Internationalisierung Diversität

Strategie des FB2

Der Fachbereich 2 Biologie/Chemie ist sich im Klaren darüber, sich nicht auf allen Themengebieten von Diversität platzieren zu können. Wir setzen darauf, Akzente dort zu setzen, wo sie gut Probleme und Besonderheiten des Fachbereichs und der Studiengänge treffen. Innerhalb unserer stark experimentell orientierten Studiengänge im Bachelor Biologie und Chemie und in den internationalen Masterstudiengänge bemühen wir uns um angepasste individualisierte Lösungen.

Der FB2 vertritt die Ansicht, dass Transparenz und Partizipation wichtige Schlüsselelemente zur Bildungsgerechtigkeit sind. Wir bemühen uns daher besonders um Transparenz der Lern- und Kompetenzziele und binden StudierendenvertreterInnen in Gestaltungs- und Entscheidungsprozesse ein.

Austausch, Mobilität und Anerkennungen

Um Mobilität, Wechsel und Quereinstiege zu vereinfachen und besser zu begleiten, hat der FB für die Bachelor-Studiengänge die Anerkennungsverfahren konsequent auf die Erfordernisse der Lissabon-Konvention umgestellt. Anerkennungen erfolgen nun in enger Beratung mit den Antragsteller_innen und nach dem Prinzip des „wesentlichen Unterschieds“.

Studienaustausche (sowohl unserer Outgoings als auch der "incoming students") mit ausländischen Partneruniversitäten werden intensiv beraten und gefördert. Der FB 2 unterhält zahlreiche ERASMUS-Partnerschaften. Im Bachelor Biologie und in den meisten unserer Masterstudiengänge sind Mobilitätsfenster in der Studienstruktur verankert.

Der Studiengang Bachelor Chemie plant einen Dual Degree mit der ECPM Straßbourg.

Internationale Master

Der Fachbereich 2 bietet sechs internationale Master (in englischer Sprache) an: Biochemistry and Molecular Biology (BMB), Ecology, International Studies in Aquatic Tropical Ecology (ISATEC) in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie, Marine Biology, Marine Microbiology (MarMic) in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie und Neurosciences unter Beteiligung der FB 1 und 11.

Internationale Umgebung

Die Umgangssprache in den meisten Arbeitsgruppen ist aufgrund der ausländischen MitarbeiterInnen englisch. Auch die Studierenden in unseren deutschsprachigen Bachelorprogrammen lernen durch das Profilstudium und die Bachelorarbeit in den Arbeitsgruppen in internationaler Umgebung.

Unterstützung in der Studieneingangsphase

Im Bachelor ist das Modul „Rechenmethoden für Naturwissenschaftler“ (Mathematik) für viele Studierende eine erhebliche Hürde, die Diversität der Vorausetzungen ist groß. Das Modul ist quasi ein den Studienerfolg entscheidender Faktor. Der Fachbereich bietet daher ein studentisch geführtes Tutorium Mathematik an. Die Teilnahme ist freiwillig und wird nicht mit CP vergütet. Es nehmen vor allem Studierende teil, die bereits mindestens einmal durch die Prüfung gefallen sind.

Das Tutorium wird ganzjährig unabhängig vom Modul „Rechenmethoden“ angeboten und baut Mathematikkenntnisse beginnend von allgemeinen Grundlagen auf. Die TeilnehmerInnen werden auf ihrem Niveau "abgeholt“. Das dadurch entstehende Vertrauen ermöglicht den TeilnehmerInnen, ihren eigenen Kenntnisstand realistisch einzuordnen und den Zugang zur Mathematik zu finden.

Familienfreundliches Studium

Der Fachbereich Biologie/Chemie unterstützt ausdrücklich die Bemühungen der Universität, Studium und Arbeitsplätze an der Universität familiengerecht zu gestalten.

Wir respektieren die Bedeutung von Familie und die besondere Situation, die Belastungen und zeitlichen Einschränkungen von Studierenden und MitarbeiterInnen mit familiären Verpflichtungen.

Wir unterstützen Studierende am FB 2 im Rahmen unserer Möglichkeiten, Studium und familiäre Aufgaben vereinbaren zu können.

Interessensausrichtungen fördern

Der FB 2 stellt den Studiengang Biologie (Vollfach und Lehramtsoption) auf  „Forschendes Lernen“ als Studiengangsprofil um. Im Rahmen dieses Projektes spielt die Förderung der Diversität und Ausrichtung der Studierenden entsprechend ihren Fähigkeiten eine große Rolle.

Im Bachelor Biologie ist außerdem durch die Profilbildung im 3. Studienjahr eine besondere Möglichkeit für die Studierenden, ihre eigene Ausrichtung zu finden und zu vertiefen. Im Bachelor Chemie ist ein Profil Biochemie für das 3. Studienjahr geplant.

Die Chemiedidaktik führt ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes innovatives Schülerlabor­projekt durch, das das Thema „Nachhaltigkeit in der Chemie“ speziell Schülern und Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund nahe bringen möchte.

Benachteiligungen ausgleichen

Gruppen, die aufgrund ihrer „Merkmale“ benachteiligt sind, sind z.B. chronisch Kranke, Ausländer_innen, Alleinerziehende oder Personen, die zwei oder mehr dieser Merkmale haben. Das Beratungsangebot wird bereits in der Studieneingangsphase verstärkt beworben. Unsere Mitarbeiter_innen in den Verwaltungen sind zum Thema Diversity geschult.