Forschung

Porträtfoto einer lächelnden Frau.
© Universität BremenProfessorin Antje Boetius wurde 2014 von der Hector-Stiftung mit dem renommierten Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Hector-Wissenschaftspreis für Meeresbiologin

Seit 2014 gehört die Bremer Professorin Antje Boetius zum exklusiven Kreis der bislang 18 herausragenden Wissenschaftler deutscher Spitzenuniversitäten, die durch die Hector-Stiftung ausgezeichnet wurden. Der renommierte Wissenschaftspreis ist mit 150.000 Euro dotiert. Gleichzeitig wurde Antje Boetius zum „Hector Fellow“ ernannt. Die Forschungsgebiete der inzwischen 18 Fellows sind unterschiedlich, doch alle verbindet neben herausragender Forschungsaktivitäten das hohe Engagement in der Lehre. Antje Boetius ist Professorin für Geomikrobiologie an der Universität. Zugleich leitet sie Forschungsgruppen am Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie sowie am Alfred-Wegener-Institut Helmholz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven (AWI).

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Mann mit Lampe, die blaues LED-Licht austrahlt.
© USCBDer Honorarprofessor im Fachbereich Physik/Elektrotechnik Shuji Nakamura hat 2014 einen der drei Nobelpreise für Physik erhalten.

Nobelpreis für Bremer Honorarprofessor

Große Freude im Fachbereich Physik/Elektrotechnik: Einer der drei Nobelpreise 2014 für Physik ging an Shuji Nakamura, Professor an der University of California in Santa Barbara und zugleich Honorarprofessor der Uni Bremen. Die Preisträger Nakamura, Akasaki und Amano erhalten die Auszeichnung für ihre Entwicklung von Leuchtdioden (LED), die blaues Licht emittieren. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigt damit die „revolutionäre“ Forschung zu „neuen energieeffizienten und umweltfreundlichen Lichtquellen“. Der Nobelpreis für Physik ist mit 880.000 Euro (8 Millionen Schwedische Kronen) dotiert.

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Porträt einer lächelnden Frau.
© MPIProfessorin Nicole Dubilier erhielt in Berlin den renommieren Leibniz-Preis.

Leibniz-Preis für Meereswissenschaftlerin

Die Bremer Meereswissenschaftlerin Nicole Dubilier ist im März in Berlin mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Sie hat damit den renommiertesten und höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis für ihre Forschung an Symbiosen zwischen Mikroorganismen und marinen Tieren erhalten. Nicole Dubilier ist im Fachbereich Biologie/Chemie Professorin für Mikrobielle Symbiosen. Zugleich ist sie Direktorin am Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und Projektleiterin am MARUM, dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Uni Bremen.

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Mann vor Mikro bei Podiumsdiskussion.
© PrivatProfessor Stephan Leibfried erhielt für seine Forschungen zu sozialstaat und Staat den Schader-Preis.

Sozialwissenschaftler erhält Schader-Preis

Professor Stephan Leibfried hat im Mai den Schader-Preis von der gleichnamigen Stiftung erhalten. Mit der mit 15.000 Euro dotierten Auszeichnung für Gesellschaftswissenschaften würdigt sie die besonderen Verdienste des Bremer Sozialwissenschaftlers um die nationale wie internationale sozialwissenschaftliche Forschung zu Sozialstaat und Staat. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinem öffentlichen Wirken habe er zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beigetragen. Leibfried ist seit 1974 Professor an der Uni Bremen und hat ihre erfolgreiche Entwicklung maßgeblich mitgestaltet. Unter anderem hat Leibfried den Sonderforschungsbereich "Staatlichkeit im Wandel" geleitet, der 2014 nach zwölf Jahren erfolgreich abgeschlossen wurde.

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Zum Artikel im Jahrbuch 2014 über den Sonderforschungsbereich "Staatlichkeit im Wandel"

Forschungsverbund gewinnt NordWest Award

Praxisnahe Forschung im internationalen See- und Handelsrecht sowie Ausbildung des juristischen Nachwuchses. In diesen Bereichen hat der noch junge Forschungsverbund für Maritimes Recht bereits nachhaltige Akzente für die Metropolregion Nordwest gesetzt. Dafür ist er 2014 mit dem NordWest Award ausgezeichnet worden.

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Zwei Männer unter Deck eines Forschungsschiffes, einer hält in Siegerpose die ausgestreckten Arme nach oben.
© MARUM/Universität BremenFreut sich über die Fördermittel vom Europäischen Forschungsrat: der Meeresgeologe Professor Heiko Pälike.

Hohe EU-Förderung für MARUM-Forscher

Der Meeresgeologe Professor Heiko Pälike hat für seine herausragenden Forschungen zum Themenfeld Klima- und Erdgeschichte Fördermittel vom Europäischen Forschungsrat (ERC) in Höhe von 1,9 Millionen Euro erhalten. Diese Mittel ermöglichen die Durchführung des Projekts ‚Earthsequencing. Dahinter verbirgt sich die Entschlüsselung der Klimageschichte der Erde während der letzten 66 Millionen Jahre . Pälike ist nur einer von 48 deutschen Wissenschaftlern im Jahr 2014, die mit diesen Mitteln gefördert werden.

Artikel im Jahresthema 2014 über Heiko Pälike

UN-Auszeichnung für Berufsbildungsprojekt „Offshore-Kompetenz“

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Forschungsvorhaben „Offshore-Kompetenz“ vom Institut Technik und Bildung (ITB) als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die ITB-Forscher hatten sich drei Jahre lang intensiv mit der Aus- und Weiterbildung gewerblich-technischer Fachkräfte für Windenergieanlagen beschäftigt.

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Porträtbild eines älteren Mannes
© DFG/D. AusserhoferProfessor Gerold Weder erhielt die Francis P. Shepard-Medaille der US-amerikanischen Society for Sedimentary Geology.

Shepard-Medaille für Meeresgeologen

Große Ehre für Professor Gerold Wefer: Die US-amerikanische Society for Sedimentary Geology hat dem Meeresgeologen 2014 die Francis P. Shepard-Medaille verliehen. Die Gesellschaft ehrt damit die herausragenden Forschungsarbeiten des Wissenschaftlers. Sie stellt insbesondere seine Arbeiten zu Ablagerungsprozessen an Kontinentalrändern, also den Übergangszonen von Küstenmeeren zur Tiefsee, heraus. Bedeutend sind auch Wefers Forschungen zur Entschlüsselung der Klimageschichte des Atlantiks und der angrenzenden Kontinente mit Hilfe von Tiefseesedimenten.

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Rotorblätter für Offshore-Windenergieanlage werden auf ein Schiff verladen.
© Jan Oelker/AREVA WindVerladung von Rotorblättern für den Offshore-Windpark alpha ventus.

Preis für Produktionsverbesserung von Rotorblättern

Die Produktion von Rotorblättern für Offshore-Windanlagen ist aufwendig und daher kostenintensiv. Um diese Produktion zu verbessern startete vor einigen Jahren das Forschungsprojekt „mapretec“. Sein Ziel ist es, die Produktion von Rotorblättern mithilfe neuer Fertigungssysteme weiter zu automatisieren. 2014 erhielten  das Institut für integrierte Produktentwicklung (BIK) als Projektleiter sowie die Unternehmen SAERTEX (Saerbeck) und AREVA Blades (Stade) den JEC Innovation Award der Global-Composite-Gemeinschaft.

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Porträt eines lächelnden Mannes.
© Universität BremenDr. Jens Lehmann hat den Richard-Owen-Award der Palaeontographical Society in London erhalten.

Britische Auszeichnung für Bremer Paläontologen

Als erster Forscher außerhalb Großbritanniens hat Dr. Jens Lehmann, Leiter der Geowissenschaftlichen Sammlung des Fachbereiches Geowissenschaften, den Richard Owen Award der Palaeontographical Society in London erhalten. Mit der Auszeichnung wird Lehmanns Forschung über englische Kreidefossilien und deren Vergleich mit Kontinentaleuropa gewürdigt. Der Wissenschaftler ist Spezialist für die Schalen ausgestorbener Meerestiere.

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Zwei Auszeichnungen für Forschungsgruppe „Praxisnahe Berufsbildung“

Gleich zwei Auszeichnungen hat die Forschungsgruppe „Praxisnahe Berufsbildung“ erhalten: Für ihr „Lernsystem Wilo-Brain Box zur Optimierung von Heizungsanlagen mit multimedialen Ausbildungsunterlagen“ wurden sie mit dem Deutschen Bildungsmedienpreis „digita 2014“ ausgezeichnet. Zudem erhielten sie eine Comenius-Auszeichnung des Europäischen EduMedia-Wettbewerbs 2014. Das Wilo-Brain Lernsystem ist nach Ansicht der Jury beispielhaft für derzeitige multimediale Möglichkeiten in der Berufsbildung und wird als Orientierung für die weitere Entwicklung von Lern- und Lehrsystemen verstanden.

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Mann hält eine gewundene Glasflasche in den Händen
© Harald Rehling/Universität BremenDie "Kleinsche Flasche" ist ein geometrisches Objekt – das Lieblingsmodell von Professor Dmitry Feichtner-Kozlov. Es hat die Eigenschaft, dass innen und außen nicht unterschieden werden können.

Mathematiker auf Computing-Bestenliste

Internationale Anerkennung für die Bremer Mathematik: Auf der Liste der weltweit besten Publikationen im Bereich „Computing" hat es das Buch des Bremer Mathematikprofessors Dmitry Feichtner-Kozlov „Distributed Computing Through Combinatorial Topology” auf Platz 3 geschafft. Geschrieben hat Feichtner-Kozlov das Buch mit zwei Fachkollegen. Die Liste wurde von der amerikanischen Informatik-GesellschaftAssociation for Computing Machinery (ACM) zusammengestellt – der größten Gesellschaft für Informatik in den USA.

Artikel in Online-Zeitung "BUS aktuell"

Embedded Award für Uni-Ausgründung solvertec

Je früher Fehler in der Chipentwicklung erkannt werden, desto besser. Sonst wird es teuer. Da Chips jedoch immer komplexer werden, wird das Aufspüren von Fehlerursachen im Chip-Entwurf aufwändiger. Der Grund: Es mangelt an Automatisierungslösungen. In diese Lücke stößt die junge Bremer solvertec GmbH (Solution Verification Technologies). Sie hat ein Verfahren entwickelt, das Fehlerursachen beim Entwurf von komplexen Digitalchips in kürzester Zeit exakt lokalisieren kann – und aufzeigt, wie sie zu beheben sind. Für ihren weltweit einzigartigen Ansatz ist die Bremer Uni-Ausgründung auf Deutschlands bedeutendster Fachmesse, der Embedded World in Nürnberg, mit dem Embedded Award 2014 ausgezeichnet worden.

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Portrait eines Mannes.
© Ulrich Reiß/Universität BremenProfessor Ekkehard Brinksmeier

Preis für langjährige Leistungen in der Hochpräzisionstechnik

Professor Ekkard Brinksmeier gilt international als Spitzenforscher im Bereich der Produktionstechnik und engagiert sich seit über 40 Jahren unter anderem auf dem Gebiet der werkstofforientierten und ressourcenschonenden Fertigung mit besonderem Augenmerk auf der Hochpräzisionstechnik. Brinksmeier ist Gründungsmitglied und erster Fellow der European Society for Precision Engineering and Nanotechnology (euspen), die inzwischen weltweit über 500 Mitglieder hat. Die euspen verlieh Brinksmeier 2014 den „Lifetime Achievement Award“. Vergeben wird der Preis in unregelmäßigen Abständen an Wissenschaftler, die sich im Laufe Ihrer Forschungskarriere in besonderem Maße um die Ziele der Organisation verdient gemacht  haben.

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Mann spricht in ein Mikrofon.
© PrivatPreisträger Dr. Amin Ardestani. Foto Dirk Michael Deckbar

Auszeichnung für Diabetes-Forschung

Mit dem Förderpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ist der Wissenschaftler Dr. Amin Ardestani vom Zentrum für Biomolekulare Interaktionen Bremen im Fachbereich Biologie/Chemie ausgezeichnet worden. Ardestani erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Preis für seine Studien  an den insulinproduzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Im Laboratorium für Molekulare Diabetologie hat er ein Schlüsselprotein (MST1) identifiziert, das maßgeblich an der Diabetesentstehung beteiligt ist. Es wird in der Arbeitsgruppe von Professorin Kathrin Mädler als Therapie getestet, um die Betazelle zu schützen und damit der Ursache des Diabetes entgegenzuwirken.

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Mehr zu diesem Thema in der Jahrbuchchronik 2014 / März

Frau vor grünen Pflanzen lächelt in die Kamera.
© privatDie Kanada-Expertin Professorin Helga E. Bories-Sawala wurde mit dem kanadischen Diefenbaker-Preis ausgezeichnet.

Ehrung für Kanada-Expertin

Der Ruf einer besonders forschungsstarken Universität eilt der Uni Bremen bis nach Kanada voraus: In seiner Begründung für die Vergabe des John-G.-Diefenbaker-Preises hat die Jury ausdrücklich die Exzellenz der Uni betont. Die Preisträgerin 2014 ist die Bremer Romanistin und Historikerin Professorin Helga E. Bories-Sawala. Der mit 95.000 kanadischen-Dollar dotierte Diefenbaker-Preis ist eine Auszeichnung des Canada Council for the Arts/Conseil des Arts du Canada – der zentralen staatlichen Institution für Forschungsförderung Kanadas. Bories-Sawala führt mit dem Geld ein einjähriges Forschungsprojekt an der Université du Québec en Outaouais durch.

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Drei Männer während eines Vortrages auf einer Bühne.
© ZARM/Universität BremenZARM-Wissenschaftler Dr. Benny Rievers gemeinsam mit COSPAR-President Giovanni Bignami und COPSAR Bureau Member Lev Zelenyi (v.l.).

Zeldovich Medaille für ZARM-Wissenschaftler

Der Wissenschaftler Dr.-Ing. Benny Rievers vom Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) wurde von der Russischen Akademie der Wissenschaften mit einer Zeldovich Medaille in der Kategorie „Fundamentalphysik“ ausgezeichnet. Die Medaille, die dem Gedenken an den Astrophysiker Yakov B. Zeldovich gewidmet ist, wird seit 1990 an Nachwuchswissenschaftler unter 36 Jahren für besondere Leistungen in ihren jeweiligen Forschungsgebieten vergeben. Rievers wird für seine Untersuchungen zur so genannten Pioneer-Anomalie, einer beobachteten gleichmäßigen Abbremsung der NASA-Sonden Pioneer 10 und 11, geehrt.

Zum Artikel auf der Uni-Website

Frau mit Preis auf Bühne
© BDDIProfessorin Yasemin Karakaşoğlu bei der Verleihung des Deutschen Dialogpreises.

Zwei Ehrungen für Konrektorin

Professorin Yasemin Karakaşoğlu wurde 2014 gleich zweimal ausgezeichnet: Die Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Deutschen Dialogpreis in der Kategorie Wissenschaft  Damit ehrte der Bund Deutscher Dialoginstitutionen (BDDI) die Hochschullehrerin für Interkulturelle Bildung und Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität für ihre Forschungsarbeiten in der interkulturellen Pädagogik. Auch wurde sie im Dezember zur Bremer Diversity Persönlichkeit 2014 ernannt.

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Norddeutscher Wissenschaftspreis 2014

Der „Forschungsverbund Windenergie“ hat den Norddeutschen Wissenschaftspreis 2014 erhalten. Beteiligt an dem Verbund sind die Universitäten Oldenburg, Hannover, Bremen sowie das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) Nordwest und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić übergab den mit 50 000 Euro dotierten Preis Ende November in Hannover. Mit der Entscheidung würdigen die Wissenschaftsressorts der norddeutschen Länder die vorbildliche institutionenübergreifende und interregionale Zusammenarbeit des Forschungsverbundes Windenergie.

Zur Pressemitteilung vom DLR