03 Brückenstellen in die Postdoc-Phase

Ausschreibung der Zentralen Forschungsförderung (ZF)

Postdoktorandinnen und Postdoktoranden werden darin unterstützt, früh in ihrer Karriere eigenständig Forschungsprojekte einzuwerben, zu leiten und zu verantworten. Im Zeitraum der Förderung werden insbesondere hochrangige Publikationen und die Ausarbeitung eines Drittmittelantrages zur Finanzierung auch der eigenen Stelle (etwa „Eigene Stelle DFG“ oder Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe) unterstützt, auch durch intensives Antrags-Coaching. Die Entwicklung weiterer individueller Kompetenzen erfolgt durch ein maßgeschneidertes Angebot der Personalentwicklung.

WER KANN SICH BEWERBEN? Doktorandinnen und Doktoranden der Universität Bremen oder anderer deutscher und ausländischer Hochschulen, deren Promotionsurkunde zum Einstellungstermin (spätestens zehn Monate nach Bewerbungsschluss) vorliegen wird oder Postdoktorandinnen und Postdoktoranden, deren Promotionsurkunde zum Bewerbungsschluss nicht länger als vor eineinhalb Jahre ausgestellt wurde (Datum der Promotionsurkunde). Die zeitgleiche Antragstellung in der Förderlinie ZF03 „Brückenstellen in die Postdoc-Phase“ und in der Förderlinie ZF04 „Eigene Projekte für Postdocs“ ist nicht zulässig. 

WELCHE ANFORDERUNGEN WERDEN GESTELLT? Überdurchschnittliche Publikationsleistungen, eine innovative und eigenständige Projektidee für die Postdoc-Phase und hohes Potenzial zur Erreichung der Förderziele (Zeiten der Kindererziehung werden bei der Bewertung bisheriger Leistungen berücksichtigt). Die Einbindung in einen Forschungszusammenhang der Universität Bremen bei gleichzeitig hohem Maß an Eigenständigkeit ist durch eine ausführliche Stellungnahme einer oder eines hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Professorin oder Professors zu erläutern. Dieser Forschungszusammenhang ist ebenfalls Gegenstand der Bewertung.

DIE FÖRDERKONDITIONEN Die Förderung umfasst nach abgeschlossener Promotion eine Postdoc-Stelle der Entgeltgruppe E 13 TV-L für 24 Monate und Sachmittel bis zu 6.000 EUR jährlich beispielsweise für studentische Hilfskräfte, Publikationen und internationale Mobilität. Die Stelle kann nur zeitnah nach Bewilligung angetreten werden. Innerhalb der ersten 16 Monate muss ein Drittmittelantrag zur Anschlussfinanzierung der eigenen Stelle bei einem externen Drittmittelgeber eingereicht werden. Auf ganzen Stellen der Zentralen Forschungsförderung soll bei einer Befristung i. d. R. ein Seminar pro Semester (entspricht zwei Semesterwochenstunden) übernommen werden.

DAS VERFAHREN Anträge können mit Stellungnahme eines Hochschullehrers oder einer Hochschullehrerin, der oder die hauptamtlich an der Universität Bremen forscht, einmal jährlich gestellt werden. Die zuständige Bereichsforschungskommission empfiehlt nach externer Begutachtung förderwürdige Kandidatinnen und Kandidaten dem Rektorat zur Förderung. Die verfügbaren vier Stellen werden je zur Hälfte in den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften vergeben. Sie werden jeweils zu mindestens 50 % an Frauen vergeben.

Antragstermin: 1.4.2017 um 12:00 Uhr.

Antragsleitfaden [DOCX] (67 KB) Erklärung [PDF] (440 KB)

Zum Online-Antragsformular

Kriterien zur Begutachtung von Anträgen

Die Bereichsforschungskommission und das Rektorat der Universität Bremen entscheiden über ihren Antrag auf Basis der folgenden Kriterien.

1. Qualifikation der Antragstellerin/des Antragstellers

  • In erster Linie herausragende Publikationsleistungen (Qualität, Anzahl, Bedeutung, unter Berücksichtigung von peer review-Verfahren und Allein- bzw. Erstautorenschaften, soweit fachspezifisch relevant)
  • Vernetzung und Kooperationserfahrung in der Scientific Community (beispielsweise Auslandsaufenthalte, Organisation von Konferenzen, Herausgeberschaften)
  • Preise oder andere Auszeichnungen für bisherige wissenschaftliche Leistungen)

 2. Qualität des Projekts

  • Originalität des langfristig auszuarbeitenden Projekts
  • Überzeugender Bezug auf den Stand der Forschung
  • Schlüssige Begründung der Fragestellung/der Hypothesen
  • Sinnvolle Auswahl der Methoden/Verfahren und Durchführbarkeit
  • Plausibler Arbeits- und Zeitplan sowie angemessener Finanzierungsplan
  • Besondere Bedeutung des Vorhabens (z.B. gesellschaftspolitisch, regional, transferrelevant)
  • Chancen des Vorhabens für die geplante weitere Drittmitteleinwerbung

 3. Einbindung in das wissenschaftliche Umfeld an der Universität Bremen

  • Einbindung in die Arbeitsgruppe/das Institut (Passfähigkeit des Forschungsbereichs)
  • Innovationsgehalt und Eigenständigkeit der Projektidee im Kontext des aufnehmenden Forschungsbereichs
  • Entwicklungspotenzial der Kooperation mit dem aufnehmenden Forschungsbereich
  • Verfügbarkeit der notwendigen infrastrukturellen/apparativen Voraussetzungen

Timeline of Application Procedure