Netzwerke für Post-Docs

Zwei Männer und zwei Frauen unterhalten sich.
© Universität BremenWill die jungen Talente aus aller Welt bestmöglich fördern: Konrektor Prof. Kurosch Rezwan (2. v.l.) im Gespräch mit ein paar Postdocs des internationalen Netzwerks BYIC.

Wie die Uni Bremen ihre jungen Talente unterstützt

Sie kommen aus allen Teilen der Welt an die Weser, um sich weiter zu qualifizieren: Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Bremen. Unterstützung erhalten sie durch vielfältige Angebote der Uni – durch finanzielle Förderungen, internationale Graduiertenschulen, das Promotionszentrum ProUB sowie Beratungs- und Coaching-Angebote.

Speziell für Frauen gibt es das Mentoringprogramm „plan m“. Bei den alltäglichen Fragen hilft das Welcome Centre weiter, zum Beispiel bei der Visumbeantragung, Wohnungssuche, Vermittlung von Sprachkursen und der Suche nach Schul- und Kindergartenplätzen für den Nachwuchs. Neu ist seit 2013 ein interdisziplinäres und internationales Netzwerk für hochqualifizierte Post-Docs aller Fachbereiche: Der „Bremen Young Investigators' Circle“ – kurz: BYIC.

Ziel des internationalen Netzwerks ist es, sich regelmäßig über die eigenen Forschungsprojekte auszutauschen, zu vernetzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Auch bietet derBYIC den Post-Docs individuelle Trainings an. Dazu gehören Sprachkurse, Beratung bei der Karriereplanung oder Medientraining. „Wir wollen unsere jungen Talente aus aller Welt bestmöglich fördern und sie dabei unterstützen, sich über Disziplingrenzen hinweg zu vernetzen“, sagt der Konrektor für Forschung und Wissenschaftlichen Nachwuchs, Professor Kurosch Rezwan. Drei Post-Docs stellen wir kurz vor:

Portrait eines jungen Mannes
© Harald Rehling/Universität BremenDr. Jan van de Kamp aus den Niederlanden

Nutzt internationale Netzwerke

Der Erfolg in der Exzellenzinitiative macht es möglich, dass der Religionswissenschaftler Dr. Jan van de Kamp sich an der Universität Bremen weiterqualifizieren kann. Der Niederländer wird über die Post-Doc-Initiative gefördert und forscht im Fachbereich Kulturwissenschaften bei Professor Christoph Auffarth zur Reformationsgeschichte Bremens. Von dem „Bremen Young Investigators` Circle“ (BYIC) und dem Welcome Centre profitiert der 30-Jährige: „Diese Angebote helfen mir dabei, mich fächerübergreifend auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und Unterstützung im Alltag zu erhalten.“ Beeindruckt ist van de Kamp von der großen Interdisziplinarität des Netzwerks BYIC.

Portrait einer jungen Frau
© Universität BremenDr. Marta Markiewicz aus Polen.

Profitiert von Coaching-Angeboten

Ihr erstes Treffen beim „Bremen Young Investigators` Circle“ (BYIC) war für Dr. Marta Markiewicz direkt ein Aha-Erlebnis: Da berichtete der Post-Doc Mehul Bhatt in seinem Vortrag über ein Bildanalyseprogramm, das die Umwelttechnikerin gut für ihre eigenen Forschungen gebrauchen kann. Gerne nutzt die 30-Jährige die Coaching-Angebote des BYIC. „Sie helfen mir, mich weiter zu qualifizieren!“ Die Polin arbeitet im Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) bei Professor Jorg Thöming. Hier erforscht sie die Umweltverträglichkeit flüssiger Wasserstoffträger, die zur Energiespeicherung genutzt werden können. „Das Bremer UFT ist Vorreiter in diesem Gebiet, hier habe ich sehr gute Arbeitsbedingungen.“

Portrait eines jungen Mannes
© Andreas CaspariDr. Mehul Bhatt aus Indien.

Forscht in internationalem Umfeld

Wie nehmen Menschen Räume wahr? Wie kann man diese Fähigkeit in Computerprogramme übertragen, um zum Beispiel herauszufinden, ob Gebäude nutzerfreundlich geplant sind? Das erforscht der Informatiker Dr. Mehul Bhatt im transregionalen Sonderforschungsbereich „Raumkognition – Schließen, Handeln, Interagieren“ (SFB/TR 8). Der 33-jährige Inder kam erstmals im August 2007 als Gastwissenschaftler an die Uni Bremen. „Hier habe ich in einem internationalen Umfeld sehr gute Bedingungen, um zu forschen und mich weiter zu qualifizieren“, sagt der ehemalige Humboldt-Stipendiat. Das Welcome Centre half ihm dabei, sich gut in Bremen einzuleben.

Einen kurzen Film über Mehul Bhatt finden Sie hier (Beitrag: „Kluge Köpfe – der Informatiker Mehul Bhatt“)

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