Seit 2007 nimmt die Universität Bremen erfolgreich an dem audit familiengerechte hochschule teil. Die Arbeitsstelle Chancengleichheit leitet das Projekt in Kooperation mit dem Dezernat Organisations- und Personalentwicklung.
Für jeweils drei Jahre trifft die Universitätsleitung mit dem Vertragspartner, der berufundfamilie gGmbh Zielvereinbarungen. Genannt werden darin Ziele und Maßnahmen für die Umsetzung konkreter Angebote. Ein Beispiel hierfür stellt das Familienportal dar mit umfangreichen Informationen rund um Fragen der Vereinbarkeit von Studium, Wissenschaft und Beruf mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen.
Neben der Gestaltung neuer, familienfreundlicher Maßnahmen steht die Studien- Arbeits- und Wissenschaftskultur im Mittelpunkt. Gefragt ist eine offene und verständnisvolle Haltung der Führungskräfte, also der ProfessorInnen, Projektleitungen und Personalverantwortlichen. In ihrer Funktion - auch als role model - verantworten sie das erfolgreiche Gelingen einer gelebten familienfreundlichen Hochschulkultur.
Die Arbeitsstelle Chancengleichheit bringt in dem Projekt ihre Gender Expertise zu dem zentralen Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit ein. Nach wie vor übernehmen Frauen den Hauptteil der familiären Fürsorgearbeit. Das und auch die Vorannahme einer potentiellen Mutterschaft führt in ihrem Studium oder ihrer wissenschaftliche Laufbahn oft zu Nachteilen.
Die Arbeitsstelle Chancengleichheit analysiert den Problembereich mit Blick auf die Geschlechterverhältnisse. Sie prüft Hochschulstrukturen und gesetzliche Vorgaben auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer. Daraus entwickelt sie Konzepte, die eine geschlechtergerechte Vereinbarkeit von Studium/Wissenschaft und Familienaufgaben ermöglichen können.
