Informationshandbuch Praktikum: Wegweiser für Unternehmen[PDF] (2.6 MB)
Informationshandbuch Praktikum: Wegweiser für Studierende & Unternehmen[PDF] (3.4 MB)
Informationshandbuch Praktikum: Wegweiser für Studierende[PDF] (1.9 MB)
Ihre AnsprechpartnerInnen an der Universität Bremen: Praxisbüros & Studienzentren[PDF] (74 KB) und Studienfachberater[PDF] (34 KB)
Gewinn und Nutzen von Praktika
Praktikaarten
-Erfahrungspraktika
-Berufspraktika
Qualitätssicherungsstandards der Universität Bremen
Die Beschäftigung von Praktikanten
-Gesetzliche Rahmenbedingungen
-Versicherungspflicht
-Vorgeschriebene Praktika
-Freiwillige Praktika
Wünschenswerte Rahmenbedingungen aus Sicht der Universität
A. Vorbereitungsphase
B. Einstellungs- und Durchführungsphase
-Bewerbungsverfahren
-Praktikumsvertrag
-Arbeitszeit
-Ansprechpartner oder Betreuer
-Beginn des Praktikums
-Erstellung eines Arbeits- und Ausbildungsplans
-Haftungsfragen
-Krankheit
-Kündigung
-Unfallschutz
-Urlaub
-Vergütung
C. Auswertungsphase
-Praktikumszeugnis
Praxiserfahrung gilt bei der Einstellung von Personal als Qualitätsmerkmal. Seit jeher erwarten Arbeitgeber von ihren zukünftigen Beschäftigten praktisches Wissen hinsichtlich ihres angehenden Berufsfeldes. Um diese Erwartungen erfüllen zu können, bedarf es der Bereitschaft, Studierenden während ihres Studium entsprechende Praktikumsstellen zur Verfügung zu stellen.
Das Praktikum ist für die Studierenden ein wichtiger Bestandteil, um im Studium erworbenes Wissen praktisch anzuwenden und erste Berufserfahrungen zu sammeln. Diese Erfahrungen kommen den jeweiligen Arbeitgebern nach Abschluss des Studiums wieder zugute. Dennoch scheuen sich viele Unternehmen, Praktikumsplätze für Studierende anzubieten. In vielen Fällen wird die Bürokratie, die ein solches Beschäftigungsverhältnis mit sich bringt als hinderlich angesehen. Allerdings trifft diese Überlegung nur zum Teil zu, da die Studierenden sich eigenständig um alles kümmern. Sie schließen eine Haftpflichtversicherung ab und legen Ihnen die Verträge vor, so dass Ihnen bereits einiges an Arbeit abgenommen wird.
Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben oft keine (ausreichenden) Ressourcen für Mitarbeiter(Innen). Hier können Praktikanten der Universität Bremen mit ihrem Fachwissen sowie ihrer fremdsprachlichen Kompetenz eine wertvolle Unterstützung sein. Aber auch bei einem zusätzlichen – zeitlich befristeten – Projekt, das zügig angeschoben werden muss, können Praktikanten wertvolle Hilfe leisten. Bei den Praktikanten der Universität Bremen handelt es sich um hochqualifizierte Mitarbeiter „auf Zeit“. Sie erhalten darüber hinaus die Chance, potentielle Mitarbeiter kennen zu lernen, denn: Wer im Praktikum bereits hervorragende Arbeitsergebnisse erzielt, wird auch zukünftig nicht enttäuschen.
Es gibt verschiedene Formen von Praktika, die sich aus der Studienordnung des jeweiligen Studienfaches ergeben. Von den Inhalten des jeweiligen Studienganges abgesehen, unterscheiden sie sich jedoch hauptsächlich durch Dauer und Länge sowie durch den Zeitpunkt der Durchführung (Praktika vor, während oder nach dem Studium). Gleichwohl lassen sich die Praktika grob in Erfahrungspraktika und Berufspraktika unterteilen.
Im Erfahrungspraktikum geht es in erster Linie darum, dass Studierende Erfahrungen in unbekannten sozialen Situationen sammeln und Einblicke in die Berufswelt gewinnen. Diese Form des Praktikums sollte die Studierenden durch verschiedene Abteilungen oder Bereiche ihres Unternehmens führen bzw. mit den unterschiedlichen Arbeits- und Tätigkeitsbereichen Ihres Unternehmens vertraut machen. Die Beschäftigung in dieser Phase liegt schwerpunktmäßig im Anlernbereich.
Hier geht es den Studierenden um die berufliche Umsetzung der im Studium erworbenen Qualifikationen, wie beispielsweise analytische Fähigkeiten, Fremdsprachenkompetenz oder die Anwendung moderner Computertechniken und dergleichen mehr. Eine optimale Ausrichtung erhält diese Ausbildungszeit dadurch, dass mindestens ein Teil der im Praktikum anstehenden Arbeiten von ihnen selbstständig verrichtet werden kann. Hauptsächliches Ziel des Berufspraktikums ist das Erlernen von vertieften Kenntnissen über Organisation und Arbeitsweisen in einem von den Studierenden favorisierten Berufsfeld. Diese Form des Praktikums sollte den Studierenden daher die Möglichkeit verschaffen, ihre im Studium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in die Tat umzusetzen und zu erproben. Gleichzeitig soll es ihnen die Chance bieten, ihre Qualifikationen wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeiten sowie Überzeugungsvermögen und Sensibilität für berufliche Problemstellungen zu entwickeln bzw. zu stärken.
Ebenfalls zu einem Berufspraktikum zählt das sog. Forschungspraktikum, welches sich an diejenigen Studierenden richtet, die ihre berufliche Tätigkeit zukünftig überwiegend in der Forschungsarbeit sehen. Dabei kann der Praktikumsplatz innerhalb oder außerhalb der Universität liegen.
Unabhängig von den Regelungen der jeweiligen Studien- und Praktikumsordnungen wird den Studierenden empfohlen, zwei bis maximal drei Praktika während ihres Studienverlaufs zu absolvieren. Dabei sollte das erste Praktikum ein Erfahrungspraktikum sein, dass ihnen bei ihrer Orientierung für ein zukünftiges Berufsfeld hilft. In einem zweiten Erfahrungspraktikum sollte die Berufsfeldidee noch einmal überprüft werden. Spätestens das dritte Praktikum sollte dann ein Berufspraktikum sein.
