Cheffrühstück 2012: Rückblick mit Fotos

Cheffrühstück 2012: Rückblick mit Fotos

International School im Zentrum des 20. Cheffrühstücks

 

Rund 160 Verantwortliche aus Unternehmen und Instituten trafen sich zum Austausch im Technologiepark Bremen

Der Technologiepark Bremen entwickelt sich rund 25 Jahre nach der Ansiedlung der ersten Unternehmen immer mehr zu einem kompletten Stadtteil mit attraktiven Angeboten für Firmen, Institute und ihre Mitarbeiter. Ein deutliches Zeichen dafür war das 20. „Cheffrühstück“, das am 27. November auf Einladung der Universität in der International School of Bremen (ISB) stattfand. Die ISB bietet seit 2011 eine hochwertige Schulbildung für Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Nationen – und das mitten auf dem Campus im Herzen des Technologieparks.

Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter unterstrich im Rahmen des Cheffrühstücks, dass die International School sehr gut zur Exzellenz-Universität passe. Er freue sich, dass die ISB sich auch gleich dem Technologiepark Uni Bremen e.V. angeschlossen habe, dem mittlerweile über 90 Unternehmen mit 6.000 Mitarbeitern angehören. Insgesamt seien hier rund 420 Unternehmen und Institute mit 9.500 Beschäftigten ansässig. „Damit ist es einer der erfolgreichsten Technologieparks an einer Universität in Deutschland, wenn nicht sogar der erfolgreichste“, so Scholz-Reiter, der dem Vorstand der Interessenvertretung angehört.

Zu den Highlights der gemeinsamen Aktivitäten zählen seiner Meinung nach das Herbstpraktikum, bei dem acht Einrichtungen insgesamt knapp 60 Jugendliche mit einem besonders attraktiven Programm für naturwissenschaftliche Karrieren begeistern, und die Ausrichtung des Wettbewerbs „Jugend forscht“. Auch das „Dual Career“-Angebot der Universität sei ein Erfolgsmodell. Dieses soll nun auf den Technologiepark übertragen werden: dabei kooperieren verschiedene Einrichtungen, wenn Fachkräfte mit ihren Lebenspartnern nach Bremen ziehen wollen und auch für diese einen geeigneten Arbeitsplatz suchen.

Mit der International School of Bremen können nun auch die Kinder der Beschäftigten direkt im Technologiepark betreut werden. ISB-Direktor Malcolm Davis hob daher beim Cheffrühstück die Nähe der Schule zu Technologiethemen hervor und verwies auf die Vorteile einer internationalen Ausbildung für die Laufbahn in Naturwissenschaften und Technik. Aber auch die gesellschaftliche Verantwortung komme bei den Schülerinnen und Schülern nicht zu kurz: Alle von ihnen seien gemeinnützig aktiv, bevor sie ihren Abschluss erhalten, erklärte Davis.

Dass auch die Forschung im Technologiepark sehr nah an den Bedürfnissen der Gesellschaft orientiert ist, zeigten zwei Kurzvorträge im Rahmen des Cheffrühstücks. Zunächst erläuterte Prof. Dr. Kathrin Mädler vom Zentrum für biomolekulare Interaktionen ihre Erkenntnisse im Bereich der Diabetes-Therapie. Anschließend zeigte Prof. Dr.-Ing. Michael Vellekoop auf, wie das Institut IMSAS die Analyse und Bearbeitung von winzigsten Flüssigkeitsmengen ermöglicht. Dies dient unter anderem der Krebszellendetektion und dem Nährstoffmonitoring im Ackerboden.

Beide Forschungseinrichtungen verbinden Erkenntnisse aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen miteinander. „Das zeigt, wie interdisziplinär im Technologiepark gearbeitet wird“, betonte der Geschäftsführer der Interessenvertretung, Dr. Martin Heinlein. Veranstaltungen wie das Cheffrühstück helfen dabei, die Brücken zwischen Fachbereichen und Unternehmen noch weiter auszubauen.