Forscherinnen und Forscher in diesem Wissenschaftsschwerpunkt untersuchen die menschliche und maschinelle Repräsentation, die natürliche und formale Verarbeitung sowie die soziale und automatisierte Vermittlung von Informationen.
Getragen wird der Wissenschaftsschwerpunkt von der Informatik. Sie ist am SFB „Selbststeuerung logistischer Prozesse“ beteiligt und trägt den interdisziplinären Transregio-SFB „Raumkognition“ mit der Universität Freiburg, in dem räumliches Schließen, räumliches Handeln sowie räumliche Interaktion kognitiver Agenten erforscht werden. Der Transregio hat ein umfangreiches internationales und interdisziplinäres Netzwerk aufgebaut, etwa mit dem „Spatial Intelligence and Learning Center“ (SILC) in den USA, das von der National Science Foundation finanziert wird.
Neben den Sonderforschungsbereichen arbeiten in diesem Wissenschaftsschwerpunkt ein Reinhart-Koselleck-Projekt, das internationale Marie-Curie-Forschungsnetzwerk GeoCrowd, eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe, das DFG-Schwerpunktprogramm "Mediatisierte Welten", zwei industriefinanzierte Doktorandengruppen (GESy, Advances in Digital Media) und das internationale DFG-Graduiertenkolleg zur semantischen Integration raumbezogener Information, dies zusammen mit der Universität Münster und der University at Buffalo. Junge Forscherinnen und Forscher untersuchen hier das Zusammenwirken räumlicher Informationen unterschiedlichen Ursprungs zur Lösung von Aufgaben in Umgebungen von Menschen.
Darüber hinaus pflegt der Wissenschaftsschwerpunkt enge Arbeitsbeziehungen zur University of Melbourne, zur University of California at Santa Barbara, und zum United Nations University International Institute of Software Technology in Macao; mit letzterem wurde ein Pilotvorhaben zur IT-unterstützten Armutsreduzierung in Laos initiiert, bei dem dringend benötigtes Wissen in geeigneter Form vor Ort verfügbar gemacht werden soll.
Seit einigen Jahren treiben die Universität und das Land Bremen vor allem die Robotikforschung innerhalb des Wissenschaftsschwerpunktes voran. Dieses Forschungsfeld ist durch die Ansiedlung des außeruniversitären „Robotics Innovation Center“ des DFKI Bremen auf dem Universitätscampus im Jahr 2006 erheblich gestärkt worden. Die Robotikforschung beschäftigt sich mit der Entwicklung biologisch inspirierter autonomer Systeme, die für den Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen konzipiert werden
Weitere Kooperationen pflegt der Wissenschaftsschwerpunkt mit der Raumfahrtforschung und der Meeresforschung – dort werden im Institut für Maritime Technologien (MarTech) seit 2010 neue Unterwassertechnologien entwickelt. In enger Kooperation mit dem DLR und dem DFKI – bis hin zu einer gemeinsamen Nachwuchsausbildung – wird sich die Universität Bremen weiter als eines bedeutendsten europäischen Zentren für Künstliche Intelligenz und Robotik mit internationaler Ausstrahlung profilieren.