AG Familienfreundliches Studium

Die AG Familienfreundliches Studium

Mit einer Petition initiierten einige Studentinnen 2007 die Arbeitsgruppe Familienfreundliches Studium.
Seitdem entwickeln sie unter der Leitung der Arbeitsstelle Chancengleichheit Konzepte und Maßnahmen, die die Situation für Studierende mit Kindern oder anderen Familienaufgaben verbessert.
Die Studierenden der AG engagieren sich in vielfältigen Themenbereichen, beispielhaft werden hier einige Projekte vorgestellt:

  • Familienfreundliche Orte auf dem Campus
    Studentische Eltern müssen immer mal wieder ihre Kinder mit in die Uni nehmen. Deshalb setzt sich die AG für eine Infrastruktur ein, in der sich Erwachsene und Kinder auf dem Campus willkommen fühlen. Auf Anregung der Studierenden sind in der Mensa, in der Cafeté im GW 2 und im Verwaltungsgebäude attraktive Spielräume für Kinder entstanden; ihre Idee war auch die Anschaffung von Spielekisten für Beratungsstellen in der Uni. So können Studierende für Beratungen auch ihre Kinder mitbringen, die sich in der Zeit mit interessanten Spielen vergnügen können.
    Im Herbst 2011 wurde auch ein Familienraum für Eltern und Kinder zentral auf dem Campus eröffnet. Dort haben Eltern mit und ohne Kinder die Gelegenheit zum Ausruhen, Klönen oder Informationsaustausch.
  • Öffentlichkeitsarbeit
    Die AG gibt regelmäßig Informationsmaterialien wie Flyer oder Plakate für Studierende mit Kindern und Lehrende heraus und verteilt sie flächendeckend auf dem Campus. Außerdem verantwortet sie das studentische Forum der AG in Stud. IP, wo sie aktuelle Themen und Treffen vorstellt und Umfragen rund um das Thema "Studium mit Kind" erhebt. Auf der eigenen Facebook-Seite sucht die AG den aktiven Austausch mit Studierenden.

  • Ausbau der Kinderbetreuung
    Die AG hat mit dem Ausbau der Kinderbetreuung schon einige Erfolge erreicht: Die Mittel für die Kinderbetreuung im Kinderland wurden erhöht; eine weitere selbstorganisierte Kleinkindgruppe ist enstanden und seit August 2011 gibt es eine neue Gruppe für unter Dreijährige Kinder, die von zwei Tagesmüttern betreut werden.

  • Vernetzungsangebote für Studierende
    Die AG sieht es als ihre Aufgabe an, dass Studierende (mit und ohne familiäre Verantwortung) sich untereinander kennenlernen und vernetzen. Neben Angeboten für die neuen Studierenden in der Orientierungswoche werden somit auch andere Veranstaltungen angeboten, bei denen einerseits die Mitglieder der AG als Ansprechtpartner*innen zur Verfügung stehen, andererseits die Studierenden aber auch Kommiliton*innen in ähnlichen Lebenssituationen kennenlernen können.
    Neben dem bewährten Kinderfest, welches immer im Sommersemester im Campuspark stattfindet, ist dies seit dem Sommersemester 2015 auch im regelmäßigen "AG-Café" möglich. 
  • Gespräche mit Studiendekanen, Studiendekaninnen und Mitarbeiterinnen in Beratungsstellen
    Seit dem Sommersemester 2011 haben Studierende der AG Gespräche mit fast allen Studiendekanen und -dekaninnen zur Situation Studierender mit Kindern durchgeführt. Die Ergebnisse wurden evaluiert und den Fachbereichen mit Empfehlungen zurückgegeben.
    Außerdem nehmen die Studentinnen in größeren Abständen an Sitzungen der Beratungsstellen der Fachbereiche teil und bringen dort ihre Erfahrungen und Vorschläge für ein familienfreundliches Studieren ein.

  • Angebote während der Orientierungswoche
    Jedes Jahr im Oktober beginnt für viele junge Menschen ihr Studium an der Universität Bremen - und einige von ihnen haben bereits eine Familie oder spielen mit dem Gedanken, eine solche zu gründen. Um alle Studierenden über die Thematik zu informieren und speziell den Studierenden mit Familie gleich zu Beginn ihres Studiums wichtige Anlaufstellen zu nennen, sie zu informieren und ihnen bei der Vernetzung zu helfen, besucht die AG die Einführungsveranstaltungen der Studiengänge und lädt zu den in der O-Woche angebotenen Veranstaltungen, wie bspw. der Campus-Rallye unter Leitung der studentischen Aktiven oder den offenen Stunden im Familienservicebüro ein. 

Die AG Familienfreundliches Studium freut sich, immer wieder interessierte Anfragen von mit dem Thema "Familie und Studium" betrauten Personen an anderen Hochschulen zu erhalten, da die direkte Mitwirkung der Studierenden an der Ausgestaltung familiengerechter Studienstrukturen als beispielhaft angesehen wird.
Neuerdings ist die AG Familienfreundliches Studium als Maßnahme auch in den Instrumentenkasten zur "Gleichstellung in der Wissenschaft" der DFG aufgenommen, sodass das Projekt einem noch größeren Fachpublikum vorgestellt wird.

Im Frühjahr 2014 erschien im Magazin "Resonanz" der Universität Bremen ein Artikel über die Arbeit der AG Familienfreundliches Studium sowie über das Studium mit Familie in Bremen. Bei Interesse kann der Artikel auf dem Blog der Resonanz nachgelesen werden.

 

Die AkteurInnen der AG Familienfreundliches Studium:

  • Helena Hamacher, Studentin
  • Stephanie Lamping, Studentin,
  • Sarah Sudikatis, Studentin
  • Deborah Will, Studentin
  • Carsten Goldenstein, Student
  • Kristina Loitz, Studentin
  • Jendrik Hilgerloh, AStA-Referent für Soziales,
  • Vinorjan Thambithurai, Student,
  • Sina Graumann Studentin,
  • Bettina Schweizer, Arbeitsstelle Chancengleichheit,
  • Christina Vocke, Dezernentin Studentische Angelegenheiten,
  • Stefanie Wichers,  Zentrum für Lehrerbildung,
  • Marion Becker, AStA- Bafög- und Sozialberatung,
  • Hauke Kieschnick, Dezernent, Studentenwerk,
  • Kay Wenzel, Referatsleitung Lehre und Studium,
  • Vanessa Klin, Ref. 08,
  • Prof. Thomas Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium

Stand: 03/2017