Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!

Podiumsdiskussion: "Inklusive Hochschule: Wie geht es weiter?" am 20.06.17 um 18:30 Uhr in VWG 2060

Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" mit Fokus im Studienjahr 2016/17 auf „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“

Podiumsgäste:

Prof. Katja Nebe, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Dr. Joachim Steinbrück, Landesbehindertenbeauftragter der Freien Hansestadt Bremen
Prof. Eva-Maria Feichtner, Universität Bremen, Beauftragte für Inklusives Studieren
Prof. Yasemin Karakaşoğlu, Universität Bremen, Konrektorin für Internationalität und Diversität

Den Flyer zur aktuellen Veranstatlungsreihe finden Sie hier [PDF] (5.1 MB).

HINWEIS:

Gebärdensprachendolmetscher*innen werden bei Bedarf anwesend sein. Bitte melden Sie den Bedarf bis zum 14.06.17 an über diversity@uni-bremen.de. Vielen Dank.

"Behinderung und Geschlecht – eine intersektionale Perspektive" am 08.05.17 um 18:00 Uhr in VWG 2060

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" mit Fokus im Studienjahr 2016/17 auf „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“

HINWEIS:

Gebärdensprachendolmetscher*innen werden bei Bedarf anwesend sein. Bitte melden Sie den Bedarf bis zum 02.05.17 an über mkaufmnoSpam@uni-bremen.de. Vielen Dank.

Abstract:

Auch wenn im wissenschaftlichen Diskurs Geschlecht zunehmend „verflüssigt“ wird, werden Kinder doch immer noch in ein System der Zwangszweigeschlechtlichkeit hineingeboren. Die Zuordnung zu männlich/weiblich, die früher erst ab dem Zeitpunkt der Geburt stattfinden konnte, erfolgt im Zeitalter des hoch auflösenden Ultraschalls immer früher. Diese Zuordnung hat weitreichende Konsequenzen für Sozialisation.

Einige Mädchen_Jungen bzw. Frauen_Männer werden im Lauf ihres Lebens als „behindert“ bezeichnet, womit verdeutlicht wird, dass sie von der weiblichen_männlichen Normalität abweichen. Dies führt(e) bei den als „behindert“ bezeichneten Personen oftmals zu der Neutralisierung von Geschlecht, sie gehörten zur großen, ageschlechtlichen Gruppe „der Behinderten“.

Waren es zunächst behinderte Frauen, die darauf hinwiesen, haben inzwischen auch Studien verdeutlicht, dass Behinderung kein geschlechtsneutraler „Zustand“ ist: Auch behinderte Mädchen_Jungen bzw. Frauen_Männer wachsen in geschlechtsstrukturierten Feldern einer zweigeschlechtlich organisierten Gesellschaft auf und müssen ihr Leben darin gestalten. Sowohl Nicht_Behinderung als auch Geschlecht sind Kategorien, die Gesellschaft strukturieren. Beide galten lange als naturgegeben und über alle Zeiten gleich; beide haben mit dem Körper, der Ungleichheit, der Identität und der Sexualität zu tun. Im Leben behinderter Frauen_Männer treffen diese beiden Kategorisierungen aufeinander - wie jedoch wirkt sich das Zusammenspiel von Behinderung und Geschlecht aus? Dies soll durch eine intersektionale Analyse gezeigt werden.

Zur Person:

Swantje Köbsell ist Professorin für Disability Studies an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Langjährig aktiv in der emanzipatorischen Behindertenbewegung, Koordinatorin der "Arbeitsgemeinschaft Disability Studies Deutschland" (www.disabilitystudies.de), Mitglied im wissenschaftlichen Beirat für den Teilhabebericht der Bundesregierung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Themenkomplexe Eugenik/ Bioethik und ihre Bedeutung für Menschen mit Behinderungen, Lebenssituation behinderter Frauen, bzw. Behinderung und Geschlecht, Disability Studies.

Modelle einer inklusiveren Universität: Hörsensible Uni Oldenburg

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" mit Fokus im Studienjahr 2016/17 auf „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“

Abstract:

Nicht Gehörtes kann nicht verstanden und gelernt werden, daher profitieren Lernende von hörsensiblen Umweltfaktoren, die einen höchst relevanten Beitrag zu Konzentration und Leistungsfähigkeit aller Beteiligten leisten. Insbesondere in inklusiven Settings ist das Verstehen von Sprache daher Bedingung für einen erfolgreichen Wissenstransfer.

Es gilt also ein „hörsensibles“ Umfeld zu schaffen in dem jede_r hören, verstehen und somit lernen kann. Im Fokus stehen dabei das Zusammenwirken von Aspekten bestimmter Diversitätsdimensionen, wie etwa Beeinträchtigungen im Hören oder anderen Muttersprachen als Deutsch, und dem Sprachverstehen. Welche Möglichkeiten und Maßnahmen es zur Verbesserung der Qualität von Studien- und Arbeitsbedingungen gibt, soll im Vortrag vorgestellt und diskutiert werden.

Zu den Referent*innen:

Mareike Grundmann

Audiologin und Rehabilitationspädagogin;  wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der C.v.O Universität Oldenburg; Promotion zum Thema „Messung der Ergebnisqualität (gesundheitsbezogene Lebensqualität) in der audiologischen Rehabilitation“

Martin Podszus

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Forschungs- und Arbeitsschwerpunkt: „Studieren mit Beeinträchtigungen“; Promotion zum Thema „Studieren mit Beeinträchtigung im Kontext von E-Learning“; Beauftragter für die Belange Studierender mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen der Universität Oldenburg.

Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

"Teilhabe an der Forschung – inklusive Ansätze zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses" von Prof. Mathilde Niehaus und Prof. Thomas Kaul am 12.01.2017 um 18:00 Uhr in Raum SFG 1030

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" mit Fokus im Studienjahr 2016/17 auf „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“

Abstract:

Mit Ratifizierung der UN-BRK hat sich Deutschland dazu verpflichtet, auch in den Bereichen Bildung und Erwerbsarbeit die Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen. Doch zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit, dass selbst HochschulabsolventInnen mit Behinderung trotz ihrer ausgezeichneten Qualifikation nicht gleichberechtigt am Erwerbsleben partizipieren. Hierbei spielen psychologische und bürokratische Barrieren, aber auch Hürden im gesamten Bildungssystem eine Rolle (Niehaus & Bauer, 2013).

Die berufliche Qualifizierung der Studierenden ist eine zentrale Aufgabe der Hochschulen; seit der Bologna-Reform werden sie verstärkt an der „employability“ ihrer AbsolventInnen gemessen. Gleichzeitig sind die Hochschulen auch Arbeitgeberinnen für wissenschaftliches und Verwaltungspersonal und auch hier zur Barrierefreiheit verpflichtet. Beim Thema Promotion vereinen sich häufig die berufsqualifizierende und die Arbeitgeberrolle der Hochschulen. Inwiefern die Hochschulen in beiden Rollen den Anforderungen der UN-BRK gerecht werden, bzw. wo diesbezüglich noch Handlungsbedarfe bestehen, ist Gegenstand des Vortrages.

Es wird deutlich, dass die Hochschulen noch weit von der inklusiven Hochschule entfernt sind. Im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses sind Menschen mit Behinderung unterrepräsentiert. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen des vom BMAS geförderten Projektes „PROMI – Promotion Inklusive“ in den Jahren 2013 bis 2018 an kooperierenden Hochschulen deutschlandweit 45 Promotionsstellen für schwerbehinderte AkademikerInnen geschaffen. Bei den Promotionsstellen handelt es sich um 3-jährige sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Dadurch sind die Promovierenden finanziell abgesichert und es besteht ein Rechtsanspruch auf notwendige individuelle berufliche Reha-Leistungen. Außerdem wird die Chance zur nachhaltigen Weiterbeschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt erhöht. Das Projekt wird von der Universität zu Köln geleitet und prozessbegleitend systematisch evaluiert.

Auf Ebene der Universitäten strebt das Projekt an, nachhaltige Strukturen und neue Zugangsmöglichkeiten für schwerbehinderte Studierende und Mitarbeitende zu etablieren sowie bundesweite Netzwerke zu der Thematik zu bilden. Über die Evaluation des Projektes sollen Hürden identifiziert und Best-Practice-Beispiele gesammelt werden, auf deren Grundlage Handlungshilfen für AbsolventInnen und ArbeitgeberInnen erstellt werden. Auf gesellschaftlicher Ebene trägt das Projekt dazu bei, das Thema „Inklusive Hochschule“ voranzutreiben und dabei öffentliche Aufmerksamkeit für die Gruppe hochqualifizierter Menschen mit Behinderung herzustellen.

Erfahrungen aus dem Projekt werden präsentiert.

Die Referent*innen:

Univ.-Prof. Dr. Mathilde Niehaus, Professur für Arbeit und Berufliche Rehabilitation an der Universität zu Köln, forscht zum Übergang Schule-Beruf und Leichter Sprache, zur beruflichen Teilhabe von AkademikerInnen mit Behinderung (PROMI, AKTIF), zum Alternsmanagement in Unternehmen, zum Betrieblichem Gesundheitsmanagement und betrieblichen Interessenvertretungen..-

Univ.-Prof. Dr. Thomas Kaul, Professur im Arbeitsbereich Pädagogik und Rehabilitation von Menschen mit Hörschädigung. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der schulischen Förderung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher sowie der beruflichen Teilhabe und der Versorgung gehörloser Menschen im Alter.

Den aktuellen Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier [PDF] (831 KB).

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier [PDF] (666 KB).

"Das Leistungsprinzip (Meritokratie): Schlüssel oder Barriere auf dem Weg zu einer inklusiven Uni?" von Nicole Viktoria Przytulla am 29.11.2016 um 18:00 Uhr in MZH 1470

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" mit Fokus im Studienjahr 2016/17 auf „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“

Abstract:

Nach dem Leistungsprinzip bekommt Jede*r die Stellung in der Gesellschaft bzw. den Verdienst, die bzw. der seiner/ihrer Leistung (Anstrengung und Begabung) entspricht. Auch wenn es sowohl wissenschaftlich (u.a. Walzer 1992, Solga 2005, Verhaeghe 2013, Distelhorst 2014) als auch im Allgemeinen immer mehr Skepsis gegenüber diesem gibt, gilt es immer noch als legitimes Prinzip zur Konstruktion von Ungleichheiten. Dem Leistungsprinzip wird eine zentrale Bedeutung in der Politik der Universitäten beigemessen.

Obwohl die Thematik „Inklusion an den Hochschulen“ in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erfahren hat, wurde bisher das praktizierte Leistungsprinzip der Universitäten und dessen Bedeutung für die Klassifizierung „Behinderung“ nicht untersucht. Daher soll in dem Vortrag das Leistungsprinzip und seine Auswirkungen in Bezug auf das Themenfeld Behinderung und Studium dargestellt und diskutiert werden.

Zur Person:

Dipl. Soz.-Päd. Nicole Viktoria Przytulla. 1993-97 Studium der Sozialpädagogik (KFH Köln); Langjährige Berufstätigkeit als Sozialpädagogin/ Leiterin von verschiedenen Projekten der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung behinderter Menschen; seit 2012 Wiss. Mitarbeiterin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen; Promotion zu dem Thema „Exzellent inklusiv – Deutsche Hochschulen zwischen meritokratischer Ideologie und inklusivem Anspruch“

DOKUMENTATION:

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier. [PDF] (1.1 MB)

Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

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Podiumsdiskussion "Barrierefreie Uni Bremen: Anspruch - Realität - Visionen"

Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?!" am 08.11.16 um 18 Uhr in Raum MZH 1470

Im Studienjahr 2016/2017 geht es in der Veranstaltungsreihe um das Thema „Universität dis/abled? – Hochschulen in ihrem Umgang mit Behinderungen“. Dabei stehen im Wintersemester hochschulpolitische Praxen im Vordergrund. Es wird zum Beispiel darum gehen, wie Hochschulen sich so weiter entwickeln können, dass sie der gesetzlichen Grundlage und ihrem eigenen Anspruch einer barrierefreien und inklusiven Universität gerecht(er) werden. Auch das Spannungsfeld zwischen Inklusion und Leistungsorientierung bzw. Exzellenz wird thematisiert. Formen der Beteiligung sowie des Ausschlusses aus dem Wissenschaftssystem werden beleuchtet. Damit möchte die Reihe dazu beitragen, über kompensatorische Maßnahmen hinausgehend zu einer ganzheitlich inklusiven Gestaltung von Rahmenbedingungen und Handlungsweisen an den Hochschulen zu gelangen.

Den Auftakt der Reihe bildet eine Podiumsdikussion rund das Thema Barrierefreiheit an der Uni Bremen. Unsere Podiumsgäste sind:

Prof. Eva-Maria Feichtner, Beauftragte für Inklusives Studieren

Jan-Eric Hahn, AStA-Vorstand

Prof. Yasemin Karakaşoğlu, Konrektorin für Internationalität und Diversität

Nina Pfeifer & Vanessa Katzmann, Studierende, Interessengemeinschaft Handicap

Prof. Cordula Nolte, Creative Unit homo debilis

Moderiert wird die Diskussion von Anneliese Niehoff, Leiterin des Referats Chancengleichheit/Antidiskriminierung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine spannende Diskussion!

Den aktuellen Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier. [PDF] (831 KB)

Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung von Eske Wollrad am 22.06.2016 um 18:00 Uhr in Raum GW2 B2890

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! mit Schwerpunkt im Jahr 2016: "Wer spricht im Wissenschaftssystem? - Zu Fragen der Objektivität und Repräsentation an Hochschulen"

Abstract:

Leben Sie in einem vorwiegend weißen Viertel? Hatten Sie je eine intime Beziehung mit einer Weißen Person?

Weiße Menschen stellen sich meist diese Fragen nicht, denn aus ihrer Sicht ist Weißsein normal, gewöhnlich. Wenn Weiße Menschen von einem „Nachbarn“ sprechen, wissen wir, dass dieser Weiß ist – weil es unerwähnt bleibt. Weißsein hat keinen spezifischen Inhalt, es markiert eine Leerstelle und kann – wenn überhaupt – nur negativ über das definiert werden, was es nicht ist: nicht exotisch, nicht sexuell, nicht „anders“.

Der Vortrag führt in die Forschungsrichtung, die sich mit der Norm Weißsein befasst, ein erläutert ihre Bedeutung als Bestandteil antirassistischer Kritik. Ferner wird beschrieben, warum diese Forschung innerhalb der postkolonialen Kritik anzusiedeln ist.

Zur Person:

Dr. Eske Wollrad ist evangelische Theologin und Geschäftsführerin des Bundesverbands Evangelische Frauen in Deutschland e.V. Sie promovierte zu afrikanisch amerikanischer feministischer Theologie und arbeitet seit 24 Jahren gegen Rassismus. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Critical Whiteness Studies, Weißsein und Postkolonialismus.

2005 erschien ihr Buch „Weißsein im Widerspruch. Feministische Perspektiven auf Rassismus, Kultur und Religion. Sie forscht derzeit zu Rassismus und Konstruktionen von Weißsein in Kinderbüchern.

DOKUMENTATION:

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier [PDF] (2.1 MB).

Das Video zum Vortrag finden Sier hier.

"Equity as an approach to anti-racism" von Elizabeth F. Ortiz, ED.D. am 25.05.2016 um 18:00 Uhr in Raum VWG 2060

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! mit Schwerpunkt im Jahr 2016: "Wer spricht im Wissenschaftssystem? - Zu Fragen der Objektivität und Repräsentation an Hochschulen"

Abstract:

Diversity and equity is not an ideological exercise; it is an economic and social imperative. Demographic shifts, immigration, religious and gender diversity, multiple generations in the workplace and other diversity dimensions require institutions of higher learning to respond in proactive ways that ensure equity, access, and safe learning environments. 

Diversity and equity efforts on college campuses are critical, just as an educated populace is critical to ensuring national economic prosperity. However, the premise of educating all to be contributing members of society requires higher education to eliminate educational disparities among racial and ethnic groups. The implementation of equity programs as well as dedicated resources to remove racism in higher education systems are necessary steps in achieving this goal. Effective organizations should design and implement comprehensive diversity and equity strategies to ensure student success and improve campus climate.

This session explores the importance of effective approaches toward diversity in higher education and related aspects, as well as strategies for success. Topics to be covered include organizational readiness, leadership commitment, effective communication, training and development of campus members, recruitment of talent in all sectors of the organization, and the redirection of potential conflict toward positive organizational outcomes. The United States higher education model for achieving diversity, equity and dealing with racism in education will be explored in this discussion.

Zur Person:

Elizabeth F. Ortiz is Vice President of Institutional Diversity and Equity at DePaul University of Chicago. Prior to her work at DePaul she was the Director of Affirmative Action, Diversity and Employee Relations at Northern Illinois University. She has worked on diversity initiatives in several areas including recruitment, retention, training, programming, and climate issues for diverse students, faculty, and staff. Dr. Ortiz also has worked extensively in issues of higher education and in particular in raising awareness for Latino students, educators, community representatives and others who are committed to Latino representation and advancement in all aspects of higher education. She is a sought out consultant, lecturer, and workshop presenter on diversity issues and best practices.

DOKUMENTATION:

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier [PDF] (758 KB).

Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

"Rassismuskritische Bildung in der Migrationsgesellschaft" von Prof. Astrid Messerschmidt am 04.02.2016 um 18:00 in Raum GW2 B2880

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! mit Schwerpunkt im Jahr 2016: "Wer spricht im Wissenschaftssystem? - Zu Fragen der Objektivität und Repräsentation an Hochschulen"

Abstract

Weil Migration nicht nur eine Tatsache ist, sondern zugleich diskursiv besetzt und eingesetzt wird, steht der  Begriff der Migrationsgesellschaft zumindest im deutschsprachigen Raum noch nicht für etwas Allgemeines, das alle angeht und mit dem alle gemeint sind. Mit dem Signalwort „Migration“ bietet die Bezeichnung “Migrationsgesellschaft“ immer noch die Gelegenheit, nicht über sich selbst, sondern über andere zu sprechen.
Durch Migrationen werden die nationalen Ordnungen der Zugehörigkeit in Bewegung gebracht. Die Abwehr dagegen ist gesellschaftlich ausgeprägt, der Wunsch an einem abstammungsorientierten homogenen Konzept von gemeinschaftsbildender Nationalstaatlichkeit festzuhalten, hat sich zumindest in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern nicht erledigt.
Bis heute fällt es besonders schwer anzuerkennen, dass es Rassismus in der deutschen Gesellschaft alltäglich gibt, wenn auch nicht als programmatischen Staatsrassismus, sondern in Form normalisierter institutioneller Routinen, die gesellschaftliche Zugehörigkeiten nach Abstammungskriterien, Aussehen, Sprache und kultureller Zuschreibung ordnen.  Das Konzept einer rassismuskritischen Bildung zielt auf eine selbstkritische Reflexivität. Dabei wird der Rassismusbegriff als ein analytischer Begriff für die Untersuchung abstammungs- und herkunftsthematisierender Ungleichwertigkeitsvorstellungen in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Kontexten verstanden. Es handelt sich hier nicht um individuelle Vorurteile, sondern um eine Denkweise und Praxis, die systematisch Zugehörigkeitsordnungen strukturiert und die Art und Weise steuert, wie Nichtzugehörigkeiten in der Migrationsgesellschaft wahrgenommen und angeordnet werden.
Der Vortrag stellt Perspektiven der Rassismuskritik vor und diskutiert deren Bedeutung und Wirkung für Forschung und Bildungspraxis.

Zur Person

Astrid Messerschmidt, Dr. phil. habil. ist Erziehungswissenschaftlerin und Erwachsenenbildnerin, und arbeitet derzeit als Gastprofessorin für Gender und Diversity an der Technischen Universität Darmstadt. Sie hat eine Professur für Interkulturelle Pädagogik/Lebenslange Bildung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe inne. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Migrationsgesellschaftliche Bildung, Diversität und Diskriminierung, Geschlechtertheorien; Antisemitismus und Rassismus in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus.  

DOKUMENTATION:

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier [PDF] (654 KB).

Das Video zum Vortrag finden Sie hier.

"Die Farbe des Wissens. Rassistische Exklusion und Weißsein in universitären Strukturen" von Dr. Kien Nghi Ha am 20.01.2016 um 18:00 Uhr in Raum SFG 0140

Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! mit Schwerpunkt im Jahr 2016: "Wer spricht im Wissenschaftssystem? - Zu Fragen der Objektivität und Repräsentation an Hochschulen"

Abstract

Die Frage, inwieweit das deutsche Hochschulsystem durch institutionelle Diskriminierungen und strukturelle Exklusion geprägt ist, taucht bisher nur sehr marginal in gesellschaftlichen wie wissenschaftspolitischen Diskussionen auf. Dies ist umso merkwürdiger, als dass seit dem PISA-Schock Fragen der Chancengleichheit in der bundesrepublikanischen Bildungspolitik im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Universitäten sind nicht nur bedeutsam, weil sie über die Vergabe öffentlich finanzierter Arbeits- und (Aus-)Bildungsplätze den Zugang zu hochqualifizierten Arbeitsmärkten in der Wissensgesellschaft regeln, sondern auch gesellschaftlich anerkanntes Wissen produzieren. Über ihre bloße Funktion als wissenschaftliche Arbeits- und Lernorte hinaus, stellen sie daher eminent politische Räume dar, in denen gesellschaftlich relevantes Wissen hergestellt, verhandelt und legitimiert wird.

Zur Person

Kien Nghi Ha, promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler, ist Fellow des Instituts für postkoloniale und transkulturelle Studien der Universität Bremen. Er hat an der New York University sowie an den Universitäten in Heidelberg, Tübingen und Bayreuth zu postkolonialer Kritik, Migration und Asian Diasporic Studies geforscht und gelehrt. Gesellschaftlich engagiert er sich u.a. als Vorstandmitglied von korientation – Netzwerk für deutsch-asiatische Perspektiven und Ko-Sprecher des Verbands für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity (VIW).

DOKUMENTATION:

Die Powerpoint-Präsentation zum Vortrag finden Sie hier [PDF] (344 KB).