Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und –management MA

Die Studierenden des dritten Semesters des Masterstudiengang Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management am 27.01.2017 mit Prof. Heinz Rothgang und Prof. Ansgar Gerhardus.
Foto: Eschin Marbin

Aktuelles

Studierende präsentieren innovative Konzepte für die Gesundheitsversorgung von Morgen

Abschlusssymposium des Masterstudiengangs Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management der Universität Bremen am 27.01.2017 im Haus der Wissenschaft.

 

Wie kann die Versorgung in einer Notaufnahme beschleunigt werden? Wie sollte ein kultursensibles Schulungsprogramm für türkischstämmige Diabetikerinnen und Diabetiker konzipiert sein? Welche Ansätze gibt es um die Hebammenversorgung in Bremen zu verbessern?

Studierende des Masterstudiengangs Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management der Universität Bremen präsentierten vor Expertinnen und Experten aus der Praxis und der Wissenschaft ihre Konzepte zum Umgang mit diesen Fragen. In Kleingruppen hatten sie über 15 Monate für Akteure aus der Gesundheitsversorgung reale komplexe Probleme aus der Praxis mit wissenschaftlichen Methoden bearbeitet. Die Ergebnisse wurden am 27.01.2017 in einem Abschlusssymposium im Haus der Wissenschaft vorgestellt.

Prof. Ansgar Gerhardus wies auf die innovative Verknüpfung von Forschung, Lehre und Praxis in dem Studiengang hin. Studierende können durch die Projektarbeit Theorien und Methoden aus der Lehre unmittelbar anwenden und verfestigen. Der Nutzen für die Praxispartnerinnen und -partner läge in dem wissenschaftlichen Vorgehen der Studierenden, für die im Berufsalltag oft keine Zeit bliebe.

Saskia Konusch, Teilnehmerin des Studiengangs, betonte: „Auf dem Symposium konnten wir zeigen, dass wir schon im Studium wissenschaftsbasierte Lösungen für konkrete Probleme in der Praxis erarbeiten können. Darauf können wir stolz sein. Auf das Berufsleben fühle ich mich durch das Studium optimal vorbereitet.“ Während des Symposiums bestätigten die Praxispartnerinnen und -partner den Wert der studentischen Projekte für ihre Aufgaben. Herr Dr. Gröne von der OptiMedis AG lobte darüber hinaus die Präsentationen der Studierenden. „Die Qualität der Moderation und der wissenschaftlichen Vorträge der Studierenden war hervorragend. So gut habe ich es auf vielen nationalen Kongressen nicht erlebt.“

Das Konzept des Studienganges geht auf. Im November 2016 verlieh eine Jury der Universität Bremen den Lehrenden den Berninghausen-Preis für hervorragend gestaltete Lehre im Sinne des forschenden Lernens.

Prof. Dr. Heinz Rothgang betonte, dass das Symposium der Studierenden im Haus der Wissenschaft für ihn den Höhepunkt des Studienjahres darstellt. „Mit den vorgestellten Projekten haben die Studierenden bewiesen, dass sie mit innovativen Versorgungskonzepten einen wertvollen Beitrag für das Gesundheitswesen leisten können“.

Maike Voß & Imke Schilling, Abteilung Versorgungsforschung, IPP, Universität Bremen

 

Kontakt:

Prof. Dr. med. Ansgar Gerhardus, M.A., MPH
Leiter der Abt.1 Versorgungsforschung
Grazer Str. 4
28359 Bremen
Telefon    
(0421) 218 – 68800 (direkt)
                  (0421) 218 – 68802 (Assistenz)
Fax            (0421) 218 - 98 - 68821
eMail         ansgar.gerhardusnoSpam@uni-bremen.de
www         www.ipp.uni-bremen.de

 

 

Information für Studieninteressierte

Wie kann das Gesundheitssystem bedarfsorientiert gestaltet werden? Welche Konzepte für eine effiziente Versorgung gibt es? Wie wird sichergestellt, dass Public-Health-Maßnahmen gesundheitliche Ungleichheit nicht verstärken, sondern verringern? Wie wird Gesundheit und Pflege in Zukunft finanziert?

In diesem Studiengang werden zukünftige Public Health Experterten und Expertinnen darauf vorbereitet, wissenschaftsbasierte Lösungen für diese und weitere Fragen zu entwickeln.

Ziel des Studiengangs

Ziel ist es, Experten und Expertinnen für Public Health auszubilden, die komplexe Probleme in den Bereichen Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management eigenständig identifizieren, analysieren und lösen können. Absolventen und Absolventeninnen des Studiengangs tragen in unterschiedlichen Funktionen zu einem effektiven, effizienten und gerechten Versorgungssystems bei. Darüber hinaus soll der Studiengang Studierenden beste Voraussetzungen bieten sich persönlich und fachlich weiterzubilden und eigene Schwerpunkte zu setzen.

Didaktisches Konzept

Der Masterstudiengang ist nach der Methode des Forschenden Lernens konzipiert. Forschendes Lernen verfolgt den Ansatz, dass Studierende ihr Lernen in einem selbstständig organisierten Forschungsprozess gestalten. Theorien und Methoden werden nicht isoliert, sondern gleichzeitig erlernt. Ein wichtiges Element Forschenden Lernens im Studiengang ist ein drei-semestriges Forschungsprojekt, das gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus dem Gesundheitswesen durchgeführt wird.

Forschendes Lernen geht über die Vermittlung von Fachwissen hinaus und fördert überfachliche Kompetenzen, wie Kreativität, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit begründete Entscheidungen zu treffen.

Ein Großteil des Studiums findet in Gruppenarbeit statt. Studierende lernen mit- und voneinander und werden dabei methodisch und inhaltlich von den Lehrenden unterstützt.

Die Umsetzung von Forschendem Lernen im Studiengang wird durch das Projekt FLexeBel unterstützt.

Für weitere Informationen zum Thema "Forschendes Lernen" empfehlen wir Ihnen den Resonanzartikel.

"Das ist wie ein großes Puzzle! Am Ende ergibt jedes Teil seinen Sinn" - Forschendes Lernen im Masterstudiengang Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management, in: Resonanzmagazin der Universität Bremen"

1) Inhalte und Verlauf des Studiengangs Public Health - Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management ab WS 2016/2017

Lerninhalte des Studiengangs

Studierende lernen zentrale Methoden und Theorien aus den Bereichen Versorgungsforschung, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement kennen. Dazu zählen beispielsweise statistische und epidemiologische Methoden sowie Methoden zur kritischen Studienbewertung. Studierende reflektieren ferner mit Mitstudierenden der weiteren drei Public Health Masterstudiengänge im Fachbereich zentrale Konzepte von Public Health auf nationaler und globaler Ebene. Sie beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen aus der Gesundheitsversorgung und erarbeiten Lösungen auf Basis nationaler und internationaler Forschung.

Was können Studierende von dem Studiengang erwarten?

  • Enge Betreuung durch Lehrende
  • Forschungsorientierung
  • Lernen an realen Versorgungsproblemen
  • Intensiver Austausch mit anderen Studierenden
  • Chancen zur Zusammenarbeit und Vernetzung mit Akteuren der Gesundheitsversorgung

Was sollten Studierende mitbringen?

  • Interesse an einer wissenschaftlich ausgerichteten Tätigkeit im Feld Public Health
  • Selbstständige Arbeitsweise
  • Freude am wissenschaftlichen Arbeiten
  • Engagement
  • Lust auf Teamarbeit

Berufliche Perspektiven

Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen sind darauf vorbereitet, wissenschaftsbasierte Lösungen für komplexe Aufgaben zu entwickeln und als Entscheidungsträger auf nationaler und internationaler Ebene an der Gestaltung von Gesundheitssystemen mitzuwirken. Mögliche Tätigkeitsfelder liegen

in der Forschung (Universitäten, freie Institute) in der wissenschaftlichen Fundierung des Gesundheitssystems (z.B. staatliche und private Institute, Verbände, Behörden), der Versorgungsplanung (z.B. Krankenkassen, Verbände), der Versorgungspolitik (z.B. Verbänden von Ärzten, Krankenkassen, der Industrie), der Politikberatung (z.B. bei Stiftungen, politischen Parteien), dem Vertragsmanagement (z.B. für Krankenkassen, freie Dienstleister), bei gemeinnützigen Verbänden oder bei internationalen Organisationen.

Auswahl und Bewerbungsprozess

Folgende Zugangsvoraussetzungen bestehen (s. Aufnahmeordnung für Details und für weitere Erläuterungen die Information zu den Aufnahmevoraussetzungen [PDF] (241 KB)):

  • Abschluss (180 CP) in:

          o Public Health/Gesundheitswissenschaften
          o Gesundheitsökonomie
          o Gesundheitsmanagement

  •  mind. 12 CP in Epidemiologie u./o. Statistik
  • Englisch-Sprachkenntnisse (mind. Niveau B 2)
  • Schriftlicher Eingangstest: mind. 50% der erreichbaren Punkte; Zulassung nach Reihenfolge der Testergebnisse in Kombination mit Bachelorabschlussnote. Der Test findet im Juni statt. Da zwischen dem Ende der Bewerbungsfrist und dem Testtermin nur wenige Tage liegen, können wir Ihnen die Einladung erst sehr kurz vorher zusenden. Bitte merken Sie sich daher den Termin vor. Den Termin und weitere Informationen zum Test entnehmen Sie bitte den Informationen zum Aufnahmetest [PDF] (177 KB).

Es besteht eine Zulassungsbeschränkung nach Zahl der Studienplätze. Pro Wintersemester werden bis zu 20 Studierende zu dem Masterstudium zugelassen.

Bewerbungsschluss ist der 31.05. Einen Link zur Online-Bewerbung sowie weitere Informationen (FAQ-Liste) und Ansprechpartner zum Thema Bewerbung finden Sie im Masterportal der Universität Bremen.