Kooperationen

Ein zentrales Merkmal der Bremer Forschung ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Innerhalb der Universität findet diese in erster Linie in den fachbereichsübergreifenden Wissenschaftsschwerpunkten statt. 

Darüber hinaus arbeiten Wissenschaftler der Universität in zahlreichen Projekten mit Instituten der Spitzenforschung auf dem Campus und im Land Bremen zusammen. Grundlage sind die Kooperationsverträge zwischen der Universität und diesen Einrichtungen. Auf ihrer Basis haben sich intensive Kooperationen und Verflechtungen zwischen herausragenden Forscherinnen und Forschern der Universität Bremen und den exzellenten außeruniversitären Instituten entwickelt. So lehren die dortigen Kooperationsprofessoren an der Universität und forschen gemeinsam in einem Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereichen. Sie betreuen selbständig Master- und Doktorarbeiten.

Allein seit 2007 konnte die Anzahl der Institute der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft im Land Bremen von vier auf acht erhöht werden. Ebenfalls eine Neuansiedlung ist das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI-Labor Bremen). Das Institut für Epidemiologie und Präventionsforschung (BIPS) ist assoziiertes Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL). Diese Einrichtungen der Spitzenforschung werden überwiegend vom Bund finanziert. Hinzukommen weitere bremisch finanzierte Forschungseinrichtungen und die von der Kultusministerkonferenz und dem Land Bremen finanzierte Forschungsstelle Osteuropa.

Das Zukunftskonzept der Exzellenzinitiative von 2012 verankert die Wissenschaftsschwerpunkte in der internationalen und nationalen Spitzenforschung. Die bestehenden engen Kooperationen mit außeruniversitären Instituten und benachbarten Universitäten werden insbesondere durch die Maßnahmen M1 (Neue Governance), M2 (Brücken-Professuren) bis M3 (Kooperative Nachwuchsgruppen) gestärkt.

 

Wissenschaftliche Kooperationspartner mit vertraglicher Zusammenarbeit

  • Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) - zur Website
  • Bremer Institut für angewandte Strahltechnik GmbH (BIAS) - zur Website
  • Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH (BIBA)* - zur Website
  • Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH*: DFKI-Labor Bremen - zur Website
  • Deutsches Schiffahrtsmuseum (DSM) - Forschungsmuseum der Leibniz-Gesellschaft - zur Website
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) - zur Website
  • Faserinstitut Bremen e. V.  (FIBRE)* - zur Website
  • Forschungsstelle Osteuropa (FSO)* - zur Website
  • Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin bzw. Institute for Medical Image Computing (MeViS) - zur Website
  • Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) - zur Website
  • Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) - zur Website
  • Institut für angewandte Systemtechnik Bremen GmbH (ATB) - zur Website
  • Institut für Informationsmanagement GmbH (IFIB)* - zur Website
  • Institut für marine Ressourcen GmbH (IMARE) - zur Website
  • Institut für Raumfahrtsysteme - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. in der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) - zur Website
  • Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) - zur Website
  • Institut für Werkstofftechnik (IWT) - zur Website
  • Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie GmbH (BIPS) - zur Website
  • Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie GmbH (ZMT) - zur Website
  • Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie - zur Website
  • ZARM-Fallturm-Betriebsgesellschaft mbH (ZARM-FaB) - zur Website

* "Institut an der Universität Bremen" im Sinne von § 96 BremHG

Auch die Forschungskooperation zwischen den Universitäten hat im Nordwesten Tradition. So arbeiten die Universitäten Bremen und Oldenburg seit langem in gemeinsamen Sonderforschungsbereichen- ihre Kooperation ist seit Jahren in einem umfassenden Kooperationsvertrag der Universitäten geregelt. Zuletzt wurde im Oktober 2012 ein Zentrum für transnationale Studien der Universitäten Bremen und Oldenburg (ZenTra) eröffnet. Die Universität Bremen und die Jacobs University kooperieren seit Gründung der Jacobs University eng miteinander, insbesondere in zwei Master-Studiengängen und in der Doktorandenausbildung in der gemeinsamen Exzellenz-Graduiertenschule BIGSSS, an der auch Oldenburger Wissenschaftler lehren.

In der Meeresforschung, der Informatik, der Windenergieforschung und den Sozialwissenschaften sind mit den Forschungsinstituten und Universitäten Plattformen etabliert, die der gemeinsamen Forschung zum wechselseitigen Nutzen eine dauerhafte Grundlage geben. Vertiefte Kooperationen mit den benachbarten Universitäten – neben der Jacobs University Bremen und der Universität Oldenburg auch Universitäten im größeren Umkreis wie Hamburg und Groningen – stärken auch diejenigen Disziplinen in Lehre und Forschung, die hierfür allein nicht über die kritische Masse verfügen. Denn ein vielfältiges Lehrangebot und eine in der fachlichen Breite akzeptable und für die Einwerbung von Forschungsmitteln bei Drittmittelgebern ausreichende Ausstattung verschiedener Fächer ist nur in Kooperation mit den Nachbaruniversitäten zu erreichen.

Eine Erfolgsgeschichte der regionalen Kooperation ist das Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK), das bereits 1997 als Stiftung der Länder Niedersachsen und Bremen gegründet wurde. Dieses "Institute for Advanced Studies" dient mit seinen internationalen Fellows insbesondere der weltweiten Vernetzung. Zur Website

2009 wurde zudem die NOWETAS-Stiftung der Universität Bremen, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und der Jacobs University Bremen sowie des HWK gegründet. NOWETAS fördert – auch mit großzügiger Unterstützung regionaler Partner – Kooperationsprojekte in Potentialbereichen und stimmt Strukturplanungen ab, um die Nachhaltigkeit der geförderten Projekte zu sichern. Zur Website