Junge Talente

Doktorandenkolleg
© Universität Bremen / Universität Bremen

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein vorrangiges Ziel der Universität Bremen. Daher bietet die Universität Promovierenden und Post-Docs ein breites Angebot an Unterstützungsleistungen. Hierzu gehört das 2010 geschaffene Promotionszentrum ProUB, das mit seinen Beratungs-, Vernetzungs- und überfachlichen Qualifizierungsangeboten alle Doktorandinnen und Doktoranden der Universität Bremen unterstützt. Zudem bietet eine Vielzahl von strukturierten Promotionsprogrammen an der Universität und in Kooperation mit außeruniversitären Forschungsinstituten  Promovierenden erstklassige Forschungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. 

Post-Docs sind in einer besonders kreativen Phase ihrer wissenschaftlichen Karriere, liefern innovative Forschungsbeiträge und anerkannte Publikationen, bauen internationale Kooperations-netzwerke auf und schaffen neue drittmittelfinanzierte Arbeitsgruppen. Die Universität Bremen möchte ihre Post-Docs während dieser wichtigen Schaffenszeit besonders unterstützen. Dementsprechend bemüht sich die Universität seit langem, attraktive Karrierewege für Post-Docs anzubieten: Seit gut 20 Jahren werden Post-Doc-Stellen durch die eigene Zentrale Forschungsförderung der Universität finanziert. 

Die besondere Bedeutung des wissenschaftlichen Nachwuchses zeigt sich auch anhand neuer Personalkategorien wie JuniorprofessorIn oder UniversitätslektorIn:

Juniorprofessuren: die „Bremer Perspektive“

Die Universität hat 2001 als erste deutsche Universität zur Nachwuchsförderung einen kompetitiven Tenure-Track für Juniorprofessuren eingeführt. Diese „Bremer Perspektive“ bietet JuniorprofessorInnen die Möglichkeit, sich innerhalb von sechs Jahren im Wettbewerb mit Externen chancenreich auf eine Dauerstelle zu bewerben. Die Bremer Juniorprofessur bietet Mitarbeiterausstattung, Forschungssemester und ein verringertes Lehrdeputat. Vorzeitige Rufe anderer Universitäten an mehr als die Hälfte der bisher 43 Bremer JuniorprofessorInnen zeigen, dass sich die „Bremer Perspektive“ als erfolgreicher Karriereweg bewährt hat. Liegt ein externer Ruf vor, verhandelt die Universität auch schon vorzeitig über eine Lebenszeitprofessur und hält so den besten Nachwuchs. Sie hat sich mit einem Anteil von 40 Prozent Juniorprofessorinnen als außerordentlich geeignet zur Gewinnung von Frauen erwiesen. 

Als UniversitätslektorInnen können promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler prinzipiell auf dreierlei Weise tätig sein: als nicht-professorale VertreterInnen von Fachgebieten sowie als WissenschaftlerInnen in Bereichen mit einem strukturellen längerfristigen Lehrbedarf oder in Gebieten mit kurzfristig hoher Lehrnachfrage.

Nachwuchsgruppenleitungen 

Ein weiteres Beispiel für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist die Stärkung der Position von selbständigen NachwuchsgruppenleiterInnen. Mit der 2010 in Kraft getretenen Novelle des Landeshochschulgesetzes kann die Universität Leitungen von Emmy-Noether-Gruppen, aber auch von kooperierenden Gruppen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die Dauer ihrer Tätigkeit den akademischen Titel „Professor“ und die Rechte eines Hochschullehrers verleihen. So können NachwuchswissenschaflterInnen nicht nur eigenständig forschen, sondern auch Masterarbeiten und Promotionsprojekte betreuen. Nachwuchsgruppenleitungen sind ein Karrierepfad, den die Universität neben der Juniorprofessur verstärkt anbieten will: ohne Tenure-Option, dafür mit sehr geringem Lehrdeputat und mehreren MitarbeiterInnen zum Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe.