Aktuelles Konzertprojekt

© Stinkfish (Instagram: stinkfish@stinkfishstink)/Hanna Deutschmann/Universität Bremen

Semesterabschlusskonzert am Montag, den 29. Januar um 20 Uhr im großen Saal der Glocke:
Ab sofort können Konzertkarten gekauft werden!

Eintritt: 26/22/18/12 €, erm. 13/11/9/6 €, zzgl. Vorverkaufsgebühr

Vorverkauf: Weser-Kurier-Pressehaus, Nordwest Ticket (Tel. 36 36 36), Eventim (Tel. 35 36 37), Glocke (Tel. 33 66 99), Uni-Mensa (25., 26. und 29. Januar)

Tipp: kostenloser Einführungsvortrag von Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß am Sonnabend, den 20. Januar, 11 - 11.30 Uhr, Haus der Wissenschaft/Sandstraße, Eintritt frei 

Wir danken der Karin und Uwe Hollweg Stiftung und der Waldemar Koch Stiftung für die großzügige Unterstützung des Projekts, Jens Block für die Leihe des Kontrafagotts und Stinkfish aus Bogotá, dass er uns das Foto seines beeindruckenden Graffitos aus Oaxaca/Mexiko für die Werbung für dieses Konzert überlassen hat!

Aktuell: Im Weser-Kurier ist am 7.1.18 ein ausführliches Interview mit Dr. Susanne Gläß zum Programm des Konzertes erschienen: http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-kultur_artikel,-die-leidenschaft-ist-erkennbar-_arid,1686706.html

© Matthias Wulff/Universität Bremen

Das Konzertprogramm

Arturo Márquez...

...ist in Europa bekannt geworden durch die Tourneen von Gustavo Dudamel und das von ihm geleitete venezolanische Orquesta Sinfónica Simón Bolívar. Besondere Erfolge feierte dieses Orchester regelmäßig mit der Aufführung von Arturo Márquez‘ Orchesterwerk „Danzón No. 2“. Dieses zugleich berührende und mitreißende Werk hat die Herzen des Publikums in der ganzen Welt erobert und steht inzwischen bei allen Orchestern, von Jugendorchestern über die Bremer bis zu den Berliner Philharmonikern, weit oben auf der Beliebtheitsskala. Auch das Orchester der Universität Bremen hat das Werk im Sommersemester 2015 mit Begeisterung aufgeführt. Da lag es nahe, bei Márquez nach einem Werk zu fragen, bei dem auch der Chor mitsingen kann. Tatsächlich hatte er bereits einzelne Sätze der Kantate "Sueños" für verschiedene Besetzungen instrumentiert und einzeln in Amerika aufführen lassen. Davon gibt es auch Aufnahmen auf YouTube, die einen ersten Eindruck vom Charakter der Musik vermitteln können:

1. Satz, "Es un sueño todavía" (Text: Guillermo Velázquez und Eduardo Langagne): www.youtube.com/watch
2. Satz, "Sin lamento" (Text: Chief Seattle): www.youtube.com/watch<
3. Satz, "Aforismos" (Text: Mahatma Gandhi): www.youtube.com/watch
4. Satz, "Tengo un sueño" (Text: Martin Luther King): www.youtube.com/watch

Jetzt hat Márquez, motiviert durch die Initiative der Bremer Universitätsmusik, eine zusammenhängende Fassung aller vier Sätzen für Solostimmen, Chor und großes sinfonisches Orchester instrumentiert und im Druck veröffentlicht, die Orchester & Chor der Universität unter der Leitung von Susanne Gläß gemeinsam mit den Solostimmen Nathalie Mittelbach und Luis Olivares Sandoval (beide Theater Bremen) am Montag, den 29. Januar um 20 Uhr in der Glocke zur europäischen Erstaufführung bringen werden. Diese Fassung ist bereits im August 2017 in den USA von der Miami University aufgeführt worden und kann hier gehört werden: https://www.youtube.com/watch?v=uCKDoYfNWCE

Mexiko: Wiege bedeutender Komponisten im 20. Jahrhundert

Seit der mexikanischen Revolution 1910 - 1919 blühte die mexikanische Musikkultur auf und brachte eine Reihe von bedeutenden Komponisten hervor. Eröffnet werden wird das Konzertprogramm an diesem Abend mit zwei einsätzigen Werken aus den 1930er und 1940er Jahren: Carlos Chávezlebhafte Kantate "Corrido de 'El Sol' für Chor und Orchester macht den Auftakt. Chávez hat das Werk 1934 komponiert und verbindet darin Melodien aus zwei volkstümlichen 'Corridos', typisch mexikanischen politischen Balladen, mit europäischen Einflüssen. Es folgt Pablo Moncayos sinfonische Dichtung „Tierra de Temporal“ für Orchester, die er 1949 komponiert hat. Sie ist ist vor dem Hintergrund des ländlichen Lebens der mexikanischen Rancherias angesiedelt. Moncayo hat dieses Orchesterpoem in Anlehnung an eine Erzählung von Gregorio López y Fuentes verfasst, in der im Rückblick die Geschichte der mexikanischen Revolution rings um Emiliano Zapata erzählt wird. Obwohl Moncayo in diesem Werk bis auf einige Anklänge an Mariachi-Musik kaum Anleihen bei der Volksmusik macht, gelingt es ihm mit dieser über weite Strecken ruhigen Tondichtung, eine musikalische Sprache zu finden, die die Weite der mexikanischen Landschaft unmittelbar spürbar macht.

Auch von diesen beiden Werken gibt es Aufnahmen auf YouTube:
Carlos Chávez, Corrido de „El Sol“: https://www.youtube.com/watch?v=ykkFoHHHHb8
Pablo Moncayo, Sinfonische Dichtung „Tierra de Temporal": https://www.youtube.com/watch?v=XHgCHSRhSME

Zum Weiterlesen und Weiterhören...

Wer mitreißende Bilder aus Lateinamerika sehen, gute Musik hören und wissen will, was Lateinamerikanisch-Sein bedeutet, wird hier fündig. Ana Paola Loose Martínez de Castro, Mexikanerin und zur Zeit gerade Mitglied im Chor der Universität, hat ein Lied von der Band Calle 13 entdeckt, über das sie  schreibt: "Das Lied erklärt auf eine tolle Art, was Lateinamerika ist und wie es sich anfühlt lateinamerikanisch zu sein. Dazu kommt, dass der Refrain wie das Stück von Márquez auf dem Brief von Chief Seattle basiert und fast den selben Text wie 'Sin Lamento' hat." Hier ist der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=DkFJE8ZdeG8. Ana hat das Lied auch übersetzt. Ihre Übersetzung findet sich hier. Danke, Ana!

© Michael Wolf/Wikimedia Commons

Mexiko: Basics

Fakten 

  • 6x so große Fläche wie Deutschland
  • Um die Hälfte größere Bevölkerung (120 Mio.) als Deutschland (80 Mio.)
  • Grenzt an zwei Ozeane: den pazifischen und den atlantischen
  • Mexiko hat aktive Vulkane und ist Erdbebengebiet.
  • Höchster Berg: 5636 m hoch
  • verschiedene Klimazonen: Subtropen, Wüste, alpin
  • sehr vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, Wappenpflanze: Kaktus
  • Amtssprache Spanisch, aber zusätzlich 62 indigene Sprachen als Nationalsprachen anerkannt
  • 10 Städte mit mehr als 1 Mio. Einwohner*innen, Mexiko-City gehört mit mehr als 20 Mio. zu den größten Städten der Welt.

 Geschichte 

  • ca. 40.000 v. Chr. erste Besiedlung
  • ab ca. 200 v. Chr. Kultur der Olmec, danach der Maya und ab ca. 1375 n. Chr. der Azteken
  • 1519 Eroberung durch Spanien
  • 1821 Unabhängigkeit von Spanien
  • 1910 - 1946 Mexikanische Revolution;1910 - 1919 war Emiliano Zapata ihr Anführer im Süden Mexikos.
  • Seit 1994 Aufstand der Zapatistas in Chiapas (Bundesstaat im Süden Mexikos)

Was kennen wir in Deutschland aus Mexiko?

  • Acapulco (Badeort)
  • Frida Kahlo (Malerin)
  • Carlos Santana (Latin Rock/60er Jahre)
  • Pepe Aguilar (Popsänger)
  • Mariachi (Musikstil)
  • La bamba (Lied) und La cucaracha (Lied)
  • Rolando Villazón (Star-Tenor)
  • Salma Hayek (Filmstar)
  • Dahlie
  • Mais
  • Tortillas, Tacos und Tequila