Reform der Studieneingangsphase

Forschend Studieren von Anfang an

Im ersten und zweiten Semester finden oft klassische Überblicks- und Einführungsveranstaltungen statt. Der zu bewältigende Stoff ist umfangreich und nicht selten verlieren dabei  Studierende ihre eigentliche Motivation für das Fach aus dem Blick. Die Projekte in der Säule 2 geben Lehrenden die Möglichkeit, neue innovative Lehrformate für diese Studienphase zu erproben.

Im Mittelpunkt soll dabei das forschende Studieren stehen. Durch Einblicke in die Forschung und frühen Kontakt zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern wird die Identifikation der Studierenden mit dem eigenen Studienfach gestärkt. Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, von Beginn an eigenständiger zu lernen und erste Forschungserfahrungen zu sammeln. Mit der Überarbeitung der bisherigen Konzepte können zudem auch die zunehmend heterogeneren Eingangsvorausssetzungen im Bachelorbereich stärker berücksichtigt werden. Die Umsetzung der neuen Lehrkonzepte kann mit fach- und hochschuldidaktischen Maßnahmen begleitet werden. 

Vierte Förderperiode 2015

In diesem Jahr konnten drei Projekte zur Förderung (Beginn 2. Halbjahr 2015) ausgewählt werden:

"Forschend lernen mit KinderundJugendmedien.de im Fach Deutsch des BA BIPEB (Bildungswissenschaften des Primar- und Elementarbereichs)" (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)

Das Projekt „Forschend lernen mit KinderundJugendmedien.de im Fach Deutsch des BA BiPEB“ richtet sich an Studierende für das Lehramt Grundschule im Fach Deutsch. Ziel des Projektes ist es die wissenschaftliche Auseinandersetzung der Studierenden mit Kinder- und Jugendmedienforschung zu fördern und dabei auch den Bedürfnissen einer heterogenen Studierendenschaft gerecht zu werden. Unterstützt werden die Studierenden dabei zum einen durch ein neu überarbeitetes Online-Fachlexikon mit Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendmedienforschung und eine begleitende Online-Testumgebung. Zum anderen soll über den Ausbau des Internetportals KinderundJugendmedien.de forschungsorientiertes Lernen über Web Based Collaboration im Rahmen von Literatur- und Filmkritikseminaren befördert und somit ein Beitrag zur fachdidaktischen Unterrichtsentwicklung angehender Lehrkräfte geleistet werden.

Kontakt: Stefanie Jakobi

 

"Nichts über uns ohne uns – Etablierung der Partizipativen Inklusionsforschung im Modul 7 – Bachelor Psychologie" (Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften)

 

Was bedeutet Barrierefreiheit für psychisch beeinträchtigte Studierende? Wie kann Inklusion -inklusiv- erforscht werden? Mit unserem Pilotprojekt werden wir die Installierung der partizipativen Forschung im Studiengang Psychologie erproben. Ausgehend von eigenen (Exklusions-)Erfahrungen und abhängig von unterschiedlichen Herangehensweisen (Wissen, Methoden, Neugierden...) durchleben die TeilnehmerInnen in Kleingruppen einen Forschungsprozess von der Themenfindung, über die Methodenauswahl (Interview, Fragebogen, Beobachtung...) bis hin zur Präsentation/Publikation der Ergebnisse.

Eingeladen sind (speziell von psychischen Behinderungen betroffene) Studierende aller Studiengänge, als »Expert_Innen in eigener Sache«, mitzuforschen.

Kontakt: Katharina Georgi

 

„Cannabiskonsum und Depression - gibt es einen Zusammenhang? ForstA-Projekt in den Modulen 2, 5 und 6 - Bachelor Psychologie" (Fachbereich 11, Human- und Gesundheitswissenschaften) 

 

Das Projekt richtet sich an Studierende des Bachelorstudiengangs Psychologie im ersten bis dritten Fachsemester und bietet den Teilnehmern bereits zu Beginn ihres Studiums die Möglichkeit, sich mit wissenschaftlichen Methoden in der Psychologie vertraut zu machen. 

Der Fokus des Projekts liegt auf dem aktiven Lernen und die Studierenden erleben, begleiten und gestalten einen kompletten Forschungsprozess. Gemeinsam mit den Lehrenden führen die Teilnehmer zunächst eine systematische Literaturrecherche zum Thema „Cannabiskonsum & Depression“ durch. Dabei lernen die Teilnehmer, die entsprechende wissenschaftliche Literatur (z.B. Artikel in Fachzeitschriften) zu finden und die wichtigsten Ergebnisse zusammenzufassen. Hierfür dient ein wöchentlicher Journal Club, der bei Bedarf in englischer Sprache angeboten wird. Die Teilnehmer werden auch in die Methode der Meta-Analyse eingeführt.  

Durch unser ForstA-Projekt werden neben der Methodenkompetenz auch die fachenglischen Sprachkompetenzen der Teilnehmer gefördert und es kann ein aktueller aktiver Beitrag durch wissenschaftliche Forschung geleistet werden. 

 

Kontakt: Imke Gerkensmeier 

Dritte Förderperiode 2014

In diesem Jahr wurden erneut sechs Projekte zur Förderung (Beginn: 2. Halbjahr 2014) ausgewählt.

Den Link zur aktuellen Pressemeldung über die Förderung der Projekte (10.04.2014) finden Sie hier.

 

"Bioscientix- Gestaltung einer Lernumgebung zur Entwicklung" (Fachbereich Biologie/Chemie)

Das Projekt "BioScientix" wird im Rahmen des fachdidaktischen Moduls "Einführung in die Biologieididaktik" durchgeführt und stellt eine Ausgestaltung des bereits bestehenden Moduls dar. Ziel des Projektes ist die Vertiefung der wissenschaftlichen Expertise und Kompetenz der Studierenden durch die aktive Einbindung in fachwissenschaftliche Arbeitsgruppen. Hierbei sollen Inhalte bereits absolvierter Lehrveranstaltungen (Ökologie und Zellbiologie) fachdidaktisch und mediendidaktisch in Form von Erklärvideos aufgearbeitet werden. Die Erklärvideos werden in den entsprechenden hochschuldidaktischen Lehrveranstaltungen eingesetzt und evaluiert. Die Ergebnisse der Evaluation fließen direkt in die hochschuldidaktische Lehre mit ein.

Kontakt: Prof. Doris Elster und Dr. Tanja Barendziak

 

"MarketingR³: Recherche – Rezeption – Reflektion" (Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)

Marketing R³ soll Studierende bereits in der Studieneingangsphase in die Abläufe des wissenschaftlichen Arbeitens einführen und sie aktiv daran teilhaben lassen. Die Lehrveranstaltung „Marketing“ setzt sich aus fünf thematischen Schwerpunkten zusammen; die Studierenden recherchieren anhand eigener Kriterien relevante Paper zu einem der Schwerpunkte und wählen zwei der Paper als besonders relevant aus. Anschließend sind sie aufgefordert ihre Auswahl zur Diskussion zu stellen. Dabei wird ihre Auswahl durch andere Studierende einem double blind Peer-review unterzogen; in diesem bewerten die anderen Studierenden anhand objektiver – gemeinsam ausgewählter – Kriterien die Relevanz der Paper für den jeweiligen Themenschwerpunkt und für die Veranstaltung selbst. Die relevantesten Paper werden durch die Studierenden in der Veranstaltung der Masse vorgestellt.

Kontakt: Jonas Frischkorn

 

"Forschendes Studieren und Lernen mit linguistischen Daten" (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)

Das Projekt „Forschendes Studieren und Lernen mit linguistischen Daten“ leitet die Studierenden der französischen und englischen Sprachwissenschaft dazu an, schon in der Studieneingangsphase auf empirische Daten zuzugreifen oder selbst solche zu erheben und damit ihre eigenen kleinen Forschungsprojekte durchzuführen. Hierfür finden sie Unterstützung in der Linguistischen Werkstatt, einer wöchentlich stattfindenden offenen Lehrveranstaltung, die Gelegenheit gibt, die grundlegenden Arbeitstechniken und Hilfsmittel, Forschungsmethoden und Datenerhebungsverfahren zu erwerben und zu festigen. Darüber hinaus werden e-learning-Einheiten für den unterstützenden Einsatz in der Einführungsveranstaltung entwickelt.

Kontakt: Cordula Voigts

 

"Implementierung der Design Based Research-Methodologie in die Studieneingangsphase" (Fremdsprachendidaktik Französisch und Spanisch) (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft)

Mit der Implementierung der Design-Based Research (DBR)-Methodologie in der Studieneingangsphase der Fächer Französisch und Spanisch wird das Ziel verfolgt, Lehramtsstudierenden frühzeitig Forschungsmethoden zu vermitteln und sie bei der Planung und Durchführung eigener Forschungsvorhaben zu unterstützen. In Workshops zu den curricularen fachdidaktischen Modulen werden sie mit der DBR-Methodologie vertraut gemacht und dazu angeregt, eigene Unterrichtsdesigns zu kreieren, die sie in den Praxisphasen ihres Studiums ausprobieren, evaluieren und weiterentwickeln. Auf Basis dieser Forschungsschritte wird eine vertiefende Behandlung der gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der Masterarbeit angestrebt. Das Projekt fördert forschungsorientiertes Lernen und leistet einen Beitrag zur fachdidaktischen Unterrichtsentwicklung und Professionalisierung angehender Lehrkräfte.

Kontakt: Christian Bäker

 

"Reform der Studieneingangsphase Pflegewissenschaft"  (Duales Studienprogramm Pflegewissenschaft) (Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften)

Der Studiengang Pflegewissenschaft (Duales Studienprogramm) verknüpft eine praxisnahe pflegerische Berufsausbildung in der Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege bzw. Altenpflege an einer der 10 Pflegeschulen im Land Bremen mit einem grundständigen Bachelorstudiengang. Mit dem Projekt sollen die schulischen und universitären Lernangebote in der Studieneingangsphase inhaltlich miteinander verknüpft werden, die Studierenden einen forschenden Einstieg in das Studium erhalten, die Qualität der von den Schulen vermittelten Studienanteile gesichert werden und die im Studium erworbenen Kompetenzen der Studierenden unmittelbar auf die Berufsausbildung zurückwirken und damit Transferleistungen angeregt werden. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Studierendengruppen gefördert werden. Nach einer inhaltlichen wie didaktischen Überarbeitung des Moduls „Wissenschaftliches Arbeiten“, soll das Konzept abschließend formativ evaluiert und weiterentwickelt werden und in eine nachhaltige Umsetzung münden.

Kontakt: Miriam Tariba Richter

 

"Projekt Casus: Förderung der Reflexionskompetenz durch erziehungswissenschaftliche Kasuistik in der Studieneingangsphase" (Fachbereich Erziehungswissenshaften)

Das Projekt Casus verfolgt das Ziel, die Auseinandersetzung der Studierenden mit den Anforderungen des Lehrer_innenberufs und deren Professionalisierungsprozess von Anfang an, also ab der Eingangsphase des Studiums für das Lehramt an Gymnasien und Oberschulen zu initiieren und zu unterstützen. Dabei steht die Entwicklung und Förderung von Reflexionskompetenz im Zentrum. Hierfür werden an die Module und das Curriculum im Bachelor angepasste a) hochschuldidaktische Lehrformate einer methodisch kontrollierten und theoretisch fundierten Fallarbeit entwickelt, erprobt und evaluiert sowie b) ein entsprechender Fallpool konzipiert und aufgebaut.

Kontakt: Anna Schuetz

Zweite Förderperiode 2013

Für die aktuelle Förderperiode hat das Rektorat sechs Projekte zur Förderung ausgewählt. Bei der Auswahl war der ForstA-Expertenkreis beratend tätig (Meldung vom 23.04.2013: Forschend Studieren von Anfang an: Projekte für das WS 13/14 ausgewählt.)

Ausgewählt wurden folgende Projekte:

„Systemisches Visualisieren von Lehrinhalten durch Aufstellung" (Fachbereich Wirtschaftswissenschaft)

Systemisches Visualisieren ist der Methodik der Systemaufstellung entnommen, welche es ermöglicht, Sachverhalte, Frage- und Problemstellungen im Raum und mithilfe von Personen szenisch nachzustellen. Ziel ist es, erklärende und nachvollziehbare Bilder zu erzeugen. An der Erstellung dieser Bilder werden die Studierenden in den Vorlesungen aktiv beteiligt, der übliche frontale Vorlesungsstil wird aufgelockert und die visualisierten Themen bleiben den Studierenden länger in Erinnerung. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird die optimale Umsetzung der Methodik für Lehrveranstaltungen erprobt und evaluiert.

Kontakt: Gitta Nikisch und Katharina Liebscher

 

„Studieneingangsphase“ / Politikwissenschaft (Fachbereich Sozialwissenschaften)

Studierende der Politikwissenschaft werden in einem Seminar durch problemorientiertes Lernen mit der Forschungslogik des Faches vertraut gemacht. Zudem sollen die grundlegen Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, so zum Beispiel Zitiertechniken und Strategien der Literaturrecherche, vermittelt werden. Im Fokus steht die Erarbeitung eines eigenen kleinen Forschungsprojektes im Themenbereich Wahlen und Parteien, angefangen bei der Identifizierung politikwissenschaftlicher Probleme mithilfe der Szenariomethode über die Literaturrecherche bis hin zur Fertigstellung einer fragegeleitenden Hausarbeit. Zur Unterstützung finden alle zwei Wochen Tutorien statt. Ebenso werden überfachlicher Kompetenzen, beispielsweise Präsentationstechniken sowie Selbst- und Zeitmanagement, vermittelt.

Kontakt: Jörn Westphal

 

„Zur Strukturierung der Studieneingangsphase und zur Diversität im Bachelor Kulturwissenschaft“ (Fachbereich Kulturwissenschaften)

Zentraler Anlass des Antrags „Zur Strukturierung der Studieneingangsphase und zur Diversität im BA Kulturwissenschaft“ war die Ambition des Instituts für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IFEK), die Kommunikation und Beziehungsebene sowohl unter den Lehrenden als auch zwischen den Lehrenden und Studierenden im BA Kulturwissenschaft zu fördern und weiter zu stärken. Hierzu bedarf es konkreter Konzepte für Maßnahmen, die diesem Ziel folgen und dem Konzept des Forschenden Studierens entsprechen. In einem ersten Schritt wurde hierzu eine Längsschnittsanalyse der Studieneingangsphase im BA Kulturwissenschaft konzipiert, die die Erfahrungsräume von Studierenden und Lehrenden in der Studieneingangsphase analysieren wird. Dabei  wird sie die vorhandene Heterogenität unter den Studierenden und Lehrenden in den Blick nehmen und auf Erfahrungen mit dem Konzept des Forschenden Studierens fokussieren. Die so offengelegten Bedürfnisse fließen, neben dem allgemeinen Qualitätskreislauf des Studiengangs, in die Konzeption von hochschuldidaktischen Maßnahmen für die Lehrenden und in Entwicklung von Veranstaltungsformaten, die es den Studierenden und Lehrenden ermöglichen über den Austausch zu aktuellen Forschungsarbeiten in eine tiefere Beziehungen und Kommunikation zu gehen.

Kontakt: Henning Koch

 

„Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität und Differenzierung im Englischunterricht“ (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)

Das ForstA-Projekt der Fremdsprachendidaktik Englisch „Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität und Differenzierung im Englischunterricht“ greift den in der Praxis formulierten großen Bedarf an der Schärfung zentraler Konzepte und der Entwicklung adäquater Materialien, besonders im Hinblick auf die Bremer Oberschule, auf. Im Rahmen des Projekts arbeiten Lehramtsstudierende der Studieneingangsphase, Studierende im MEd sowie interessierte Bremer Lehrkräfte gemeinsam an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Englischunterrichts an binnendifferenzierenden Schulformen. Ein Schwerpunkt dieser Zusammenarbeit ist die gemeinsame Erprobung, Evaluation und Weiterentwicklung sowie die online-basierte Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, die unterschiedliche Lernertypen und Lernniveaus ansprechen und berücksichtigen.

Kontakt: Fatou N'Jie 

 

„Qualitative Optimierung der Studieneingangsphase Germanistik (QUOSG)“ (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)

Hinter dem Akronym QUOSG verbirgt sich ein Projekt zur Qualitativen Optimierung der Studieneingangsphase Germanistik. Den Studierenden in den germanistischen Einführungsveranstaltungen (Sprachwissenschaft und grammatische Theorie) wird im Rahmen des Projekts die Möglichkeit gegeben, die Seminarinhalte mithilfe von E-Learning-gestützten Tests individuell zu vertiefen, um so besser auf die gemeinschaftliche E-Abschlussklausur vorbereitet zu sein. In diesem Zusammenhang spielen bei der Projektarbeit die Koordination und Transparenz der Inhalte sowie der kontinuierliche Austausch mit allen Lehrenden eine entscheidende Rolle. 

Gleichzeitig legt das Projekt großen Wert auf die Förderung des wissenschaftlichen Arbeitens bereits zu Studienanfang. Diesbezüglich bieten ausgebildete Schreibcoaches den Studierenden flexible persönliche Unterstützung bei der Anfertigung eines fakultativen Portfolios an, worin elementare Methoden des forschenden Lernens anhand exemplarischer Thematiken Schritt für Schritt ausgearbeitet werden.

Kontakt: Linda Kleber 

 

„Virtuelle Betriebe – eine flexible und innovative Lernform für Studierende in heterogenen Lebenslagen“ (Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften)

Um die Stärken einer heterogenen Studierendenschaft (z. B. Berufserfahrung, ein anderer kultureller Hintergrund…) für alle nutzbar zu machen, werden im Wintersemester 2013/2014 in zwei Seminaren zur „Einführung in das betriebliche Gesundheitsmanagement“ im BA-Studiengang Public Health didaktisch neue Wege beschritten.

Den strukturellen Rahmen hierfür stellen „virtuelle Betriebe“ dar. Diese geben betriebliche Gegebenheiten vor und simulieren reale Alltagssituationen, indem sie u .a. auf die Entscheidungen der Studierenden reagieren. Die Seminarteilnehmenden übernehmen dazu bestimmte Rollen, bspw. die von externen Beraterinnen, aber auch von innerbetrieblichen Akteuren wie Geschäftsleitung, Interessenvertretung etc.Aus dieser Perspektive heraus erarbeiten sie sich die Inhalte des Seminars, angewendet auf ein praxisnahes Umfeld. 

Kontakt: Tobias Bernhardt

 

Für die Förderung kamen in diesem Zeitraum zunächst nur Projekte aus den Fachbereichen 05 - 12 infrage, da die Neugestaltung der Studieneingansphase in den  MINT-Fächern über ein Projekt der Senatorin für Bildung und Wissenschaft gefördert wird. Informationen zu diesem Projekt und den geförderten Projekten finden Sie hier.

Erste Förderperiode 2012

Im ersten Jahr wurden drei Projekte gefördert werden, da aufgrund des Zeitpunkts der Mittelbewilligung durch das BMBF nur eine kurze Zeit bis zum Projektstart zur verfügung stand. Folgende Projekte wurden zur Förderung ausgewählt:

Implementierung von forschendem Lernen im BA „Kunst – Medien – Ästhetische Bildung“ in der Studieneingangsphase (Fachbereich Kulturwissenschaften)

Im Zentrum des ForstA-Projekts am Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik standen in den ersten beiden Semestern regelmäßige Arbeitstreffen und Fortbildungen der Lehrenden, die für die Module 1-3 der Studieneingangsphase des BA-Studiengangs Kunst-Medien-Ästhetische Bildung verantwortlich sind. Sie dienten der besseren Vernetzung untereinander, der gemeinsamen Reflexion der Lehrtätigkeit und der Entwicklung konzeptioneller Ideen für die Lehre. Im Rahmen dieser Arbeitstreffen wurden Maßnahmen entwickelt, die derzeit in der Erprobungsphase sind: Die Einführungsvorlesung in Modul 1 (begleitet durch e-learning auf Stud IP) führt in grundlegende Fragen, Theorien und methodische Ansätze des interdisziplinären Studiengangs ein und entlastet dadurch die Seminare in Modul 1. In den Seminaren von Modul 1 und 2 erproben einzelnen Lehrende unterschiedliche Methoden, um die Heranführung an das forschende Studieren und das wissenschaftliche Arbeiten zu verbessern und damit auf die Projektarbeit in den höheren Semester vorzubereiten. Ende des Semesters (WS 2013/14) wird die Erprobungsphase ausgewertet und über die Verstetigung erfolgreicher Maßnahmen entschieden.

Kontakt: Bettina Henzler

 

Forschend Studieren in Gesundheitsförderung und Prävention (FB Human- und Gesundheitswissenschaften)

Mit dem Projekt "Forschend studieren in Gesundheitsförderung und Prävention" wurde der Bachelor Public Health/Gesundheitswissenschaften praxisorientierter ausgerichtet. Über zwei Semester und 4 Semesterwochenstunden werden verschiedene Projekte zu gesundheitsrelevanten Themen angeboten. Hier können Studierende wählen zwischen:

  • Forschungsprojekt: Die Studierenden durchlaufen den gesamten Prozess von der Erarbeitung der Fragestellung über die Auswahl der Methoden und die Durchführung der Untersuchung bis hin zur Auswertung der Daten.
  • Praxisprojekt: Die Studierenden durchlaufen Teile des oder den gesamten "Public Health Action Cycle", von der Bedarfsanalyse über die Planung und Implementierung bis hin zur Evaluation der im Projekt entwickelten Maßnahmen.

Kontakt: Martina Wachtlin, Karen Hentschelkaren.hentschelnoSpam@unibremen.de und Fritz Schorb

 

„Projektstudium an der Universität Bremen: Geschichte, Tradition und Modernisierung (Erneuerung des Projektstudiums in den Fächern Informatik und Digitale Medien)“ (Fachbereich Mathematik/Informatik)

Das Projekt beleuchtet übergreifend die Tradition des Projektstudiums und Forschenden Lernens  an der Universität Bremen im Rahmen der Säule-2-Projekte.

Kontakt: Bernard Robben