Förderung der DFG

Bild Marum

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Ihre Kernaufgabe ist die wettbewerbliche Auswahl der besten Forschungsvorhaben von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungsinstituten und deren Finanzierung. Alle Anträge werden von ehrenamtlich tätigen Gutachterinnen und Gutachtern nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien beurteilt.

Die DFG fördert sowohl die Einzelforschung im sogenannten Normalverfahren, in besonderer Weise den wissenschaftlichen Nachwuchs, aber auch die Verbundforschung in koordinierten Programmen. Die wichtigsten DFG-finanzierten Forschungsverbünde an der Universität Bremen sind im folgenden dargestellt.

 

DFG-Forschungszentren

Das MARUM entschlüsselt mit modernsten Methoden und eingebunden in internationale Projekte die Rolle des Ozeans im System Erde – insbesondere im Hinblick auf den globalen Wandel. Es erfasst die Wechselwirkungen zwischen geologischen und biologischen Prozessen im Meer und liefert Beiträge für eine nachhaltige Nutzung der Ozeane. Das MARUM umfasst das DFG-Forschungszentrum und den Exzellenzcluster "Der Ozean im System Erde". Zur Website

DFG-Sonderforschungsbereiche (SFB)

SFB 570: Distortion Engineering – Verzugsbeherrschung in der Fertigung

Im SFB 570 werden die eigentlichen Ursachen für den bei der Wärmebehandlung von Stahlbauteilen auftretenden Verzug systematisch erforscht. Dafür werden drei ausgewählte Modellbauteile, nämlich Lagerring, Welle und Zahnrad, in ihren zugehörigen Fertigungsketten untersucht. Zur Website

SFB 597: Staatlichkeit im Wandel

Gemeinsamer Gegenstand der Forschungsarbeit ist die Frage, ob und in welcher Weise sich der klassische Nationalstaat in den letzten 30 Jahren unter dem Druck von Globalisierung oder Liberalisierung verändert hat. Getragen von der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen, liegt der Forschungsschwerpunkt im politikwissenschaftlichen Bereich, interdisziplinär kombiniert mit rechtswissenschaftlichen, soziologischen und wirtschaftswissenschaftlichen Perspektiven. Zur Website

SFB 747: Mikrokaltumformen – Prozesse, Charakterisierung, Optimierung

Das zentrale Anliegen dieses Sonderforschungsbereiches ist die Bereitstellung von Prozessen und Methoden für die umformtechnische Herstellung metallischer Mikrokomponenten, wobei die für den Umformprozess von der Werkstoffentwicklung bis hin zur Bauteilprüfung wesentlichen Aspekte einbezogen werden sollen. Das Forschungsprogramm stellt den Sonderforschungsbereich auf eine breite Basis von der Werkstoffentwicklung über die Prozesse und deren Optimierung bis hin zu planerischen Aspekten der mikroumformtechnischen Fertigung. Zur Website

SFB 637: Selbststeuerung logistischer Prozesse - Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen

Ziel des SFB ist die systematische und breit angelegte Erforschung und Nutzbarmachung der Selbststeuerung als ein neues Paradigma für logistische Prozesse. Der Begriff "Selbststeuerung" umfasst dabei Konzepte sowohl aus der Managementlehre wie auch den Ingenieurwissenschaften. Nach der Entwicklung eines theoretischen Rahmens für die Modellierung selbststeuernder logistischer Prozesse geht es um die Schaffung von Methoden und Werkzeugen für effiziente, dynamische Steuerungsverfahren sowie ihre Kommunikation und Koordination. Schließlich werden die Auswirkungen auf Logistiksysteme und deren Weiterentwicklung durch veränderte Steuerungsmethoden und -prozesse untersucht. Zur Website

Transregio-SFBs (TR)

TR 4: Prozessketten zur Replikation komplexer Optikkomponenten

Dieser transregionale Sonderforschungsbereich an der Universität Bremen, der RWTH Aachen und der Oklahoma State University in Stillwater, USA, widmet sich der Entwicklung wissen­schaftlicher Grundlagen zur kostengünstigen Herstellung von optischen Bauelementen mit komplexen Geometrien. Zur Website

TR 8: Raumkognition - Schließen, Handeln, Interagieren

Der Sonderforschungsbereich/Transregio an der Universität Bremen und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg hat am 1. Januar 2003 seine Arbeit aufgenommen. Im SFB/TR 8 werden kognitive Agenten in räumlichen Umgebungen untersucht. Dabei ist eines der Hauptthemen das Assistieren beim Lösen räumlicher Aufgaben, wie z.B. dem räumlichen Schlussfolgern, dem Navigieren und dem Verstehen von Handlungen im Raum. Darüber hinaus wird die Kommunikation über räumliche Umgebungen im Zusammenhang mit Assistenzaufgaben untersucht. Zur Website

Frühere Sonderforschungsbereiche

SFB 186: Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf: Institutionelle Steuerung und individuelle Handlungsstrategien (1988-2001)

SFB 261: Der Südatlantik im Spätquartär: Rekonstruktion von Stoffhaushalt und Stromsystemen (1989-2001)

SFB 372: Sprühkompaktieren (1994-2004); anschließend fortgesetzt in TFB 58: Transferbereich Supreme Materials: Sprühkompaktierte Materialien in der Anwendung (2005-2008)

SFB 517: Neuronale Grundlagen kognitiver Leistungen – Neurokognition (1996-2004), gemeinsam mit der Universität Oldenburg

DFG-Schwerpunktprogramme (SPP)

SPP 1161: Beziehungs- und Familienpanel

Das Beziehungs- und Familienpanel (pairfam – „Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics“) ist eine repräsentative, multidisziplinäre Längsschnittstudie zur Erforschung der partnerschaftlichen und familialen Lebensformen in der Bundesrepublik Deutschland. Über einen Zeitraum von 14 Jahren werden in jährlichem Abstand ausführliche Interviews mit bundesweit zufällig ausgewählten Ankerpersonen durchgeführt. Zur Website

SPP 1243: Quantum transport at the molecular scale

Molekularelektronik - also Mikroelektronik, bei der die einzelnen Bauelemente atomare Wechselwirkungen in Molekülen ausnutzen - wird gemeinhin als der chancenreichste Kandidat für die Nachfolge silikonbasierter Technologien gesehen. Das Schwerpunktprogramm widmet sich einer bislang unzureichend geklärten Grundvoraussetzung für die Ausnutzung dieser Technologien, nämlich der Frage, wie elektrischer Strom überhaupt innerhalb eines Moleküls fließt. Zur Website

SPP 1266: Integrierte Analyse zwischeneiszeitlicher Klimadynamik (Interdynamik)

Beim Schwerpunktprogramm "Integrierte Analyse zwischeneiszeitlicher Klimadynamik" stehen quantitative Untersuchungen des Paläoklimas im Vordergrund. Das Forschungsziel des Programms ist ein erweitertes Verständnis von Klimadynamiken, um so zu einer Verbessung zukünftiger Klimaprognosen beizutragen. Hierzu werden verschiedene Klimaarchive (terrestrische, marine und Eisbohrkerne) nicht isoliert, sondern miteinander verknüpft ausgewertet. Zur Website

SPP 1292: Survey Methodology

Das Schwerpunktprogramm "Survey Methodology", dessen zweite Programmphase im Frührjahr 2010 angelaufen ist, untersucht Umfragen als eine zentrale Methode der empirischen Sozialforschung. Trotz ihrer weiten Verbreitung sind Surveys - wie andere wissenschaftliche Methoden auch - nicht fehlerfrei. Das Ziel des Schwerpunktprogramms ist es, die Methode der Befragung weiterzuentwickeln und ihre Fehleranfälligkeit zu verringern. Zur Websitehttp://www.survey-methodology.de/de/index.html

SPP 1423: Prozess-Spray: Herstellen funktionaler Feststoffpartikeln in Sprühverfahren

Im Rahmen des Schwerpunktprogramms "Prozess-Spray" werden Sprühverfahren für Feststoffe untersucht. Im Vordergrund stehen hierbei nicht nur die Anforderungen, die ein Pulver erfüllen muss, sondern die Entwicklung geeigneter Ausbringungsmethoden. Die entwickelten prozessintegrierten Zerstäubungsverfahren sollen dann zur Anwendung gebracht werden. Zur Website

SPP 1505: Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel

Im Vordergrund des Schwerpunktprogramms "Mediatisierte Welten: Kommunikation im medialen und gesellschaftlichen Wandel" steht Mediatisierung, verstanden als die zunehmende Prägung von Gesellschaft und Kultur durch Medienkommunikation. Die gesellschaftlichen Praktiken in verschiedenen Handlungsfeldern wie Öffentlichkeit und Politik, aber auch im gesellschaftlichen Alltag, sind untrennbar mit Medien verknüpft. Die Konsequenzen dieser Mediatisierung für das Zusammenleben der Menschen zu untersuchen, ist das zentrale Ziel des Programms. Zur Website

DFG-Forschergruppen

Forschergruppe 1224: Bauweisen für CFK-Aluminium-Übergangsstrukturen im Leichtbau

Die seit 2010 geförderte Forschergruppe "Bauweisen für CFK-Aluminium-Übergangsstrukturen im Leichtbau" untersucht neue Möglichkeiten, Werkstoffe aus Aluminium und Kohlenstofffasern zu verbinden. Dies ist insbesondere im Leichtbau von großer Bedeutung, etwa für den Bau von Flugzeugen. Zur Website

DFG-Emmy-Noether-Gruppen

An der Universität Bremen werden derzeit sechs Emmy-Noether-Nachwuchsgruppen durch die DFG gefördert.

DFG-Graduiertenkollegs

Ein nationales und drei internationale Graduiertenkollegs werden zurzeit an der Universität Bremen durch die DFG gefördert.

Die Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS), die Bremen International Graduate School for Marine Sciences (GLOMAR) und das Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) werden in Exzellenzinitiative dargestellt.