Handlungsprinzipien

Gesundheitsförderung an der Universität...


... basiert auf einem bio-psycho-sozialen Modell von Gesundheit, das die biologischen, psychischen und sozialen Bedingungen mit einbezieht und ein ganzheitliches Grundverständnis von Gesundheitsförderung einbezieht.

... basiert auf dem Verständnis, dass Gesundheit an der Universität in Wechselwirkung von Mitgliedern (Studierende und Beschäftigte) mit der Lebenswelt Universität entsteht. Daher wird Gesundheitsförderung als strukturelle und individuelle Aufgabe auf allen Ebenen der Lebenswelt Universität verstanden und betrifft Beschäftigte (und Studierende).

... integriert dabei eine salutogene Orientierung, also eine auf Ressourcen und nicht nur Risiken für Gesundheit ausgerichtete Sichtweise, die die Entwicklung von Persönlichkeit, Selbstwirksamkeit und persönlichen Ressourcen ihrer Mitglieder einschließt.

... zielt auf ein höheres Maß an Selbstbestimmung über die Gesundheit und ist orientiert an den Lebensstilen und unterschiedlichen Lebenswelten. Selbstbestimmung erfordert die Möglichkeit zur Partizipation (Teilhabe) und damit die Beteiligungsmöglichkeiten aller Gruppen in der Universität. Im Sinne einer Prozessqualität unterstützt Partizipation die Wirksamkeit von Gesundheitsförderung, indem die betroffenen Gruppen in den Entwicklungs-, Planungs- und Implementierungsprozess involviert sind.
Empowerment (Ermächtigung) bedeutet das Erleben von Kontrolle über die eigenen Lebensumstände und unterstützt die Entwicklung von Selbstwirksamkeit (die Überzeugung, auch in schwierigen Situationen etwas selbst bewirken zu können), Bewältigungsstrategien und Gesundheit. Kommunikation und Information in der Universität sind Voraussetzungen für die Ermöglichung von Selbstbestimmung über Gesundheit. Gesundheitsförderung an der Universität unterstützt die aktive Beteiligung der Mitglieder der Universität mit angemessenen Methoden und integriert Befähigung zu Gesundheit und die Entwicklung von Handlungskompetenzen.

... ist ein umfassendes Anliegen, das sich nicht nur auf die fachlichen Beratungsstellen bezieht, sondern alle Bereiche der Universität mit einbezieht. Kooperationen in der Universität ermöglichen Synergieeffekte und können so über die Schaffung von gesundheitsbezogenen oder anderen Netzwerkstrukturen für Gesundheit an der Universität wirksam werden.

... braucht eine gesundheitsfördernde Organisationskultur. Die Zielsetzung von Gesundheitsmanagement an der Universität ist die Schaffung von gesunden Ar­beitsbedingungen und einer gesunden Organisations- und Universitätskultur, die Gesundheit auch als ein Ergebnis von Wechselwirkungen zwischen den Mitgliedern der Universität und der Organisation selber versteht.