Absichtserklärung der Universitätsleitung

Vielfalt als Tradition, Chance und Zukunft

Gerd-Rüdiger Kück, Rolf Drechsler und Yasemin Karakasoglu

Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ im Mai 2009 hat die Universität Bremen als eine der ersten deutschen Universitäten öffentlich bekundet, dass sie die Vielfalt aller an der Institution beteiligten Personen und Gruppen als Potential anerkennt und wertschätzt. Die Universitätsleitung erachtet eine gelingende Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung in der Zusammenarbeit als grundlegend für eine nachhaltige, beteiligende Entwicklung der gesamten Institution und ihrer Mitglieder. Chancengleichheit und Antidiskriminierung sowie ein positiver, ressourcenorientierter Umgang mit sozialer Heterogenität sind grundlegend für eine exzellente, internationale Wissensproduktion. In diesem Sinne werden zur Zeit die jahrelangen Erfahrungen in der Förderungs-, Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit an der Universität Bremen mit neuen Maßnahmen und Projekten zu Diversity Management verknüpft und zu langfristigen Gestaltungen der Bremer Universitätskultur, gemäß ihren Leitlinien als gemeinsam lernende Organisation, weiterentwickelt.

Neu hinzu kommende Projekte führen die Tradition der Universität Bremen fort und sollen diese zukunftsfähig gestalten. So beteiligt sich die Universität derzeit an zwei neuen Leitprojekten mit dem Schwerpunkt im Bereich Studium und Studienbedingungen, welche exemplarischen Charakter für die Entwicklung und Implementierung von Diversity Management haben sollen. Für diese Projekte wurde ein Lenkungskreis eingesetzt, der aus Vertretenden verschiedener Statusgruppen besteht – Universitätsleitung, Studierende, ProfessorInnen, wissenschaftliche Angestellte aus der Forschung, der Lehre und dem Dienstleistungsbereich. Um die direkte Kommunikation innerhalb der Bildungsinstitution zu fördern und anstehende Probleme gemeinsam zu lösen, soll sich dieser vielfältige Kreis von Teilnehmenden und Umsetzenden kontinuierlich und gezielt mit weiteren Arbeitsbereichen und Personenkreisen vernetzen. Für besonders wichtig wird dabei die Beteiligung von Studierenden erachtet und geschätzt.

(veröffentlicht in der Projektdokumentation des BremerForum:Diversity 2010, Hrsg. Margrit E. Kaufmann)