Ein zentrales Merkmal der Bremer Forschung ist die interdiziplinäre Zusammenarbeit. Innerhalb der Universität findet diese in erster Linie in den fachbereichsübergreifenden Wissenschaftsschwerpunkten statt. Darüber hinaus arbeiten Wissenschaftler der Universität jedoch in zahlreichen Projekten mit Instituten der Spitzenforschung auf dem Campus und im Land Bremen zusammen. Grundlage sind die Kooperationsverträge zwischen der Universität und diesen Einrichtungen. Auf ihrer Basis haben sich intensive Kooperationen und Verflechtungen zwischen herausragenden Forscherinnen und Forschern der Universität Bremen und den exzellenten außeruniversitären Instituten entwickelt. So lehren die dortigen 30 Direktoren und Abteilungsleiter als Kooperationsprofessoren an der Universität und forschen gemeinsam in einem Exzellenzcluster und mehreren Sonderforschungsbereichen. Sie engagieren sich in der Lehre und betreuen selbständig Master- und Doktorarbeiten.
Allein seit 2007 konnte die Anzahl der Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft im Land Bremen von vier auf acht erhöht werden. Ebenfalls eine Neuansiedlung ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI Bremen). Das Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) ist assoziiertes Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Diese Einrichtungen der Spitzenforschung werden überwiegend vom Bund finanziert. Hinzu kommen weitere bremisch finanzierte Forschungseinrichtungen und die von der Kultusministerkonferenz finanzierte Forschungsstelle Osteuropa.
Forschungsinstitute in (überwiegender) Bundesfinanzierung:
Bremische Forschungsinstitute:
Weitere An-Institute der Universität:
Auch die Forschungskooperation zwischen den Universitäten hat im Nordwesten Tradition. So blicken die Universitäten Bremen und Oldenburg bereits auf einen gemeinsamen Sonderforschungsbereich Neurokognition zurück - ihre Kooperation ist seit Jahren in einem umfassenen Kooperationsvertrag der Universitäten geregelt. Die Universität Bremen und die Jacobs University kooperieren seit einiger Zeit in zwei Master-Studiengängen und in der Doktorandenausbildung in der gemeinsamen Exzellenz-Graduiertenschule BIGSSS, an der auch Oldenburger Wissenschaftler lehren.
In der Meeresforschung, der Informatik, der Windenergieforschung und den Sozialwissenschaften sind Plattformen etabliert, die der gemeinsamen Forschung zum wechselseitigen Nutzen eine dauerhafte Grundlage geben. Vertiefte Kooperationen mit den benachbarten Universitäten – neben der Jacobs University Bremen und der Universität Oldenburg auch Universitäten im größeren Umkreis wie Hamburg und Groningen – stärken auch diejenigen Disziplinen in Lehre und Forschung, die allein nicht über die kritische Masse verfügen.
Eine Erfolgsgeschichte der regionalen Kooperation ist das Hanse-Wissenschaftskolleg, das bereits 1997 als Stiftung der Länder Niedersachsen und Bremen gegründet wurde. Dieses "Institute for Advanced Studies" dient mit seinen internationalen Fellows insbesondere der weltweiten Vernetzung. Zur Website
2009 wurde zudem die NOWETAS-Stiftung der Universität Bremen, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Jacobs University Bremen sowie des HWK gegründet. NOWETAS fördert – auch mit großzügiger Unterstützung regionaler Partner – Kooperationsprojekte in Potentialbereichen und stimmt Strukturplanungen ab, um die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte zu sichern. Zur Website