ASA-Programm

Praktika in entwicklungspolitischen Projekten

 

 

Das Programm:

Seit über 50 Jahren fördert das ASA-Programm Menschen, die sich für globale Zusammenhänge interessieren, sich engagieren und etwas bewegen wollen. Das ASA-Programm steht für gemeinsames Lernen, globales Denken und gesellschaftliche Verantwortung.

Die Teilnehmenden des Programms besuchen und gestalten Seminare, arbeiten für mehrere Monate in einem Projektpraktikum in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa und führen anschließend eine Aktion oder Kampagne durch. Ein aktives Alumni-Netzwerk bietet zudem vielfältige Möglichkeiten, sich weiter für eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft zu engagieren.

Wer wird gefördert?

Bewerben können sich junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren aus fast allen Berufszweigen und Studienrichtungen. Das Programm richtet sich an alle, die in Deutschland oder der deutschen Gemeinschaft Belgiens leben und studieren oder eine duale Berufsausbildung abgeschlossen haben. Absolvent_innen eines Bachelor-Studiums können sich ebenfalls bewerben, falls der Abschluss nicht länger als anderthalb Jahre zurückliegt.

Was wird gefördert?

Das ASA-Programm umfasst zwei Trainingsseminare, einen Praxisaufenthalt im Ausland sowie eine intensive Nachbereitungsphase (Auswertungsseminar).
Dauer: Innerhalb eines Jahres werden 3 Seminare mit jeweils ca. 5 Tagen und ein Praktikumsaufenthalt von 3-6 Monaten durchgeführt.
Beginn: April (genaue Termine werden zu Beginn des Bewerbungszeitraumes bekannt gegeben).
Das Auslandspraktikum beginnt frühestens nach dem zweiten Seminar Ende Juli.

Die Seminare: In den Seminaren setzen sich die Teilnehmenden mit globalen Zusammenhängen auseinander und erarbeiten innovative Methoden in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Bereichen wie Interkulturelle Kommunikation und Antirassismus.

Das Projektpraktikum: Während des drei- bis sechsmonatigen Projektpraktikums arbeiten die Teilnehmenden in einer Partnerorganisation. Zum Beispiel begleiten sie Jugendliche bei einem Filmprojekt über Fußball in Togo, restaurieren buddhistische Tempelanlagen in Indien oder evaluieren alternative Anbausysteme im Norden Brasiliens. 

Die Aktion Globales Lernen: Nach der Rückkehr werden die Teilnehmenden als Multiplikator_innen für Globales Lernen aktiv und organisieren Workshops, Ausstellungen, Theaterstücke oder Kampagnen in Deutschland oder Europa. Ziel ist es, im Norden zu einer stärkeren Sensibilisierung für globale und entwicklungspolitische Themen beizutragen.

Alumni-Netzwerk: Ein aktives Ehrenamtlichen-Netzwerk bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, den begonnenen Lernprozess gemeinsam fortzuführen, sich auszutauschen und Kompetenzen für ein weiteres Engagement zu bündeln.

Partizipationsmöglichkeiten: Das ASA-Programm lebt von der ehrenamtlichen Mitarbeit der aktuellen und ehemaligen Teilnehmenden. In allen Bereichen wird das ASA-Programm von Ehrenamtlichen mitgestaltet. Dadurch entwickelt es sich ständig weiter.

Wie hoch ist die Förderung?

- Übernahme der Kosten für die Seminare (Unterkunft, Verpflegung, Seminarinhalte)
- Teilnehmendenpauschale für Fahrtkosten zu den Seminaren von 150 Euro
- Zuschuss zu Reise- und Lebenshaltungskosten für den dreimonatigen Auslandsaufenthalt (Dies gilt für alle ASA-Teilprogramme außer ASApreneurs). Die Höhe des Zuschusses zu den Lebenshaltungskosten ist abhängig vom Gastland und liegt voraussichtlich bei 350 bis 450 Euro monatlich. Der Zuschuss zu den Reisekosten ist ebenfalls abhängig vom Gastland.
- Beiträge für Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung während des Auslandsaufenthaltes

Wo und wann kann man sich bewerben?

Die Bewerbungsphase startet jedes Jahr am 20. Nov. und endet am 10. Januar.
Die Bewerbung erfolgt über ein Online-Formular unter  www.asa-programm.de . Man kann sich auf ein oder zwei Teilprogramme und Projektpraktika bewerben. Ein erster Bewerbungsdurchlauf findet bis zum 10. Januar statt. Aus allen Bewerbungen werden drei pro Stipendienplatz ausgewählt. Diese werden zu einer zweiten Bewerbungsrunde per Email aufgefordert. Die Endauswahl erfolgt Ende Februar. 

Die Teilnahme an dem ASA-Programm ist über die folgenden Programme möglich:

ASA-Basis:
Bei ASA-Basis bilden zwei bis drei Teilnehmende ein Team, das gemeinsam Seminare, dreimonatige Projektarbeit und anschließende Aktion Globalen Lernens durchläuft.

ASA-SüdNord:
Teilnehmende aus einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas bilden mit Teilnehmenden aus Deutschland ein Team, das insgesamt sechs Monate lang an einem Projekt arbeitet: Drei Monate bei einer Organisation in Deutschland und drei Monate bei einer Organisation im jeweiligen Gastland im Globalen Süden.

ASA-Kommunal:
ASA-Kommunal bietet jungen Menschen Einsatzmöglichkeiten in der kommunalen Entwicklungspolitik. Die Teilnehmenden unterstützen für drei oder sechs Monate Kommunen oder Städtepartnerschaften bei einem konkreten Projekt, zum Beispiel „Abfallmanagement und Umweltbildung“ oder „Migration und Identität“. Dabei lernen sie globale Zusammenhänge kennen und setze sich mit Fragestellungen der kommunalen Entwicklungspolitik auseinander.

"ASApreneurs - Shaping a Sustainable World":
ASApreneurs ist ein berufsvorbereitendes Qualifizierungsprogramm. Es unterstützt junge Menschen darin, Führungskompetenz für Nachhaltigkeit im Wirtschaftskontext zu erlangen. Die Projektarbeit findet zur Hälfte bei einem Unternehmen in Deutschland bzw. Europa und bei einer Partnerorganisation im Globalen Süden statt. ASApreneurs richtet sich an junge Menschen, die Ansätze und Modelle nachhaltigen Wirtschaftens kennenlernen und langfristig selber an einer Ausweitung dieser Ansätze mitwirken möchten.

GLEN (Global Education Network of Young Europeans):
GLEN ist eine Initiative des ASA-Programms und zehn europäischen Partnerorganisationen. Beim GLEN-Programm bilden Teilnehmende aus verschiedenen europäischen Ländern ein Team, das alle Phasen des Programms gemeinsam durchläuft.

Information und Beratung

Weitere Informationen und Beratung zur Antragstellung erhalten Interessenten beim International Office der Universität Bremen. (Beratungstermine nach Vereinbarung)