ERASMUS für Uni-Mitarbeiter

Partneruniversitäten kennenlernen und internationale Erfahrungen sammeln: An der Universität Bremen können das nicht nur Studierende und Wissenschaftler. Auch Mitarbeiter aus Verwaltung und Technik haben die Möglichkeit, am europaweiten ERASMUS-Programm teilzunehmen. Sie können sich einen Aufenthalt an einer Partnerhochschule organisieren, um sich mit den dortigen Kollegen über ihre Arbeitsbereiche auszutauschen und Neues kennenzulernen. Alternativ laden viele europäische Hochschulen im Rahmen von Staff-Weeks zu Workshops ein. Die Teilnehmer haben dadurch die Möglichkeit, mit Kollegen aus verschiedenen europäischen Hochschulen bestimmte Themen zu diskutieren. Beides wird vom International Office über das ERASMUS-Programm finanziell unterstützt und von der Personalentwicklung als Fortbildung angeboten. Angela Jöstingmeier, Silke Rosiak und Dorothea von Koenen  haben Universitäten in Rumänien, Österreich, Frankreich und Tschechien kennengelernt.

Mehr Informationen finden Sie hier

Porträt einer lachenden Frau.
© Harald Rehling / Uni BremenSeit dem Aufenthalt in Prag kann Dorothea von Koenen vom InIIS besser nachvollziehen, wie sich ausländische Studierende in einem fremden Land fühlen.

Perspektivwechsel in Prag

Dorothea von Koenen war schon zweimal an einer Partneruniversität: 2008 an der Université Paul-Valéry Montpellier 3 in Frankreich und 2013 an der Metropolitan University Prague (MUP) in Tschechien. In Frankreich konnte sie sich mit ihren Französischkenntnissen gut einbringen. „Als ich nach Prag kam, habe ich mich gefühlt wie ein Analphabet“, erinnert sich die Verwaltungsmitarbeiterin vom Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS). Denn Tschechisch und seine zum Teil anderen Buchstaben waren ihr fremd. An der MUP war sie die ganze Zeit im International Office tätig und übernahm dort englischsprachige Aufgaben. „Ich kann jetzt besser nachvollziehen, wie unsicher sich unsere internationalen Studierenden fühlen, die kein Deutsch sprechen.“ Durch so einen Austausch bleibe man offen und sensibel für solche Situationen.

Porträt einer lächelnden Frau.
© Harald Rehling / Uni BremenAngela Jöstingmeyer vom Prüfungsamt im Fachbereich Physik/Elektrotechnik traf in Timisoara (Rumänien) nicht nur Kollegen aus ihrem Arbeitsbereich.

Einblicke in Rumänien

Angela Jöstingmeier hat in ihrem Uni-Job viel Kontakt mit internationalen Studierenden. Denn sie arbeitet im Prüfungsamt des Fachbereichs Physik/Elektrotechnik, der mehrere englischsprachige Studiengänge hat. Doch während Studierende und Wissenschaftler im Ausland unterwegs sind, gehören für sie keine internationalen Dienstreisen zum Arbeitsalltag. Mit dem ERASMUS-Programm organisierte sie sich einen einwöchigen Aufenthalt in Rumänien an der Partneruniversität Politehnica University of Timisoara. Da die Kollegen in ihrem Arbeitsbereich kaum Englisch sprachen, betreute das dortige International Office sie. Die Mitarbeiter zeigten ihr die Uni, organisierten Gespräche und dolmetschten notfalls. „Es war sehr spannend  zu sehen, wie die Kollegen unserer Partneruni arbeiten.“

Porträt einer lachenden Frau
© Harald Rehling / Uni BremenSilke Rosiak brachte viele Anregungen aus Wien mit an ihren Bremer Arbeitsplatz.

Austausch in Wien

Neue Anregungen für ihren Arbeitsbereich in einem anderen Land – das erhoffte sich Silke Rosiak durch das ERASMUS-Programm. Die Universität Wien bot sich für die Mitarbeiterin der Personalentwicklung an. Und so nahm sie Kontakt mit den zuständigen Kollegen auf und stimmte mit ihnen das Arbeitsprogramm ihres Aufenthaltes ab. Vor Ort wurde sie von einer Kollegin betreut, die sie durch die gesamte Uni und weitere Hochschulen führte und Gespräche mit Mitarbeitern organisierte. „Ich hatte jeden Tag ein volles Programm und viele anregende Gespräche.“ So lernte Silke Rosiak neue Verfahren für die Personalauswahl kennen und konnte ihre Erfahrungen an der Uni Bremen als Koordinatorin im Praktikums- und Ausbildungsbereich weitergeben. „Danach betrachtet man seine Arbeit aus einer anderen Perspektive.“