Elternzeit

Elternzeit steht beiden Elternteilen für einen Zeitraum von insgesamt 3 Jahren zu, wobei ein Anteil von 12 Monaten auch auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres des Kindes übertragen werden kann. Die Mutterschutzfrist wird auf die mögliche dreijährige Gesamtdauer der Elternzeit angerechnet. Die Elternzeit des Vaters kann ab der Geburt des Kindes, also bereits während der Mutterschutzfrist, beginnen.
Bei der Adoption eines Kindes oder der Aufnahme eines Kindes in Vollzeit- oder Adoptionspflege gilt eine Rahmenfrist bis zum achten Lebensjahres des Kindes. Innerhalb dieses Zeitraumes können die Eltern jeweils drei Jahre Elternzeit ab der Aufnahme des Kindes in Anspruch nehmen. Auch hier ist es möglich, 12 Monate bis zum achten Lebensjahr zu übertragen.
Die Elternzeit kann von jedem Elternteil in zwei Zeitabschnitte unterteilt werden. Eine weitere Aufteilung ist nur mit Zustimmung der Universität möglich. Die Elternzeit muss spätestens sieben Wochen vor ihrem Beginn angemeldet werden. In Ausnahmefällen ist auch eine kürzere Frist möglich, z.B. bei Frühgeburten oder auch bei Adoptionen. Beide Elternteile können die Elternzeit auch zusammen in Anspruch nehmen. An dem Dreijahreszeitraum ändert sich in diesem Fall nichts.
Eine vorzeitige Beendigung der Elternzeit ist nur mit Zustimmung der Universität möglich. Insbesondere bei Haushaltssperren oder bei einem Einstellungsstopp gestaltet sich dieses jedoch häufig schwierig.

Während der Elternzeit ist eine Teilzeitbeschäftigung bis zu einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 Stunden möglich. Diese kann auch außerhalb der Universität ausgeübt werden – sofern dies vom Personaldezernat genehmigt wird.
Während der Elternzeit besteht ein besonderer Kündigungsschutz, der mit der Anmeldung der Elternzeit, frühestens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit beginnt.
Der Anspruch auf Erholungsurlaub wird für jeden vollen Monat Elternzeit um ein Zwölftel gekürzt. Dies gilt natürlich nicht, wenn während der Elternzeit Teilzeit gearbeitet wird. Eventuell noch vorhandener Resturlaub, der nicht vor Beginn der Mutterschutzfrist in Anspruch genommen wurde, kann noch im Rahmen der vorgeschriebenen Verfallsfristen genommen werden, wenn die Arbeit nach der Elternzeit wieder aufgenommen wird. Der Resturlaub verfällt dann erst am 30. September des auf das Ende der Elternzeit folgenden Jahres.
Auf die Höhe der Zuwendung wirkt sich die Elternzeit bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind geboren wurde, nicht mindernd aus, wenn am Tag vor Antritt der Elternzeit Anspruch auf Entgelt oder auf Zuschuss zum Mutterschaftsgeld bestanden hat.

Die Pflichtmitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt während der Elternzeit weiter bestehen. Sofern nicht Teilzeit gearbeitet wird und während der Elternzeit außer dem Elterngeld keine weiteren Einnahmen erzielt werden, bleibt es bei der beitragsfreien Versicherung.
Freiwillige Mitglieder müssen grundsätzlich weiterhin Beiträge zahlen. Für diejenigen, die vor der Geburt des Kindes familienversichert waren, ändert sich während der Elternzeit nichts. Das Elterngeld wird in die Berechnung des für die Familienversicherung zulässigen Gesamteinkommens nicht mit berechnet.
Privat Krankenversicherte bleiben für die Dauer der Mutterschutzfristen und der Elternzeit weiterhin privat versichert, sie können nicht in die beitragsfreie Krankenversicherung des Ehegatten aufgenommen werden. Weitere Informationen zum Thema Elternzeit und Elterngeld finden Sie auch in dieser Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Beamtinnen und Beamte haben während der Elternzeit weiterhin einen Anspruch auf Beihilfe, der Beihilfesatz erhöht sich je Kind um 5 auf maximal 70 %. Zudem erhalten Beamtinnen und Beamte während der Elternzeit einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von 31 €, sofern vor der Elternzeit die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschritten wurde.

Stand: 11/2012
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