Ausschreibung: Promovieren in den Geisteswissenschaften

Gruppe von Studierenden an einem Tisch mit Laptop
© Universität Bremen

Fördermöglichkeiten für Themengruppen zur Promotion

 

Im Rahmen des Programms „Promovieren in den Geisteswissenschaften“ werden in 2017 Unterstützungsmittel für fünf Themengruppen ausgeschrieben. Eine ausführliche Darstellung [PDF] (144 KB) des Programms ist hier einzusehen.

Ziel des Programms

Ziel des Programms ist es, Promovierende in den Geisteswissenschaften in der Ausbildung von Kompetenzen zu unterstützen, die für die Wissenschaft und die beruflichen Perspektiven von Nachwuchswissenschaftler*innen zentral sind.

Angestrebt werden ein stärkerer Austausch und die Vernetzung von Promovierenden in den Geisteswissenschaften, insbesondere auch, um die Promotionszeiten zu verkürzen und möglichen Abbrüchen der Promotion entgegenzuwirken.

Ein Kernstück dieses Programms sind fächerübergreifende Themengruppen, in denen sich Hochschullehrer*innen und Promovierende zusammenschließen. Die Themengruppen können in größeren Forschungsfeldern verankert oder auch außerhalb dieser Schwerpunkte verortet sein. Als Format der Forschungsaktivitäten in Themengruppen ist vorgesehen:

  • Mindestens zwei bis maximal zehn Hochschullehrer*innen, Promovierende sowie ggf. beteiligte PostDocs schließen sich für einen längeren Zeitraum (mindestens ein Jahr) für gemeinsame Forschungsaktivitäten zusammen.
  • Der Zusammenschluss ist thematisch und personell fächerübergreifend angelegt.
  • Es gibt regelmäßige Kolloquien, in denen sich die Mitglieder der Themengruppen austauschen (mindestens alle zwei Monate).
  • Forschungsaktivitäten können mit bis zu € 5.000 für 12 Monate unterstützt werden.

Die regelmäßige fächerübergreifende Forschungsarbeit steht im Zentrum einer Themengruppe. Elemente von Themengruppen sind die Vernetzungen der Promovierenden untereinander (bspw. durch Peer Coaching) sowie die Betreuung und Fortschrittsbegleitung der Promovierenden durch mehrere Hochschullehrer*innen auf der Grundlage einer Betreuungsvereinbarung. (Hier finden Sie eine Mustervereinbarung [DOC] (44 KB)) Kernstück der Themengruppen ist ein gemeinsames Forschungskolloquium. Hier treffen sich alle beteiligten Hochschullehrer*innen und Promovierenden sowie ggf. beteiligte Postdocs regelmäßig (mindestens alle zwei Monate). Das Kolloquium ermöglicht frühe Präsentationen und Diskussionen des Forschungsdesigns sowie von ersten Ergebnissen.

Die Gelder können für Aktivitäten eingesetzt werden, die der Forschung der Doktorand*innen dienlich sind, z.B. für die Durchführung von Kursen (bspw. zu wissenschaftlichen Methoden), Lektüregruppen (ggf. erweitert durch externe Expert*innen), die eigenständige Planung, Durchführung und Dokumentation von Tagungen, Workshops und/oder Summer Schools sowie die Erarbeitung eines thematischen Sammelbandes oder einer Ausstellung. Die Qualifizierungsangebote, speziell zugeschnitten auf Geisteswissenschaftler*innen, können vom Nachwuchszentrum BYRD unterstützt werden.

Antrag auf Teilnahme am Programm

Einen Antrag auf Teilnahme am Programm „Promovieren in den Geisteswissenschaften“ und Gründung einer Themengruppe wird von den beteiligten Wissenschaftler*innen gemeinsam gestellt. Ein*e Hochschullehrer*in muss als Sprecher*in benannt werden. Der Antrag beinhaltet

  • eine Kurzdarstellung von Forschungsgegenständen und Forschungsfragen der Themengruppe
  • eine Übersicht über die teilnehmenden Hochschullehrer*innen und ggf. PostDocs
  • eine Liste der beteiligten Promovierenden mit den Titeln ihrer Promotionsvorhaben
  • eine Kurzdarstellung der Arbeitsformen und Ziele der gemeinsamen Forschungsarbeit sowie der geplanten Aktivitäten für die nächsten sechs bis zwölf Monate sowie der dafür benötigten Mittel

Die fünf Themengruppen, die bereits in der ersten Ausschreibung des Programms gefördert wurden, können sich erneut bewerben. Eine Förderung wird in diesem Fall auch an den Aktivitäten in der ersten Laufzeit gemessen (siehe dazu Hinweise im Antragsleitfaden [DOCX] (20 KB)).

Förderkonditionen

Für die in einer Themengruppe geplanten Forschungsaktivitäten stehen Unterstützungsmittel von bis zu € 5.000 für die Dauer von 12 Monaten zur Verfügung.

Verfahren

Anträge: Anträge auf Gründung/Anerkennung von Themengruppen einschl. der Zuweisung von Unterstützungsmitteln können bis zum 31. August 2017 (12:00 Uhr) gestellt werden. Verwenden Sie dazu bitte das Online-Antragsformular unter Berücksichtigung des Antragsleitfadens [DOCX] (20 KB).

Begutachtung: Deren Begutachtung erfolgt durch eine Kommission aus Professor*innen und Mittelbauvertreter*innen der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche, die durch den Konrektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs eingerichtet wird. Förderungswürdige Anträge werden dem Rektorat zur Förderung empfohlen.

Laufzeit: Es wird angestrebt, die Zuweisung von Förderungsmitteln zum 1. Oktober 2017 zu realisieren. Der geplante Förderzeitraum ist vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 terminiert.

Öffentlichkeitsarbeit: Die geförderten Themengruppen stellen ihre Gruppe und ihr Vorhaben auf den Internetseiten der Universität vor und berichten dort über ihre Aktivitäten.

Austausch der Gruppen: Nach etwa einem halben Jahr (Ende WS 2017/18) präsentieren alle Gruppen ihre Themen und Aktivitäten auf einem Poster im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zum Thema „Promovieren in den Geisteswissenschaften“.

Abschlussbericht: Die geförderten Themengruppen verpflichten sich, bis zum 30. September 2018 einen Abschlussbericht vorzulegen. In diesem Bericht werden die Aktivitäten und die Verwendung der Fördermittel (bspw. eingeladene Referent*innen, Workshops, Methodenwerkstätten etc.) beschrieben. Ein Syllabus stellt die Arbeit in der Themengruppe dar. Kurze Selbstberichte erläutern den Fortschritt der an der Gruppe teilnehmenden Promovierenden. Die Betreuungsvereinbarungen sowie die Fortschrittsbegleitung werden dokumentiert. Zudem enthält der Abschlussbericht eine Auflistung über Teilnahmen an Angeboten im Rahmen des Qualifizierungsprogramms.

 

Zum Antragsleitfaden [DOCX] (20 KB)

Zum Online-Antragsformular