Familienpolitik

Neue Studie: "Wie familiengerecht ist Deutschlands Wissenschaftssystem"

Eine nicht sehr erfreuliche, dafür aber erhellende Studie aus "Die Junge Akademie" zum Thema: Wissenschaft und Familie- "Wie familiengerecht ist Deutschlands Wissenschaftssystem? Wir haben nachgefragt" Hrsg. von Veronika Lipphardt, Giesela Rühl, Karoline Seifert und Emanuel V. Towfigh, 2016, steht hier als Download  [PDF] (823 KB)zur Verfügung.

Care.Macht.Mehr

Unter dem Titel "von der Care-Krise zur Care-Gerechtigkeit" haben mehrere engagierte Akteur_innen aus dem wissenschaftlichen Bereich ein Manifest veröffentlicht, welches auf die aktuellen Missstände bezüglich der Fürsorgetätigkeiten aufmerksam machen soll. Hierbei handelt es sich nicht nur um institutionalisierte Tätigkeiten wie die Pflege in Einrichtungen oder die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten, sondern auch um all die Tätigkeiten, die privat und ohne Entlohnung ausgeübt werden.
Einer der Kritikpunkte ist, dass die Care-Aufgaben sich seit ihrem Aufkommen nicht verändert haben - somit wurde es verpasst, die Aufgaben und ihre Verteilung einer radikal veränderten Gesellschaft anzupassen. So sind Care-Arbeiten typischerweise die Aufgabe von Frauen und die Bezahlung, so sie denn als Arbeit ausgeübt werden, ist schlecht. Die Initiator_innen des Care-Manifests stellen so eine "Care-Krise" fest und fordern, dass Care neu organisiert wird und eine angemessene Wertschätzung erfährt. Nötig sei dabei außerdem, den Care-Bedarf als elementare Aufgabe einer Gesellschaft wahrzunehmen und in den Fokus zu rücken und die Auswirkungen von Care-Tätigkeiten und ihrer Organisation mit allen Facetten und Wechselwirkungen zu betrachten.
Das komplette Manifest finden Sie auf dem Weblog von Care.Macht.Mehr  und dort können Sie es auch direkt unterzeichnen.

Familienpolitik in der Frauen und Gleichstellungsarbeit in den Hochschulen- eine Kommission der BuKoF

Die Kommission zur Familienpolitik in den Hochschulen ist eine Arbeitsgruppe der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Hochschulen (BuKoF). Die Akteurinnen sind Hochschulexpertinnen zum Thema "Familiengerechtigkeit". Sie erarbeiten Vorschläge, wie eine gendergerechte Familienpolitik gestaltet werden soll.

Die BuKoF engagiert sich auf landes- und bundespolitischer Ebene für die Gleichstellung von Frauen in den Hochschulen. Die vielfältigen hochschulpolitischen Themen werden in unterschiedlichen Kommissionen bearbeitet.

Bremer Bündnis für Familie beschließt 30 Selbstverpflichtungen

Das Bremer Bündnis für Familie hat im Oktober 2014 30 Selbstverpflichtungen beschlossen, welche Alleinerziehende entlasten sollen.
Von kostenlosen Babysitterdiensten während Elternabenden bis zu angepassten Berufsausbildungen im öffentlichen Dienst - für 2015 wurden einige Maßnahmen beschlossen, die den Alltag alleinerziehender Eltern erleichtern sollen.
Alle Infos zu den Ergebnissen des Kuratoriums finden Sie auf den Seiten der Senatspressestelle.

Zur Situation von Wissenschaftler_innen mit Familie

Auf dem Blog der Website Academics erschien im Juli 2014 ein lesenswerter Beitrag über die Elternschaft im Wissenschaftssystem der Bundesrepublik (der Artikel öffnet sich beim Klick auf den Link). 
Der Autor stellt fünf Thesen zur Elternschaft im Wissenschaftssystem auf und prüft anhand empirischer Daten kritisch, wie es um die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere in Deutschland bestellt ist und welcher Maßnahmen es bedarf, um diese zu verbessern.