen von vertieften Kenntnissen über Organisation und Arbeitsweisen in einem von Ihnen favorisierten Berufsfeld. Das Praktikum verschafft Ihnen die Möglichkeit, Ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in die Tat umzusetzen und zu erproben. Gleichzeitig bietet es Ihnen die Chance, Ihre Qualifikationen wie beispielsweise Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten, aber auch Überzeugungsvermögen und Sensibilität für berufliche Problemstellungen zu entwickeln bzw. zu stärken.

Ebenfalls zu einem Berufspraktikum zählt das sog. Forschungspraktikum. Dies richtet sich insbesondere an die Studierenden, die ihre berufliche Tätigkeit zukünftig überwiegend in der Forschungsarbeit sehen. Dabei kann der Praktikumsplatz innerhalb oder außerhalb der Universität liegen. Studierende mit dem Ziel Industrieforschung oder Forschung in marktwirtschaftlich operierenden Unternehmen (z. B. Markt- und Meinungsforschung) sollten ihr Praktikum eher außerhalb der Hochschule machen, um entsprechende Erfahrungen in diesem unternehmerischen Umfeld zu sammeln.

Inwieweit Sie verpflichtet sind, ein Praktikum zu absolvieren und wenn ja, in welchem Semester und in welchem Umfang, regelt die jeweilige Studienordnung Ihres Studienfaches. Eine genaue Beschreibung hinsichtlich der Anforderungen, wie beispielsweise Tätigkeitsprofil, Zeitpunkt im Studienverlauf, Dokumentationspflicht oder auch die Anerkennung von Praxiszeiten finden Sie in der jeweiligen Praktikumsordnung.

Unabhängig von den Regelungen der jeweiligen Studien- und Praktikumsordnung ihres Studienfaches empfehlen wir, zwei bis maximal drei Praktika während des Studienverlaufs zu absolvieren.

Dabei sollte das erste Praktikum ein Erfahrungspraktikum sein, das Ihnen bei Ihrer Orientierung für ein zukünftiges Berufsfeld hilft. In einem zweiten Erfahrungspraktikum sollte die Berufsfeldidee noch einmal überprüft werden. Auch die Vorstellungen von der Größe oder der Internationalität eines Unternehmens kann in einem zweiten Erfahrungspraktikum erprobt werden. Spätestens das dritte Praktikum sollte dann ein Berufspraktikum in der oben beschrieben Art darstellen sowie auf die Anforderungen der Pflichtpraktika ihrer jeweiligen Studienordnung abgestimmt sein.

Ziel dieser Praktika ist die Erreichung von 'employability'. Dies verlangt nicht nur die neue Bachelorstruktur sondern erwarten auch zukünftige Arbeitgeber. Insbesondere die Umsetzung des Erlernten auf ein studienadäquates Tätigkeitsfeld unterscheidet das Berufspraktikum von einem Erfahrungspraktikum.

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