Gesundheitsbericht

Die Analyse bzw. Diagnose der gesundheitsbezoge­nen Situation stellt die Grundlage aller folgenden Prozessschritte (Prioritätensetzung, Interventions­planung, Umsetzung der Aktivitäten, Evaluation) dar. Zu diesem Zweck wird ein Gesundheitsbericht erstellt, der auf die Beschreibung und Beurteilung der gesundheitlichen Situation zielt und Hin­weise auf Handlungsbedarfe gibt. Dazu werden gesundheitsbezogene Informationen erhoben und vorhandene Daten zusammengeführt und analysiert. Die Datenerhebung erfolgt anonymisiert, unter Beteiligung der Datenschutzbeauftragten und unter Einhaltung der Mitbestimmung. Das Ple­num Gesundheit bewertet die zusam­mengetragenen Informationen in einem Analyse-Workshop.

Für den Bericht genutzt werden sollen:

Betriebliche Daten

Die vorhandenen betrieblichen Daten dienen als erste Basis für die Gesundheitsberichterstattung an der Universität; daher werden die derzeit verfügba­ren Daten zusammengeführt. Eine regelmäßige Be­richterstattung wird angestrebt. Im Einzelnen wird geprüft werden, ob folgende Daten aussagekräftig genutzt werden können oder auf eine Nutzung verzichtet wird:

  • Daten zur Beschäftigtenstruktur aus „Uni in Zahlen“ mit Altersangaben
  • Betriebsärztliche Daten (Anzahl und Unter­suchungsanlässe vom Arbeitsmedizinischen Dienst)
  • Anzahl der Arbeitsunfälle aus der Statistik des Referats 07
  • Anzahl der Betrieblichen Wieder-/Eingliederun­gen (angebotene und angenommene Verfahren, zusammengefasste und anonymisierte betriebli­che Erkenntnisse)
  • Anzahl der stufenweisen Wiedereingliederungen (Erfolge, Abbrüche, zusammengefasste und ano­nymisierte betriebliche Erkenntnisse)
  • Gefährdungsbeurteilungen
  • Daten zu krankheitsbedingten Fehlzeiten

Weiter können aufgenommen werden Berichte von Maßnahmen und Beispielen zur Gesundheitsförde­rung an der Universität.

Bericht des Plenums

Die Plenumsmitglieder erarbeiten gemeinsam einen Bericht zur Einschätzung der gesundheitlichen Situation sowie der gesundheitlichen Stärken und Belastungen an der Universität. Sie entwickeln Ideen zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Gesundheitsmanagements.

Leitfadeninterviews mit Funktionsträgern

Mit Leitfadeninterviews werden systematisch ver­schiedene Funktionsträger/innen aller Gruppen zu ihrer Wahrnehmung der gesundheitlichen Situation und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements an der Universität befragt und ihnen damit die Beteiligung ermöglicht. Die Interviews leisten einen Beitrag zur Analyse der Situation und Unterstützen die Steuerung des Gesundheitsma­nagements. Der Interviewleitfaden im Anhang wird erprobt und weiter entwickelt. Angesprochen wer­den können allgemeine und spezifische Themen: einerseits die generellen Aspekte des Betreiblichen Gesundheitsmanagements an der Universität Bremen, aber auch spezifische Schwer­punktsetzungen in einzelnen Bereichen.

Fokusgruppen

Um systematisch auch ohne aktuelle schriftliche Mitarbeiterbefragung die Sichtweise der Beschäftigten im Gesundheitsmanagement aufzunehmen und Beteiligung zu ermöglichen, wird ein Gruppendiskussionsverfahren eingesetzt.

Fokusgruppen sind moderierte Gruppendiskus­sionen, bei der eine kleine Gruppe von ca. 8-10 Beschäftigten ihre unterschiedlichen Meinungen, Erfahrungen und Ideen zur gesundheitlichen Situation an der Universität einbringt. Ziel der Diskussion ist es, in kurzer Zeit viele unterschiedliche Facetten zu betrachten und Schwerpunkte zu setzten. Für Beschäftigte wird damit die Möglich­keit der direkten Beteiligung und Einflussnahme gegeben. Fokusgruppen sollen als Diagnoseinst­rument einen Beitrag zur Erfassung und Analyse der gesundheitlichen Situation an der Universität leisten.

Mit Fokusgruppen sollen systematisch alle Mitar­beitergruppen der Universität einbezogen werden. Aufgrund unterschiedlicher Arbeitssituationen werden bereichsbezogen homogene Beschäftigtengruppen angestrebt.

Es kann die Möglichkeit gegeben werden, die Arbeit der Fokusgruppen zu erweitern um Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und gegebenenfalls umzusetzen.

Mitarbeiterbefragung

Bei allen Befragungen, die an der Universität Bremen durchgeführt werden (Befragung der Akademischen MitarbeiterInnen, Gender, Studie­rende, etc.), können diesbezügliche Ergebnisse mit einbezogen werden, um zu überprüfen, ob die Befragungsergebnisse auch für das Gesundheits­management nutzbare Erkenntnisse liefern und in den Gesundheitsbericht aufgenommen werden können.

Über eine gesundheitsbezogene Mitarbeiterbefra­gung, die die Situation erhebt und gesundheitliche Ressourcen (Stärken) und Belastungen erfasst, oder die Integration entsprechender Aspekte in anderen Befragungen, wird später beraten.

Analyse-Workshop des Plenums

Die Auswertung des Gesundheitsberichts erfolgt im Rahmen eines moderierten Analyse-Workshops im Plenum. Aufgabe ist es dabei, die vorhandenen Informationen zu sichten, zu bewerten und Vor­schläge für die weitere Bearbeitung an den Lenkungskreis zu geben.