Über die Exzellenzinitiative

Was ist die Exzellenzinitiative?

Die Exzellenzinitiative ist ein Wettbewerb von Bund und der Ländern, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat organisiert wird. Sie hat zum Ziel, herausragende Forschungsprojekte und -einrichtungen an den deutschen Universitäten sowie Universitäten als Ganzes zu fördern. Auf diese Weise soll die Spitzenforschung gestärkt und der Wissenschaftsstandort Deutschland international sichtbar gemacht werden.

Der Wettbewerb gliedert sich in die drei Förderlinien 'Graduiertenschulen', 'Exzellenzcluster' und 'Zukunftskonzepte'. Er fand zum ersten Mal 2006 statt. 2010 begann die zweite Runde und der Wettbewerb von neuem. Das Verfahren – in der ersten wie in der zweiten Runde – gliedert sich in eine Vor- und eine Endrunde auf. In der Vorrunde haben die Universitäten Antragsskizzen eingereicht, die von Expertenkommissionen bewertet wurden. Mit Beginn der nun laufenden Endrunde wurden wenige Antragsteller aufgefordert, einen umfangreichen Vollantrag zu stellen. Dieser wird erneut bewertet. Die Expertenbewertung geht einher mit Vor-Ort-Begutachtungen. Insgesamt haben sieben Universitäten – darunter auch die Universität Bremen – in zweiten Runde der Exzellenzinitiative die Endrunde in allen drei Förderlinien erreicht. Sie bewerben sich nun mit den bereits in der ersten Runde 2006 geförderten neun Universitäten um den Titel 'Exzellenzuniversität'. Die Entscheidung wird im Juni 2012 bekanntgegeben.

Die drei Förderlinien

Graduiertenschulen

Die Graduiertenschule ist eine besondere Form der Doktorandenausbildung. Kennzeichnend ist, dass hoch qualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden in einem exzellenten Forschungsumfeld arbeiten. Graduiertenschulen sollen die Förderung von wissenschaftlichem Nachwuchs und die Profilierung von Forschung verbinden und verbessern. Angesiedelt in einem breiten Wissensgebiet, basierend auf innovativen Fragestellungen, sollen optimale Promotionsbedingungen geschaffen werden. Das Forschungsumfeld, die Arbeitsbedingungen wie auch die persönliche Identifizierung der Promovendinnen und Promovenden mit dem jeweiligen Standort sollen so zur Herausbildung international wettbewerbsfähiger Wissenschaftsstandorte beitragen.

Graduiertenschulen werden fünf Jahre gefördert. Sie erhalten pro Jahr zwischen 1 und 2,5 Millionen Euro.

Exzellenzcluster

Exzellenzcluster sind die „Leuchttürme“ der Forschung. Durch wissenschaftliche Vernetzung und internationale Kooperation sorgen sie in besonders zukunftsrelevanten Forschungsfeldern für nachhaltigen Wissenszuwachs. Sie bündeln das Forschungspotenzial an Universitätsstandorten und stärken die internationale Sichtbarkeit und Konkurrenzfähigkeit von Forschung und Universitäten in Deutschland. Exzellenzcluster beteiligen dabei meißt auch außeruniversitäre Forschungsinstitute und Industriepartner. Für die Universitäten sind sie ein wichtiger Baustein der strategischen Planung und thematischen Prioritätensetzung.

Exzellenzcluster werden für fünf Jahre gefördert. Jeder Cluster erhält dabei jährlich bis zu 8 Millionen Euro an Förderung.

Zukunftskonzepte

Die Universitäten als Ganzes zu stärken, ihre internationale Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit zu stützen, ist Ziel der Förderlinie 'Zukunftskonzepte'. In dieser Linie sind die Universitäten aufgefordert, eine langfristige, gesamtuniversitäre Strategie zu entwickeln, wie sie Spitzenforschung und Nachwuchsförderung konsequent ausbauen und verbessern werden. Bereits vorhandene besondere Stärken sollen identifiziert, weiter ausgebaut und überzeugend in die strategische Entwicklung der Universität eingegliedert werden. Um in dieser Linie gefördert zu werden, müssen die Universitäten auch in den beiden anderen Förderlinien 'Graduiertenschulen' und 'Exzellenzcluster' erfolgreich sein und zudem eine glaubhafte und gleichzeitig herausragende Zukunftsvision entwickeln. In der ersten Runde der Exzellenzinitiative wurden neun der über 100 Universitäten in Deutschland ausgezeichnet. In der zweiten Runde stehen neben diesen neun, die berechtigt sind Fortsetzungsanträge zu stellen, sieben weitere Universitäten im Finale. Die Universität Bremen gehört als einzige nordwestdeutsche Universität dazu.

Abhängig von dem entwickelten Konzept erhalten die in dieser Linie erfolgreichen Universitäten fünf Jahre lang pro Jahr rund 10 Millionen Euro an Förderung. Zudem ist mit dieser Förderline ein hohes Maß an Prestige verbunden. Erfolgreiche Universitäten gelten als 'Exzellenzuniversitäten'.