
Die Universität Bremen ist eine mittelgroße Volluniversität mit entsprechend vielfältiger Forschung. Ihr Profil wird besonders geprägt durch die Meeres- und Klimaforschung in den Naturwissenschaften, die Ingenieure in der Produktions- und Fertigungstechnik und die Sozialwissenschaften. In diesen Bereichen sind vier Sonderforschungsbereiche, das DFG-Forschungszentrum ‚Ozeanränder’, ein Exzellenzcluster, zwei Exzellenz-Graduiertenschulen und mehrere Graduiertenkollegs angesiedelt. Zwei weitere Sonderforschungsbereiche arbeiten im Bereich der Logistik und zu Fragen der Raumkognition – in beiden Fällen spielt die Informatik eine wichtige Rolle. In den Geisteswissenschaften finden sich sowohl kleinere Forschungsverbünde als auch ausgewiesene Einzelforscher.
Der Profilierung dienen die sechs Wissenschaftsschwerpunkte der Universität, aber auch die Kooperationen mit den außeruniversitären Instituten der Forschungsorganisationen (Max-Planck, Helmholtz, Fraunhofer, Leibniz). Kaum eine andere Universität versammelt in Relation zu ihrer Größe so viele außeruniversitäre Forschungseinrichtungen um sich, mit denen auch durch rund 30 Kooperationsprofessuren intensiv zusammengearbeitet wird. Diese wissenschaftliche Infrastruktur lockt auch immer mehr Unternehmen in den Technologiepark rund um die Universität. Hier ist ein erfolgreicher High-Tech-Standort entstanden, an dem sich etwa 450 Firmen angesiedelt haben. Und schließlich hilft die enge Zusammenarbeit der Universitäten im Nordwesten, wechselseitig die Potenziale zu stärken. Seit 1997 arbeitet das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) als „Institute for Advanced Study“und stärkt die internationale Vernetzung, aber auch die regionale Kooperation.
Die Universität setzt auf die Förderung von Talenten und hervorragender Forschung in ihrer ganzen Breite: Doktorandengruppen hat die Universität bereits eingerichtet, als es bei der DFG die Graduiertenkollegs noch gar nicht gab. Juniorprofessuren werden nach dem Modell der "Bremer Perspektive" nur dort eingerichtet, wo die Chance auf eine Lebenszeitprofessur besteht. Zuletzt wurde das Promotionszentrum als Dach und zur Unterstützung aller Arten von Promotionen eingerichtet. Die zentrale Forschungsförderung schließlich vergibt seit vielen Jahren im Wettbewerb und nach DFG-Standards 60 volle Stellen für innovative Forschungsvorhaben in allen Fachbereichen. Solche innovativen Modelle sind längst zum Kennzeichen der Universität Bremen geworden.
Auf der Suche nach Leben
Über die Zustände am und im Meeresboden gibt es nur sehr wenige Erkenntnisse. Je tiefer man taucht und anschließend auch noch bohrt, desto lebensfeindlicher wird die Umgebung: Extremer Druck, große Energiearmut und oftmals hohe Temperaturen machten es lange unvorstellbar, dass es auf und im tiefen Meeresboden überhaupt Leben gibt. mehr[PDF] (293 KB)
Wandel des Sehens
Medien nehmen in unserer Kommunikation und in unserem Alltag einen immer breiteren Raum ein. Das Leben und die Erfahrungen der Menschen beziehen sich in zunehmendem Maße auf Medien und ihre Welt. Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI)an der Uni Bremen koordiniert ein Schwerpunktprogramm der DFG, das in zwölf Projektendeutschlandweit den Wandel von Wahrnehmung und Alltagsleben durch Medien untersucht. mehr[PDF] (321 KB)