Einsatz in Laos

Laotischer und europäischer Mann mit mobilen Geräten.
© Capacity Lab / Uni BremenMobile4D-Student Michal Wladysiak (r.) unterstützt Somwang Keodara, Mitarbeiter des District Office Luang Prabang, bei der Datenerfassung. Ort: Distrikt Luang Prabang. (Foto: Capacity Lab)
Laotischer und deutscher Mann unterhalten sich mit einer laotischen Frau.
© Capacity Lab / Uni BremenEine Bäuerin berichtet über die Folgen der letzten Flut. Somwang Keodara (Mitarbeiter des District Office Luang Prabang) und Mobile4D-Student Michal Wladysiak (r.) verarbeiten ihre Informationen digital. Ort: Dorf im District Chompek. (Foto: Capacity Lab)
Gruppenbild mit Männern und Frauen
© Capacity Lab / Uni BremenKick-off-Veranstaltung für „Mobile4D“ an der Uni Bremen mit den Studierenden, Mitarbeitern des „Capacity Lab“ und zwei Abgesandten des Ministeriums in Laos. (Foto: Capacity Lab)

Das Projekt "Mobile4D"

Informatikstudierende der Universität Bremen helfen mit ihrem Projekt „Mobile4D“ Menschen in Laos. Im „Capacity Lab“ – einem Forschungszusammenschluss von Informatikerinnen und Informatikern der Uni Bremen und der United Nations University in Macao – haben rund 20 Studierende ein Vorhersage- und Meldesystem für Naturkatastrophen entwickelt.

Mobile4D“ (Mobile Technology for Development – 4D) ist ein Programm für nachhaltige Entwicklung, das den Menschen insbesondere in den Dörfern am Mekong und den regional verantwortlichen Behörden verbesserte Kommunikation ermöglichen soll. Der Feldtest mit dem Prototyp im April 2013 in der Provinz Luang Prabang war erfolgreich.

Mit Hilfe eines Smartphone-basierten Systems mit Server und selbst entwickelter App können Daten über alle aktuellen Katastrophen wie Überflutungen, Tier- und Pflanzenerkrankungen oder Malaria-Ausbrüche gesammelt, ausgewertet und ausgetauscht werden. „Nicht nur die Funktionsfähigkeit des Systems hat sich bestätigt, auch die beteiligten Menschen vor Ort waren von der Software begeistert“, resümiert der Student Daniel Langerenken die Ergebnisse seiner zweiwöchigen Laos-Reise.

40 Grad im Schatten

Vier Studierende und zwei Projektleiter haben in dem asiatischen Land Mitarbeiter aus land- und forstwirtschaftlichen Provinz- und Distriktbehörden in der Handhabung des Systems geschult. Zuvor musste es vor Ort an die lokalen Bedingungen, wie beispielsweise die unterschiedlichen Telefonprovider, angepasst werden.

Bei 40 Grad im Schatten, hoher Luftfeuchtigkeit und zeitweise ohne fließend Wasser hat die Gruppe aus der Bremer Universität drei verschiedene Gebiete am Mekong bereist, mit den Menschen vor Ort gesprochen und erste Daten gesammelt und ausgewertet. Nach der ersten Erprobung haben dann Masterstudierende die Arbeit an „Mobile4D“ ab Herbst 2013 weitergeführt. Wenn die Finanzierung weiterhin gesichert werden kann, werden sie eine Pilotphase des Systems in Laos auch wieder vor Ort begleiten.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie hochmotivierte Studierende Informations- und Kommunikationstechnologie für nachhaltige Entwicklung einsetzen: als Hilfe zur Selbsthilfe. Dies entspricht den Leitzielen der Universität Bremen, zu denen gesellschaftliche Verantwortung und Forschung für die Praxis gehören.

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Website Capacity Lab (in Englisch)