




Zu Beginn des Jahres 2011 waren rund 200 Bremer Schülerinnen und Schüler für zwei Monate lang als "Bremer Stadtforscher" tätig und haben unter dem Motto "Bremens Zukunft gemeinsam gestalten" eigene Projektarbeiten erstellt.
Schon über die Auftaktveranstaltung "Markt der Möglichkeiten" im Dezember 2010, bei der 16 Bremer Einrichtungen ihre Arbeit präsentierten, berichtete der Weserkurier. "Weil die Jugendlichen ihre Themen selbst aussuchen und entscheiden können, mit wem oder welcher Institution sie für ihr Forschungsvorhaben in Kontakt treten wollen, war der Markt der Möglichkeiten vor allem eines: eine Inspirationsquelle für die Erschließung möglicher Forschungsfelder" (Weserkurier vom 9.12.2010).
Während der zweimonatigen Projektlaufzeit wurden die Schüler von studentischen Mentoren der Fächer Geschichte, Geographie und Politik unterstützt. So konnte den Schülern die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten erleichtert werden und "der große Respekt vor solch einer komplexen Aufgabe" wie es die Schülerin Nina im Weserkurier beschreibt, abgebaut werden. Die Ergebnisse, die auf dem Stadtforscherkongress am 22. Juni 2011 präsentiert wurden, können sich sehen lassen. "Als Jungforscher haben die Schüler Interviews und Fragebögen konzipiert und ausgewertet, systematische Recherchen in Bibliotheken und Archiven betrieben sowie Filme, Radiobeiträge und sogar Bücher produziert", schrieb der Weserkurier in seiner Ausgaben vom 27.06.2011. Nach langer und genauer Planung eines wissenschaftlichen Projektes "dann ein eigenes Buch in den Händen zu halten" beschreibt die Schülerin Stina im Weserkurier als "ein tolles Gefühl" (Weserkurier vom 27.06.2011).
Wie auch beim Graffiti-Projekt "Kommunikation im Raum" stammt die Idee für das Stadtforscherprojekt vom Zentrum für die Didaktiken der Sozialwissenschaften an der Universität Bremen und wird von der Denkwerkinitiative der Robert-Bosch-Stiftung gefördert. "Bei der Projektpartnerschaft arbeiten Wissenschaftler, Lehrer und Schüler intensiv zusammen" und Forschen gemeinsam im Bereich der Sozialwissenschaften (Weserkurier vom 09.12.2011).
"Insgesamt war der Auftakt des Stadtforscher-Kongresses für viele Teilnehmer ein ermutigender erster Kontakt mit dem akademischen Arbeiten. Zugleich wurden sich die Schüler der Bedeutung sozialer und historischer Themen bewusst - wie etwa der Arbeitslosigkeit in Bremen und Bremerhaven, die Frage nach Zusammenhängen zwischen Herkunft und Bildungszugang, die Bremer Räterepublik 1919 und der Komplex "Bremen im Nationalsozialismus" (Weserkurier vom 27.06.2011). In diesem Jahr geht die Denkwerkinitiative "Bremer Stadtforscher" in die zweite Runde. Diesmal arbeiten die Schüler an Projekten zum Thema "Tradition und Wandel in Bremen".