04 Eigene Projekte für Postdocs

Ausschreibung der Zentralen Forschungsförderung ZF

Diese Förderlinie richtet sich A) an Postdoktorandinnen und Postdoktoranden direkt nach Abschluss der Promotion sowie B) an fortgeschrittene Postdoktorandinnen und Postdoktoranden mit dem Ziel der Berufungsfähigkeit. Sie werden in ihrer wissenschaftlichen Karriereentwicklung und der Entwicklung eines eigenen Forschungsprofils unterstützt. Postdocs in einer frühen Karrierestufe kurz nach der Promotion erhalten die Möglichkeit, ein eigenes Forschungsprojekt zu leiten und zu verantworten. Ein explizites Ziel ist die eigenständige Einwerbung von Drittmitteln („Eigene Stelle DFG“ oder „Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe“). Fortgeschrittene Postdocs erhalten die Möglichkeit, mit einem eigenständigen Projekt ihre Forschung in einem hochproduktiven Umfeld zu betreiben, sich international in ihrer jeweiligen Scientific Community zu vernetzen und die Voraussetzungen zur Berufung auf eine Lebenszeitprofessur zu schaffen. Die Entwicklung weiterer Kompetenzen erfolgt durch individuell zusammengestellte Angebote von BYRD und der Personalentwicklung.

WER KANN SICH BEWERBEN?
     A)
Doktorandinnen und Doktoranden kurz nach Abschluss der Promotion: Die Promotionsurkunde muss zum Einstellungstermin (spätestens zehn Monate nach Bewerbungsschluss) vorliegen und darf zum Bewerbungsschluss nicht länger als vor zwei Jahren ausgestellt worden sein  (Datum der Promotionsurkunde). Förderziel ist die Durchführung eines ersten eigenen Forschungsprojektes nach der Promotion sowie die Einwerbung von Drittmitteln.
     B) Erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Ziel der Berufungsfähigkeit: Die Promotion liegt zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses mindestens zwei und höchstens vier Jahre zurück (Datum der Promotionsurkunde). Förderziel ist die Berufungsfähigkeit am Ende der Förderdauer  (habilitationsäquivalente Leistungen, Entwicklung eines Profils, das in der jeweiligen Disziplin als berufungsfähig gilt).

WELCHE ANFORDERUNGEN WERDEN GESTELLT? Überdurchschnittliche Publikationsleistungen, ein innovatives und exzellentes eigenes Forschungsvorhaben und hohes Potenzial zur jeweiligen  Erreichung der Förderziele (Zeiten der Kindererziehung werden bei der Bewertung bisheriger Leistungen berücksichtigt). Die Einbindung in einen Forschungszusammenhang der Universität Bremen bei gleichzeitig hohem Maß an Eigenständigkeit ist durch eine ausführliche Stellungnahme des oder der hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Hochschullehrers oder Hochschullehrerin zu erläutern. Dieser Forschungszusammenhang ist ebenfalls Gegenstand der Bewertung.

DIE FÖRDERKONDITIONEN: Postdok-Stelle für drei Jahre zuzüglich Sachmittel von bis zu 6.000 EUR jährlich sowie Angebote der Personalentwicklung und Antrags-Coaching. Bis zu neun Monate insgesamt können zur Forschung im Ausland verbracht werden. Auf ganzen Stellen der Zentralen Forschungsförderung soll bei einer Befristung i. d. R. Lehre im Umfang von einem Seminar pro Semester (entspricht zwei Semesterwochenstunden) übernommen werden.

DAS VERFAHREN: Anträge können mit Stellungnahme einer hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Hochschullehrerin oder eines hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Hochschullehrers einmal jährlich gestellt werden. Die zuständige Bereichsforschungskommission empfiehlt nach externer Begutachtung förderwürdige Kandidatinnen und Kandidaten dem Rektorat zur Förderung. Die acht verfügbaren Stellen werden sowohl im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften als auch der Sozial- und Geisteswissenschaften vergeben. Sie werden jeweils zu 50 % an Antragstellerinnen und Antragsteller mit den unterschiedlichen Förderzielen und jeweils zu mindestens 50% an Frauen vergeben.

Kriterien zur Begutachtung von Anträgen - Förderziel A

Die Bereichsforschungskommission und das Rektorat der Universität Bremen entscheiden über ihren Antrag auf Basis der folgenden Kriterien.

1. Qualifikation der Antragstellerin/des Antragstellers

  • In erster Linie herausragende Publikationsleistungen (Qualität, Anzahl, Bedeutung, unter Berücksichtigung von peer review-Verfahren und Allein- bzw. Erstautorenschaften, soweit fachspezifisch relevant)
  • Vernetzung und Kooperationserfahrung in der Scientific Community (beispielsweise Auslandsaufenthalte, Organisation von Konferenzen, Herausgeberschaften)
  • Preise oder andere Auszeichnungen für bisherige wissenschaftliche Leistungen)

 2. Qualität des Projekts

  • Originalität des langfristig auszuarbeitenden Projekts
  • Überzeugender Bezug auf den Stand der Forschung
  • Schlüssige Begründung der Fragestellung/der Hypothesen
  • Sinnvolle Auswahl der Methoden/Verfahren und Durchführbarkeit
  • Plausibler Arbeits- und Zeitplan sowie angemessener Finanzierungsplan
  • Besondere Bedeutung des Vorhabens (z.B. gesellschaftspolitisch, regional, transferrelevant)
  • Chancen des Vorhabens für die geplante weitere Drittmitteleinwerbung

 3. Einbindung in das wissenschaftliche Umfeld an der Universität Bremen

  • Einbindung in die Arbeitsgruppe/das Institut (Passfähigkeit des Forschungsbereichs)
  • Innovationsgehalt und Eigenständigkeit der Projektidee im Kontext des aufnehmenden Forschungsbereichs
  • Entwicklungspotenzial der Kooperation mit dem aufnehmenden Forschungsbereich
  • Verfügbarkeit der notwendigen infrastrukturellen/apparativen Voraussetzungen

Kriterien zur Begutachtung von Anträgen - Förderziel B

Die Bereichsforschungskommission und das Rektorat der Universität Bremen entscheiden über ihren Antrag auf Basis der folgenden Kriterien.

1. Qualifikation der Antragstellerin/des Antragstellers

  • Beitrag der Promotion zur Entwicklung des Forschungsfeldes
  • Herausragende Publikationsleistungen (Qualität, Anzahl, Bedeutung, unter Berücksichtigung von peer review-Verfahren und Allein- bzw. Erstautorenschaften, soweit fachspezifisch relevant)
  • Vernetzung und Kooperationserfahrung in der Scientific Community (beispielsweise Forschungsaufenthalte, internationale Kooperationen, Organisation von Konferenzen, Herausgeberschaften)
  • Führungs-/Managementerfahrungen bzw. erkennbares Potenzial (einschließlich Gender- und Diversity-Kompetenzen)
  • Preise oder andere Auszeichnungen für bisherige wissenschaftliche Leistungen

 2. Qualität des Projekts

  • Originalität und Qualität des Projekts
  • Überzeugender Bezug auf den Stand der Forschung
  • Schlüssige Begründung der Fragestellung/der Hypothesen
  • Überzeugende Vorarbeiten/Vorerfahrungen
  • Sinnvolle Auswahl der Methoden/Verfahren und Durchführbarkeit
  • Ausführlicher und realistischer Arbeits- und Zeitplan sowie angemessener Finanzierungsplan
  • Besondere Bedeutung des Vorhabens (z.B. gesellschaftspolitisch, regional, transferrelevant)
  • Eignung des Projekts zur weiteren Qualifikation des Antragstellers/der Antragstellerin im Sinne der Förderziele (Berufbarkeit, Vernetzung in der Scientific Community)

 3. Einbindung in das wissenschaftliche Umfeld an der Universität Bremen

  • Einbindung in die Arbeitsgruppe/das Institut (Passfähigkeit des Forschungsbereichs)
  • Innovationsgehalt und Eigenständigkeit der Projektidee im Kontext des aufnehmenden Forschungsbereichs
  • Entwicklungspotenzial der Kooperation mit dem aufnehmenden Forschungsbereich
  • Verfügbarkeit der notwendigen infrastrukturellen/apparativen Voraussetzungen

 

 

 

 

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