Chronik / Ereignisse 2014

© Universität Bremen, privat1. Reihe (v.l.): Krishnendu Chakrabarty, Dhanya Vijayan u. Huang Lihe
2. Reihe (v.l.): Tasso A. R. P. Cipriano, Dmitry Zhuravlev, Alex Makulilo
3. Reihe (v.l.): Patricks Voua Otomo, Hao Wang u. Yakov Klots.

Vom guten Ruf angezogen

Im Jahr 2014 sind neun Alexander von Humboldt-Stipendiaten an die Uni Bremen gekommen – eine große Ehre für die Hochschule. Denn die exzellenten internationalen Wissenschaftler können sich im Rahmen ihrer hochkarätigen Stipendien aussuchen, an welcher Hochschule in Deutschland sie an ihren Forschungsprojekten arbeiten.

Die Arbeitsgruppe Rechnerarchitektur im Fachbereich Mathematik/Informatik  hat Professor Krishnendu Chakrabarty von der Duke University (USA) zu Gast. Er wurde mit dem mit 60.000 Euro dotierten renommierten Forschungspreis der Humboldt-Stiftung ausgezeichnet und gilt als Experte im Bereich des Testens von digitalen Schaltungen.

Vier Bundeskanzler-Stipendiaten sind im Rahmen ihrer Promotion an die Uni gekommen: Die indische Geographin Dhanya Vijayan forscht am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit . Der chinesische Doktorand Huang Lihe hat mehrere Monate im Bereich „Interkulturelle Bildung“ die Exzellenzuniversitäten Bremen und Köln untersucht. In der Forschungsstelle für Europäisches Umweltrecht promoviert Tasso Alexandre Richetti Pires Cipriano.  Der Russe Dmitry Zhuravlev stellte im Fachbereich Wirtschaftswissenschaft  seine Doktorarbeit fertig.

Die beiden Afrikaner Dr. Alex Makulilo (Tansania) und Dr. Patricks Voua Otomo (Südafrika) sind im Rahmen eines Georg Forster-Forschungsstipendiums für Postdoktoranden hier: Makulilo forscht am Institut für Informations-, Gesundheits- und Medizinrecht (IGMR) für einen besseren Datenschutz in Afrika. Der Zoologe Otomo untersucht am Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien (UFT) Auswirkungen von Nanopartikeln auf die Umwelt.

Dr. Hao Wang arbeitet im Rahmen eines Forschungsstipendiums für Postdoktoranten im Labor für Mikrozerspanung (LFM). Er beschäftigt sich mit einem in der Optik vielseitig eingesetzten Werkstoff – der Computer-Modellierung eines Bearbeitungsprozesses von Calciumflorid. Der amerikanische Slawist Dr. Yakov Klots vom Georgia Institute of Technology in Atlanta (USA) forscht an der Forschungsstelle Osteuropa .

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Eine Millionen-Investition, die viel Energie spart

Die Universität Bremen hat im Dezember 2014 ein in der deutschen Hochschullandschaft bislang einmaliges Projekt gestartet: Mit Millionenaufwand wurde ein auf 570 Quadratmetern Fläche neues Green IT Housing Center eingeweiht, das nicht nur den Arbeitsgruppen der Universität, sondern allen Forschungseinrichtungen des Landes Bremen offen steht. Hier werden die Rechner konzentriert untergebracht. Das hochmodern ausgestattete Gebäude und eine ausgeklügelte Kühltechnik ermöglichen beeindruckende jährliche Energieeinsparungen von rund 3,6 Millionen Kilowattstunden und damit eine Verringerung des Kohlendioxid (CO2)-Ausstoßes um mehr als 2.000 Tonnen. Finanziert wurde das Projekt vom Land Bremen und vom Bundesumweltministerium mit rund 5 Millionen Euro.

Aus dem Jahr 2014 gibt es jedoch noch mehr an Ereignissen zu berichten. So wurden wieder zahlreiche Forscherinnen und Forscher, Uni-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie Studierende ausgezeichnet. Eine Auswahl davon haben wir in der Chronik zusammengestellt.