Mutterschutz

Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und endet im Normalfall acht Wochen, bei medizinischen Frühgeburten oder bei Mehrlingsgeburten 12 Wochen nach der Geburt. Wird der errechnete Geburtstermin überschritten, so verkürzt sich die Schutzfrist nach der Entbindung nicht. Sie beträgt ebenfalls acht bzw. zwölf Wochen. Kommt das Kind vor dem errechneten Geburtstermin, bleibt es bei der ursprünglich berechneten Mutterschutzfrist. Ab sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin darf die werdende Mutter noch auf eigenen Wunsch arbeiten, nach der Geburt ist dies gesetzlich ausgeschlossen.
Während des Mutterschutzes erhält die Mitarbeiterin Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse. Bei Privat Versicherten erfolgt die Zahlung über das Bundesversicherungsamt in Bonn. Die Universität zahlt in beiden Fällen einen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld, so dass es während des Mutterschutzes zu keiner Kürzung des Nettoeinkommens kommt.

Das Personaldezernat sollte rechtzeitig über eine Schwangerschaft informiert werden, damit alle Gesundheitsgefährdungen für Mutter und Kind ausgeschlossen werden können. Dies erfolgt durch eine Überprüfung des Arbeitsplatzes, die das Referat 23, Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement, durchführt. Hiervon sind insbesondere Mitarbeiterinnen in den Laboren oder auch die Mitarbeiterinnen betroffen, die schwere körperliche Arbeiten ausführen.
Werdende und stillende Mütter dürfen nicht in Nachtarbeit, nicht an Sonn- und Feiertagen und nicht mit Mehrarbeit beschäftigt werden. Sie dürfen zudem nicht mehr als 8 ½ Stunden täglich arbeiten.
Attestiert der behandelnde Arzt ein ganzes oder teilweises Beschäftigungsverbot vor bzw. nach der Schutzfrist oder wird die Schwangere auf Grund von Gesundheitsgefährdungen auf einen anderen – niedriger bewerteten - Arbeitsplatz umgesetzt, entstehen keine finanziellen Einbußen. In diesem Fall wird der Durchschnittsverdienst der letzten drei Monate vor Eintritt der Schwangerschaft gezahlt.

Erholungsurlaub wird während des Mutterschutzes nicht gekürzt. Gleiches gilt für die Sonderzuwendung am Jahresende.
Vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung besteht ein besonderer Kündigungsschutz. Das Kündigungsverbot gilt allerdings nur dann, wenn der Universität das Bestehen der Schwangerschaft bekannt war, oder dem Personaldezernat innerhalb von zwei Wochen nach Zugang der Kündigung das Bestehen einer Schwangerschaft mitgeteilt wird. Voraussetzung ist jedoch, dass die Schwangerschaft bei Zugang des Kündigungsschreibens bereits bestanden hat.

Eine Fehlgeburt löst keine mutterschutzrechtlichen Folgen aus, insbesondere gelten die Schutzfristen nach der Entbindung nicht. Anders ist es bei Totgeburten. Hier gelten die normalen Schutzfristen, bei Totgeburten, die gleichzeitig Frühgeburten sind, hat die Mutter Anspruch auf eine zwölfwöchige Schutzfrist. Ausnahmsweise kann die Beschäftigte in diesem Fall allerdings auf eigenen Wunsch frühestens ab der dritten Woche nach der Entbindung wieder arbeiten, wenn nach ärztlichem Attest nichts dagegen spricht.

Informationen zum Mutterschutz finden Sie auch in dieser Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Stand: 11/2012
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