
Nach dem erfolgreichen Abschneiden in der ersten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern hat die Universität Bremen nun in der zweiten Programmrunde einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Exzellenzuniversität geschafft: Das von ihr eingereichte gesamtuniversitäre Zukunftskonzept „Ambitioniert und agil“ war in der Vorrunde erfolgreich.
Damit hat die Universität Bremen als einzige aus Nordwestdeutschland die Chance, den Titel einer Exzellenzuniversität zu erringen. Sie gehört, neben den in der ersten Runde der Exzellenzinitiative 2006 als Exzellenzuniversität ausgezeichneten neun Universitäten, zu der Gruppe von sieben Universitäten, die in der zweiten Runde einen gesamtuniversitären Vollantrag, das sogenannte 'Zukunftskonzept' einreichen können. Damit gehört die Universität Bremen schon jetzt zu den besten Universitäten in Deutschland.
Die bereits in der ersten Projektphase bewilligten Exzellenzeinrichtungen der Universität – die sozialwissenschaftliche Graduiertenschule BIGSSS und das Cluster MARUM – The Ocean in the Earth System – stehen automatisch wieder in der Endrunde und bewerben sich um eine Fortsetzung. Die ebenfalls aus der ersten Runde stammende meereswissenschaftliche Graduiertenschule GLOMAR wird in den Clusterantrag integriert. Die beiden Fortsetzungsanträge und das gesamtuniversitäre Zukunftskonzept muss die Universität Bremen nun bis zum 1. September 2011 einreichen. In den darauffolgenden Monaten wird sie von internationalen Gutachtern geprüft. Im Juni 2012 fällt die Entscheidung.

Das Zukunftskonzept der Universität Bremen steht unter dem Motto: „Ambitioniert und agil. Zukunftskonzept für eine profilierte mittelgroße Universität“ (Ambitious and agile. Institutional Strategy for Advancing Research Strengths at a Mid-sized University).
Als Hochschule mittlerer Größe zählt die Universität Bremen zu den drittmittelstärksten Universitäten Deutschlands. Ihre Erfolge sind auf ihre Anstrengungen zurückzuführen, sich immer wieder an den aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen auszurichten und Forschungsfragen interdisziplinär anzugehen. Experimentierfreude, Flexibilität, Kooperationsbereitschaft und der ganz persönlich motivierte hohe Einsatz ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, ihrer Studierenden sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören zu ihrer Kultur.
Durch die Festlegung von sechs Wissenschaftsschwerpunkten ist die Voraussetzung geschaffen, in Profilbereichen dauerhaft nationale und internationale Spitzenforschung zu etablieren. Die Universität Bremen verliert dabei jedoch nicht den Blick für neue Entwicklungen. Sie schafft Freiräume für wissenschaftliche Neugier, um drängende Forschungsfragen der Zeit zu beantworten. Auf einem Campus für junge Talente finden hervorragende Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt einen kreativen Ort, an dem ihre wissenschaftliche Karriere durch intellektuelle Offenheit, kritische Reflexion und interdisziplinäre Kommunikation gefördert wird.