FAQ

Allgemeine Informationen

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Antwort auf/zuklappen Was sind Studienkonten/Studienguthaben?

Studierende erhalten bei der Einschreibung ein einmaliges Studienguthaben in Form von gebührenfreien Studiensemestern. Die Berechnung des individuellen Guthabens erfolgt nach §§ 2 bis 4 des Bremischen Studienkontengesetzes[PDF] (21 KB). Prinzipiell gilt: Studierende in der Freien Hansestadt Bremen erhalten ein Studienguthaben von 14 Semestern.

Studierenden, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, wird kein Studienguthaben gewährt. Sie werden mit dem Beginn des darauf folgenden Semesters gebührenpflichtig.

Antwort auf/zuklappen Wie hoch sind die Studienguthaben?

Die Berechnung des individuellen Guthabens erfolgt nach §§ 2 bis 4 des Bremischen Studienkontengesetzes[PDF] (21 KB). Prinzipiell gilt: Studierende in der Freien Hansestadt Bremen erhalten ein Studienguthaben von 14 Semestern. Allerdings werden die bereits studierten Hochschulsemester von dem Studienguthaben als Verbrauch abgezogen. Als Verbrauch zählen sämtliche Semester die in EU-Staaten studiert wurden.

Wurden bereits Studiengebühren an anderen Hochschulen gezahlt, so werden die studiengebührenpflichtigen Semester nicht als Verbrauch gerechnet.

Studierenden, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, wird kein Studienguthaben gewährt. Sie werden mit dem Beginn des darauf folgenden Semesters gebührenpflichtig.

Antwort auf/zuklappen Wie hoch ist mein Studienguthaben?

Das aktuelle Studienguthaben wird den Studierenden auf ihren Semesterunterlagen bescheinigt.

Das Anhörungsverfahren

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Antwort auf/zuklappen Ich habe Post bekommen, was nun?

Dem Anschreiben liegt ein Anhörungsbogen [PDF] (25 KB)bei, mit dem Ausnahmen von der Gebührenpflicht oder unbillige Härten angegeben werden können. Es können also Tatbestände geltend gemacht werden, die sich auf das Studienguthaben auswirken und/oder zu einer Befreiung von der Gebührenpflicht bzw. zu einem Erlass der Gebühren führen können. Unterlagen, die die benannten Gründe belegen, sollten beigefügt werden.

Antwort auf/zuklappen Bis wann muss ich die Unterlagen zurückschicken?

Der ausgefüllte Anhörungsbogen[PDF] (25 KB)  ist innerhalb von 2 bis 3 Wochen zurückzuschicken.

Antwort auf/zuklappen Was passiert dann?

Auf der Grundlage der zurückgeschickten Anhörungsbögen werden die eingebrachten Einwände/Argumente und Nachweise geprüft.

Anschließend bekommen alle im Rahmen des Anhörungsverfahrens angeschriebenen Studierenden einen Bescheid. Dieser Bescheid kann zur Folge haben, dass Sie zusammen mit der Rückmeldung zum Wintersemester 14/15 nicht nur den Semesterbeitrag in Höhe von z.Zt. € 272,80, sondern zusätzlich € 500,- Studiengebühren zu zahlen haben. Er kann aber auch zur Folge haben, dass die Gebührenpflicht um ein oder mehrere Semester aufgeschoben, die Gebühren ermäßigt oder erlassen werden.

Befreiung von den Studiengebühren

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Antwort auf/zuklappen Elternzeit

Gemäß § 8 der Immatrikulationsordnung können Studierende die Inanspruchnahme der Elternzeit nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz gegenüber der Universität anzeigen. Elternzeit kann bis zum dritten Lebensjahr des Kindes gewährt werden, max. 6 Semester pro Kind. Während der Elternzeit sind Sie beurlaubt, jedoch ist die Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen möglich. Elternzeit können beide Elternteile beantragen. In dieser Zeit sind Sie von den Studiengebühren befreit.

Werden die sechs Semester Elternzeit bis zum dritten Lebensjahr des Kindes nicht voll ausgeschöpft, so können - gemäß §15 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes (BEEG) - bis zu zwei Semester Elternzeit bis zur Vollendung des achten Lebenslebensjahres des Kindes genommen werden.

Als Nachweise sind die Geburtsurkunde und die Meldebescheinigung, aus der die häusliche Gemeinschaft mit dem Kind hervorgeht, einzureichen. Alternativ können auch der amtliche Bescheid über das Pflegeverhältnis oder ein vergleichbarer Nachweis vorgelegt werden.

Antwort auf/zuklappen Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu zwölf Jahren

Wenn Sie während des Studiums mindestens ein Kind im Alter bis zu zwölf Jahren pflegen und erziehen, sind Sie von der Zahlung der Studiengebühren für die Dauer von bis zu insgesamt 6 Semestern befreit. Die Befreiung kann nach Vorlage geeigneter Nachweise für das Kind/die Kinder gewährt werden, welche/s Sie tatsächlich erziehen oder pflegen.

Als Nachweise sind die Geburtsurkunde und die Meldebescheinigung, aus der die häusliche Gemeinschaft mit dem Kind hervorgeht, einzureichen. Alternativ können auch der amtliche Bescheid über das Pflegeverhältnis oder ein vergleichbarer Nachweis vorgelegt werden.

Antwort auf/zuklappen Wirtschaftlich Notlage während der Abschlussprüfungen

Sofern Sie diesen Härtefallgrund geltend machen, ist die zeitlich unmittelbare Nähe zum letzten Abschnitt der Abschlussprüfung nachzuweisen. Es ist eine Bescheinigung des zuständigen Prüfungsamtes oder -ausschusses oder der Fakultät vorzulegen, aus der hervorgeht, dass Sie sich in der Abschlussphase des Studiums befinden, also mindestens 70% der erforderlichen Studienleistungen erbracht haben.

Zum anderen ist der Nachweis einer „wirtschaftlichen Notlage“ durch eine eigenhändig unterzeichnete, nachvollziehbare vollständige Einkommens- und Vermögensübersicht erforderlich. Entsprechende Nachweise (z. B. Verdienstbescheinigungen, Unterhaltsbescheinigungen, Kontoauszüge, Zuwendungsbescheide) sind vorzulegen. Bitte beachten Sie dazu § 6 der Ordnung (Abs. 4: „Studierende, die durch vorsätzlich falsche Angaben die Zurechnung eines Studienguthabens oder den Erlass andernfalls anfallender Gebühren erwirkt haben, können exmatrikuliert werden.“). Nach der Studienkontenordnung, liegt eine wirtschaftliche Notlage vor, wenn einem Studierenden monatlich weniger als der jeweilige BAföG-Höchstsatz zzgl. der zu entrichtenden Studiengebühr zur Verfügung steht, also max. 789,00 €.

Antwort auf/zuklappen Urlaubssemester

a) Während einer Beurlaubung verlieren sie nicht ihren Studentenstatus, erhalten weiterhin ihr Semesterticket und haben auch den Semesterbeitrag zu zahlen. Sie können lediglich während dieser Zeit keine Prüfungen ablegen. Allerdings können Sie sich vom Semesterticket befreien lassen.

b) Semester, in denen Studierende beurlaubt waren, werden bei der Zählung der zu berücksichtigenden Hochschulsemester automatisch abgezogen - dies aber nur dann, wenn dies Urlaubssemester an der Universität Bremen waren. Ohne Nennung von Gründen werden bis zu zwei Urlaubssemester gewährt, darüber hinaus nur in Härtefällen mit entsprechender Begründung.

Wir empfehlen, die Beurlaubungsmöglichkeiten auf jeden Fall zu nutzen, wenn bei Ihnen eine gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt, die ein ordnungsgemäßes Studium ausschließt. Dies ist in der Regel der Fall, wenn bezogen auf das Semester über einen längeren Zeitraum keine Studierfähigkeit besteht oder diese erheblich herabgesetzt ist.

c) Falls Ihnen kein Studienguthaben mehr zur Verfügung steht, können Sie sich auf Antrag aus wichtigem Grund (Erkrankung, Schwangerschaft etc.) für bis zu zwei Semester beurlauben lassen. Sie sind dann für diese Semester von den Studiengebühren befreit. Diesen Antrag können Sie auch stellen, wenn Sie im Verlauf Ihres Studiums bereits Urlaubssemester genommen haben.

Wer „scheinfrei“ ist, d.h. keine Lehrveranstaltungen mehr besucht, kann ebenfalls eine Beurlaubung aus wichtigem Grund (Vorbereitung auf eine Abschlussprüfung) beantragen und wird von den Gebühren befreit. In diesem Fall ist es erforderlich, einen entsprechenden Nachweis der Prüfungseinrichtung (ggf. Bestätigung über die Anmeldung zur Abschlussprüfung) vorzulegen. Erlaubt Ihre Prüfungsordnung keine Beurlaubung, besteht die Möglichkeit, aus diesem Grund einen Antrag wegen unbilliger Härte zu stellen.

d) Für vergangene Semester kann nachträglich keine Beurlaubung beantragt werden.

Antwort auf/zuklappen Zweitstudium nach Abschluss eines Studiums

Für ein weiteres grundständiges oder ein postgraduales Studium nach Abschluss eines Studiums und dem Verbrauch des Studienguthabens in Höhe von 14 Semestern wird ein neues Studienguthaben nur dann gewährt, wenn die Abschlüsse des ersten und des zweiten Studiengangs für die Erlangung eines Berufsabschlusses gesetzlich vorgeschrieben sind (z. B. LSIIbF) bzw. andere zwingende Gründe für die Aufnahme des weiteren Studiums vorliegen.

Antwort auf/zuklappen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

Während Sie Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz erhalten, sind Sie von der Zahlung der Studiengebühren befreit.

Antwort auf/zuklappen Immatrikulation als DoktorandIn

Wenn Sie DoktorandIn sind und nur für das Promotionsstudium eingeschrieben sind, sind Sie von der Zahlung der Studiengebühren befreit.

Antwort auf/zuklappen Überregionale Abkommen

Wenn Ihnen aufgrund überregionaler Abkommen ein gebührenfreies Studium zusteht (z.B. Teilnahme am Erasmus- oder Socrates-Programm), sind Sie für die Zeit des Auslandsaufenthaltes von der Zahlung der Studiengebühren befreit. Dasselbe gilt für Studienzeiten im Ausland, die nach Studien- oder Prüfungsordnung zwingend vorgeschrieben sind und im Rahmen von Kooperationsverträgen bzw. –abkommen stattfinden.

Antwort auf/zuklappen Studium im Ausland

Wenn Sie einen Teil Ihres Studiums im Ausland absolvieren, ohne dass dieses zwingend in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, erhalten Sie ein zusätzliches Studienguthaben von 2 Semestern.

Antwort auf/zuklappen Immatrikulation an einer anderen Hochschule

Wenn Sie gleichzeitig an einer anderen Hochschule in einem gemeinsamen Studiengang immatrikuliert sind und dort Studiengebühren entrichten, sind Sie von der Zahlung von Studiengebühren an die Universität Bremen befreit.

Antwort auf/zuklappen Tätigkeit in Selbstverwaltungsorganen/als Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte

Von der Zahlung der Studiengebühren befreit sind Studierende für bis zu zwei Semester, in denen sie als gewählte Vertreter in Organen der Hochschule, der Studierendenschaft oder des Studentenwerks (z. B. Akademischer Senat, Fachbereichsrat, Organe der Verfassten Studierendenschaft, Verwaltungsrat des Studentenwerks) oder als Frauen- / Gleichstellungsbeauftragte tätig sind oder waren. Wenn Sie dies (als ehemalige/-s) Hauptmitglied bzw. Amtsinhaberin geltend machen, müssen Sie einen Nachweis über Ihre Mitgliedschaft bzw. die Wahl als Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte mit Bezeichnung des Selbstverwaltungsorgans bzw. des Amtes sowie dem genauen Zeitraum Ihrer Tätigkeit einreichen. Die Mitgliedschaft in Selbstverwaltungsorganen der Hochschule kann z. B. vom Referat 01 (Rektoratsangelegenheiten/Zentrale Organe) der Universität oder Ihrer Fachbereichsverwaltung bestätigt werden. Die Mitgliedschaft in Selbstverwaltungsorganen des Studentenwerks Bremen müssen Sie sich von diesem bestätigen lassen.

Antwort auf/zuklappen Behinderung oder schwere Krankheit

Im Fall einer Studienzeitverlängerung aufgrund einer vorübergehenden Erkrankung wird ein Gebührenerlass gewährt, wenn die Erkrankung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und aufgrund der Krankheit ein ordnungsgemäßes Studium nicht möglich ist.

Im Fall einer Studienzeitverlängerung aufgrund einer Behinderung oder chronischen Erkrankung ist es erforderlich, dass die Auswirkungen der Behinderung oder chronischen Erkrankung zu einer Studienzeitverlängerung geführt haben. Der Erlass erfolgt je nach Schwere und Dauer der Beeinträchtigung der Studierfähigkeit.

Antwort auf/zuklappen Opfer einer Straftat

Im Fall einer Studienzeitverlängerung auf Grund der Folgen als Opfer einer Straftat ist es erforderlich, dass die Folgen als Opfer einer Straftat zu der Studienzeitverlängerung geführt haben und nicht andere Gründe ursächlich hierfür sind. Zu beachten ist, dass es sich hierbei nicht um leichte Vergehen wie z. B. Fahrraddiebstahl handeln kann. Als Nachweise sind üblicherweise ein/e fachärztliche/s und/oder psychotherapeutische/s Stellungnahme oder Gutachten und/oder Unterlagen der Strafverfolgungsbehörden (Polizei, Justiz) einzureichen, z. B. ein Polizeibericht oder ein Gerichtsurteil.

Weitere Fragen

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Antwort auf/zuklappen Bis zu welchem Zeitpunkt können Studiengebühren erstattet werden?

Die Höhe der Rückerstattung der Studiengebühren richtet sich nach dem Zeitpunkt der Exmatrikulation. Bei Exmatrikulation bis zum 30.04/30.10 kann auf Antrag[PDF] (20 KB) der gesamte Betrag erstattet werden.

Lassen Sie sich zwischen dem 1.05 und 30.06 bzw. 1.11 und 31.12 exmatrikulieren, kann lediglich die Hälfte der Studiengebühren erstattet werden. Bei Exmatrikulation nach dem 30.06/31.12 ist eine Erstattung[PDF] (20 KB) der Studiengebühren nicht mehr möglich.