Die Vorstellung über eine gelungene Biografie folgt – trotz der propagierten Entgrenzung von Arbeitswelt und Beruf – einer Normalvorstellung von Lebensphasen. Abweichungen von der Norm werden als Scheitern verstanden und - im Fall von vornehmlich Gruppen in sozial schwierigen Situationen - gesellschaftlich verurteilt. Die Statuspassage Schule-Qualifizierung-Ausbildung nimmt in diesem Kontext eine zentrale Stellung ein und gilt als eine entscheidende Weichenstellung für eine gelungene gesellschaftliche Integration. Ein Scheitern vor oder an dieser Schwelle erhöht die Gefahr von langfristigen Drop-outs. Übergangspassagen stellen damit biografisch ein erhebliches Risiko dar.
Vor allem das Phänomen des Schulabsentismus gilt als ein Erklärungsansatz für ein mögliches Scheitern am Übergang Schule-Beruf. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Paradigma Schulabsentismus multikausal begründet ist und in einem komplexen Wirkungsgefüge steht. Schulabsentismus wird nicht mehr ausschließlich als intraindividuelles Persönlichkeitsmerkmal mit familienbedingten Versagensbedingungen gefasst, sondern mehr und mehr rückt auch die Schul- und Unterrichtsqualität in den Forschungsfokus. Auch politische und gesetzliche Hintergründe sind dabei Faktoren, die bei der Analyse von Schulabsentismus Berücksichtigung finden müssen.
In der Veranstaltung werden Theorien und Konzepte zu den Themen Schulabsentismus, Drop-outs, soziale Ungleichheit, Gestaltung von Übergangen etc. gemeinsam bearbeitet und in den Zusammenhang mit Risiken an der Übergangspassage Schule-Beruf gestellt.
Dr. Eva Anslinger
FD3- Teil 3[PDF] (47 KB)
Veranstaltungszeit: DO, voraussichtlich 10-12 oder 12-14 Uhr
Der digitale Wandel der letzten Jahrzehnte hat den Alltag für viele Menschen maßgeblich verändert. Mobile Endgeräte in den Hosentaschen erlauben vielerorts einen ständigen Informationsaustausch mit der vernetzen Welt. Schon immer hatte die Entwicklung der Informationstechnologien einen maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der gegenwärtigen Bildungslandschaft.
Geocaching als eine Spielart des Mobile Learning hat dabei in den letzten Jahren besonders in der außerschulischen Jugendbildung großes Interesse ausgelöst.
In diesem Seminar werden wir das Potenzial von Geocaching für den schulischen Einsatz im Politik-, Geografie- und Geschichtsunterricht ausloten.
Das Seminar hat einen expliziten Werkstattcharakter. Mit verschiedenen digitalen Techniken sollen objektbezogene Bildungsinhalte erarbeitet und Schüler*innen, Student*innen und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dabei unterteilt sich das Seminar in drei Phasen: In der ersten Phase stehen didaktische Aspekte und benötigte Hardskills für die praktische Arbeit im Fokus. Die zweite Phase ist eine Freiarbeitsphase. In kleinen Gruppen wird ein spezifisches Projektvorhaben erarbeitet und umgesetzt. Die dritte Phase wird das Projekt abschließen. Sie startet mit einem Block-Termin am ersten Juni Wochenende, Ziel ist es die fertigen Produkte auf dem Tag der offenen Tür am 21. Juni zu präsentieren. Das Seminar Endet vorzeitig mit dem letzten Termin (25.6.) im Juni. Teilnahmevoraussetzung ist die Bereitschaft, sich auf gemeinsame experimentelle Arbeite einzulassen.
08-26-FD3-2
Veranstaltungszeit: Di 16-18 Uhr; Teilweise Blockveranstaltung (Block am 1. Juniwochenende); GW2 B1081

Im Rahmen des Seminars "Einführung in die Politikwissenschaft für ISSU Studierende" führten Studentinnen und Studenten ein Planspiel zum Thema „Ein neues Theater- und Veranstaltungshaus für unsere Stadt!?“. Ein Planspiel zur Kommunalpolitik“ durch. Hierbei erhielten die Studierenden Einblicke in die Aufgaben, Rechte und Pflichten der verschiedenen politischen Institutionen. Durch die direkte Beteiligung der Teilnehmer, erlebten die Studenten die politischen Abläufe viel direkter als es das Lehrangebot in der Regel ermöglicht.
Was sind die Aufgaben des Bürgermeisters? Wozu braucht er seine Beigeordneten? Wofür stehen die einzelnen Parteien ein und wie kann man diese Meinungen am besten präsentieren und vor allem gegen Gegenargumente verteidigen? Welche Rolle spielt die Verwaltung bei Stadtratssitzungen? Wie viel Einfluss haben die Bürger wirklich? Unter diesen und noch vielen weiteren Gesichtspunkten, sammelten die Teilnehmer des Planspiels neue Erfahrungen und erlebten die Politik hautnah. So fällt es vielen Studenten nun leichter komplexe Entscheidungsprozesse der Politik nachzuvollziehen. Zeitungsartikel zum Planspiel[PDF] (4.2 MB)
Text: Mark Rißmüller (ISSU-Student)






















































In Kooperation mit den Bremer "Make Media Studios" widmet sich das ZeDiS gezielt Fragestellungen der Wechselwirkung von Medien und Gesellschaft. Im Vordergrund stehen hierbei praxisrelevante Formen der Reflektion und Produktion von Medien im Kontext sozialwissenschaftlicher Vermittlungsprozesse. Sozialwissenschaftliche Medienkompetenz unterscheidet sich dabei essentiell von der herkömmlichen Auseinandersetzung mit Medien in Lehr- und Lernprozesen. Von besonderem Interesse sind hier die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur mündigen und selbstbestimmten Anwendung und Wahrnehmung von Medien.