Graduiertenschule BIGSSS

Portrait eines Mannes.
© Universität BremenBIGSSS-Direktor Professor Klaus Schlichte.

„Hier können wir die Menschen noch wachsen sehen“

Sie bietet ihren Fellows ein Höchstmaß an Forschungsfreiheit: Die Bremen International Graduate School of Social Sciences – kurz: BIGSSS. An der interdisziplinären Graduiertenschule für Sozialwissenschaften promovieren Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt. Post-Docs können sich weiter für ihre wissenschaftliche Laufbahn qualifizieren. Das Besondere: Jeder Fellow hat nicht nur an der BIGSSS mindestens zwei Bremer Wissenschaftler in seinem Betreuungskomitee sondern auch einen Forscher im Ausland. „Wir ermutigen sie stets, internationale Konferenzen und Workshops zu ihren Forschungsthemen zu besuchen und selbst zu organisieren, um sich auszutauschen und zu vernetzen“, sagt der BIGSSS-Direktor und Uni-Professor Klaus Schlichte.

Rund 70 Prozent der anschließenden Stellen liegen im akademischen Bereich

Das dreijährige Programm für Doktorandinnen und Doktoranden bietet eine strukturierte Ausbildung in kleinen Lerngruppen in den Kerndisziplinen Politikwissenschaft, Soziologie und Psychologie. Auch Nachbardisziplinen wie Recht, Ökonomie, Gesundheitswissenschaften und Geschichte sind vertreten. Zudem können die Fellows Coachings und Workshops zu speziellen Themen wie Projektmanagement und Präsentationstechniken belegen. Jeder Jahrgang umfasst etwa 20 Fellows. Sie forschen nicht nur, sondern sind auch in der Lehre eingebunden. Der Anteil der internationalen Doktoranden liegt bei rund 45 Prozent. Ausgebildet wird für nationale und internationale Führungspositionen innerhalb und außerhalb der Wissenschaft, rund 70 Prozent der anschließenden Stellen liegen im akademischen Bereich. BIGSSS ist eine Kooperation der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen. Seit 2007 wird sie durch die Exzellenzinitiative gefördert.

„Seit der Bologna-Reform ist das Uni-Leben zwar schnelllebiger geworden“, sagt Professor Schlichte. Die meisten Studierenden bleiben nicht lange an einem Ort. „Bei der BIGSSS können wir die Menschen noch wachsen sehen – und das bei optimalen Fördermöglichkeiten. Das verdanken wir der Unterstützung der beiden Bremer Universitäten und der Exzellenzinitiative“, so der BIGSSS-Direktor.

Website der BIGSSS  (nur in Englisch)

Porträt einer jungen Frau
© Harald Rehling/Universität BremenClementine Chaigneau aus Frankreich.

„Immer offen für unsere Ideen“

Clémentine Chaigneau hat in Paris, Straßburg und Toronto studiert. An der BIGSSS promoviert die Französin über den Aufnahmeprozess von Serbien und Kroatien in die Europäische Union. „Ich war im Urlaub in der Region“, sagt die 28-Jährige in fließendem Deutsch. „Sie faszinierte mich und ich wollte mehr wissen.“ Die Doktorandin forscht und lehrt an der Uni Bremen und vernetzt sich dabei weltweit. Mit zwei Doktorandinnen organisierte sie zum Beispiel eine Konferenz und lud dazu fünf internationale Experten ein. Eine davon ist die serbische Professorin Jelena Subotic von der Georgia State University (USA). Sie betreut die Doktorandin jetzt. „Die BIGSSS ist immer offen für unsere Ideen!“

Porträt eines Mannes mit Brille
© Universität BremenDr. Alexi Gugushvili aus Georgien.

„Ideale Startbedingungen“

Dr. Alexi Gugushvili möchte mal als Professor an einer internationalen Universität arbeiten. „Für diesen Weg bietet mir die BIGSSS ideale Startbedingungen“, sagt der 32-Jährige. Seine Promotion machte der Georgier in Florenz, studiert hat er in den USA und in Schottland. „Meine Biografie ist international, an der BIGSSS kann ich das weiter leben.“ Der Post-Doc schätzt die hohe Qualität der wissenschaftlichen Ausbildung und die exzellente Arbeit der Bremer Forscher. „Ich habe hier ungewöhnlich große Forschungsfreiheiten.“ Gugushvili tauscht sich mit Bremer Wissenschaftlern aus, ist international vernetzt und organisiert mit Kollegen Konferenzen. Bremen gefällt ihm: „Ich mag die Atmosphäre hier.“

Portrait einer Frau mit Brille
© Harald Rehling/Universität BremenDr. Berit Bliesemann de Guevara aus Wales.

„Eine perfekte Arbeitsumgebung“

Man könnte Dr. Berit Bliesemann de Guevara als Bremen-Fan bezeichnen. Die Politikwissenschaftlerin war 2012 am Institut für Interkulturelle und Internationale Studien (InIIS) der Uni, bevor sie nach Wales an die Aberystwyth University ging. Im Wintersemester 2014/15 kam die 38-Jährige wieder, um ihr Forschungssemester als erster Fellow eines gemeinsamen Programms der BIGSSS und des Hanse-Wissenschaftskollegs (HWK) in Delmenhorst zu verbringen. Am HWK forscht sie zu internationalen Gewaltkonflikten und tauscht sich mit anderen Fellows aus. An der BIGSSS betreut sie Doktoranden. „Die BIGSSS und das HWK bieten eine perfekte Arbeitsumgebung, in der ich viele neue Impulse für meine Forschungen bekomme!“