Public Health/ Gesundheitswissenschaften, BA

Public Health/ Gesundheitswissenschaften, BA

Herzlich Willkommen auf der Homepage des Bachelor-Studiengangs Public Health/Gesundheitswissenschaften am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen!

Der dreijährige Studiengang hat das Ziel, für unterschiedliche Tätigkeiten im Gesundheitswesen, vor allen in den Bereichen Gesundheitsförderung & Prävention sowie Gesundheitsökonomie & Gesundheitsmanagement vorzubereiten. Auf diesen Seiten informieren wir Sie über den Aufbau und die Inhalte des Studiums, über die gesundheitswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten im Fachbereich sowie über das Lehrpersonal im Studiengang.

Profil

Das Fach Public Health/Gesundheitswissenschaften ist eine Multidisziplin und nutzt in diesem Sinne das Wissen, die Erkenntnisse und die Methoden unterschiedlicher Einzeldisziplinen, etwa der Sozialwissenschaften, der Psychologie, der Ökonomie, der Medizin, der Epidemiologie etc. Zwar hat jede der beteiligten Disziplinen ihren eigenen fachwissenschaftlichen Zugang zu (gesundheitsbezogenen) Problemen, in der Zusammenarbeit mit den anderen Fächern ergeben sich aber neue Perspektiven, die zum interdisziplinären Verständigungsprozess im Fach Public Health/Gesundheitswissenschaften beitragen. Dabei nimmt Public Health/Gesundheitswissenschaften nicht in erster Linie einzelne Individuen in den Blick (wie etwa Psychologie oder Medizin dies tun), sondern konzentriert sich vor allem auf Bevölkerungsgruppen bzw. auf das Gesundheitssystem. Es geht um die Erfassung der Verteilung von Gesundheitszuständen, von Risiken und Ressourcen in der Bevölkerung, um das Gewicht unterschiedlicher Einflussfaktoren und schließlich um die Erarbeitung konkreter Beiträge zur Lösung gesundheitlicher Probleme in der Bevölkerung. In diesem Sinne ist Public Health/Gesundheitswissenschaften ein gleichermaßen multidisziplinäres wie anwendungsorientiertes Fach, das sich der Erforschung, Analyse und Lösung gesundheitlicher Probleme der Bevölkerung als ganzer oder einzelner Bevölkerungsgruppen widmet.

Studium

Ziele des BA Public Health/Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen

Warum werden Menschen krank und andere nicht? Wie und warum unterscheidet sich der Gesundheitszustand unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen? Wie können Krankheiten verhindert und Gesundheit gefördert werden? Müssen unsere Krankenkassenbeiträge immer weiter steigen? Und wie sieht dies in anderen Ländern aus? Diese und ähnliche Fragen sind Gegenstand von Public Health bzw. der Gesundheitswissenschaften. Zentrales Ziel des Bachelor-Programms Public Health/Gesundheitswissenschaften an der Universität Bremen ist es, eine wissenschaftlich fundierte und zugleich berufspraktische Ausbildungsstruktur anzubieten, in der die Studierenden für unterschiedliche Berufsfelder im Gesundheitswesen qualifiziert werden. Um dabei den aktuellen und zukünftigen Anforderun-gen gerecht zu werden, werden die Veränderungsprozesse der gesundheitlichen sowie sozi-alen Lebenslagen ebenso behandelt wie die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen und Entwicklungen in den gesundheitlichen und sozialen Sicherungs- und Versorgungssystemen. Wie alle Bachelor-Studiengänge muss auch der BA Public Health/Gesundheitswissen-schaften dabei zwei übergeordneten Zielen gerecht werden: Zum einen dient er als Grundlage für weiterführende Masterstudiengänge, zum anderen der wissenschaftlichen Vorbereitung der Studierenden auf die Berufspraxis. Die AbsolventInnen des BA Public Health/Gesundheitswissenschaften sind in der Lage, vor dem Hintergrund theoretischer und methodischer Kenntnisse a) Berufsfelder zu erschließen, b) Problemlagen zu analysieren, c) angemessene Konzepte zu entwickeln, zu implementieren und zu evaluieren sowie d) Strukturen professionellen Handelns reflexiv zu erfassen. Um die wissenschaftlichen Qualifikationen mit den Anforderungen der Berufspraxis zu einem sinnvollen Ausbildungskonzept zu verbinden, sind die drei Studienjahre des sechssemestrigen BA-Studiums inhaltlich folgendermaßen gegliedert:

1. Studienjahr: Vermittlung wissenschaftlicher Grundlagen:

Im ersten Studienjahr werden grundlegende Themen, Konzepte und Paradigmen des Faches Public Health/Gesundheitswissenschaften vermittelt. Dabei fokussiert das erste Studienjahr insbesondere die verschiedenen Theorien von Gesundheit und Krankheit sowie die wissenschaftlichen Grundlagen der beteiligten Bezugsdisziplinen.

Nach dem ersten Studienjahr verfügen die Studierenden über:

• theoretische Grundlagen der Public Health bezogenen Disziplinen z.B. Medizin, Epidemiologie, Ökonomie, Psychologie und Soziologie, und können praktische und anwendungsnahe Fragestellungen in wissenschaftlicher Art und Weise bearbeiten;

• Kenntnisse der historischen und gegenwärtigen sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen und Zusammenhänge des Berufsfeldes Gesundheit sowie der Institutionen und Organisationen des Gesundheitswesens in Deutschland, so dass diese bei der Entwicklung, Anwendung und Gestaltung professioneller Methoden eingebracht und Entscheidungen durch die Studierenden bewusst und verantwortlich getroffen werden können;

• die Fähigkeit, Fragestellungen aus Anwendungsgebieten des multidisziplinären Bereichs Public Health/Gesundheitswissenschaften wissenschaftlich so aufzunehmen, dass spezifische und interprofessionelle Konzepte entwickelt und bewertet werden können.

2. Studienjahr: Vermittlung von (Handlungs)methoden, Konzepten und Theoremen der Gesundheitsökonomie, des Gesundheitsmanagements sowie der Gesundheitsförderung und Prävention

Um eine berufsfeldorientierte Qualifizierung der Studierenden zu ermöglichen, spezialisieren sich die Studierenden im zweiten Studienjahr in den beiden Studienschwerpunkten a) Gesundheitsökonomie & Gesundheitsmanagement sowie b) Gesundheitsförderung & Prävention. Wichtige Themenfelder des Studiums sind dabei z.B. die Gestaltung und Bewertung un-terschiedlicher Organisations- und Versorgungskonzepte sowie die Konzeptionierung, Implementierung und Evaluation von Versorgungskonzepten, insbesondere Maßnahmen der zielgruppenorientierten Prävention und Gesundheitsförderung. Die Studierenden eignen sich im Verlauf des zweiten Studienjahres unterschiedliche (berufsfeldspezifische) Methoden an. Sie

• können spezifische berufsfeldbezogene Strategien und Konzepte (in den Bereichen Gesundheitsökonomie, Gesundheitsmanagement, Prävention und Gesundheitsförderung) im Kontext des gesundheitlichen Sicherungs- und Versorgungssystems anwenden und bewerten.

• verfügen über Kenntnisse Public Health-relevanter Handlungsmethoden und berufsspezi-fischer Kompetenzen, wie z.B. Qualitätssicherung, Evidenzbasierung, (gesundheitsöko-nomische) Evaluation, Gesundheitsberichterstattung, Controlling, Case- & Care-Management, zielgruppendifferenzierte und setting-orientierte Prävention und Gesund-heitsförderung, gesundheitliche Bildung und Beratungsmethoden.

3. Studienjahr: Aneignung berufsfeldspezifischer Kenntnisse durch ein Praxissemester

Die begonnene berufsfeldspezifische Spezialisierung wird durch ein Praxissemester und eine ggf. darauf aufbauende Bachelor-Abschlussarbeit abgerundet. Mit dem Praktikum vermittelt der Studiengang zwischen den Bedarfen der Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens und der universitären Ausbildungsstruktur und erleichtert auf diese Weise den Einstieg der Studierenden in die Arbeitswelt. Die Studierenden:

• erwerben Kenntnisse in einem konkreten Berufsfeld sowie der damit verbundenen spezifisch-institutionellen Arbeitsaufgaben und -strukturen;

• erlernen spezifische berufsfeldrelevante Handlungskompetenzen und transferieren bisher gelernte Methoden und Konzepte in die institutionelle Praxis;

• reflektieren konkrete berufliche Erfahrungen vor dem Hintergrund des im Studium erworbenen wissenschaftlichen Wissens (dies wird u.a. durch die universitäre Begleitung des Praxissemesters sicher gestellt);

• erstellen eine wissenschaftliche BA-Arbeit, in der sie nachweisen, dass sie eigenständig eine wissenschaftliche Fragestellung entwickeln, die entsprechende Literatur recherchieren, die Fragestellung angemessen wissenschaftlich bearbeiten und ihre Ergebnisse im Kontext der Multidisziplin Public Health/Gesundheitswissenschaften einordnen und kritisch reflektieren können.

Forschung

Seit 2005 werden die gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Forschungsaktivitäten des Fachbereichs im Institut für Public Health und Pflegeforschung - IPP gebündelt.

Die Forschungsschwerpunkte im IPP sind:

 

Informationen zum IPP finden Sie hier.

Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Forschungsprojekte zu Public Health-Themen im Fachbereich durchgeführt, insbesondere zur biografischen Verarbeitung chronischer Krankheiten, zur Rehabilitationsforschung und zum Themenbereich Arbeit, Arbeitslosigkeit und Gesundheit. Informationen zu diesen Projekten finden bei den Steckbriefen der Lehrenden im Studiengang.