November

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Hepatitis A-Viren
© Stephen FeinstoneElektronenmikroskopische Aufnahmen von Hepatitis A-Viren. Die Abbildung zeigt Immunaggregate der 27 nm großen Viruspartikel, die mit aufgereinigtem Stuhlextrakt und Serum von Patienten mit einer Hepatitis A-Viruserkrankung erhalten wurden.

Dem Hepatitis A-Virus auf der Spur

Der Ursprung neuer, bei Menschen auftretenden, Viruskrankheiten wird meist schnell aufgeklärt. Der evolutionäre Ursprung der seit langem im Menschen heimischen Viren, wie den Gelbsucht hervorrufenden Hepatitisviren, ist immer noch geheimnisumwoben. Einem internationalen Konsortium gelingt es mit maßgeblicher Beteiligung von Virologen der Universität Bremen um Professor Andreas Dotzauer, den rätselhaften Ursprung des Hepatitis A-Virus aufzuklären. Darüber berichtet die renommierte amerikanische Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS).

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Vier Männer und eine Frau stehen in einem Sandsteintempel
© Uni BremenNicht nur Arbeit wartete auf die Bremer Delegation: Hier besuchten sie den maltesischen Tempel Hagar Qim. Von links: Professor Thomas Stolz, Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften; Professor Gerhard Bohrmann vom MARUM; Dr. Annette Lang, Leiterin des International Office; Uni-Rektor Professor Bernd Scholz Reiter und Dr. Reuben Grima, Uni Malta.

Universitäten Bremen und Malta verlängern Kooperation

Die Universitäten Bremen und Malta verlängern Anfang November ihren Kooperationsvertrag bis 2022. Insgesamt soll die Zusammenarbeit ausgedehnt werden. So könnten die bisherigen sprachwissenschaftlichen Forschungsarbeiten um literaturwissenschaftliche Fragestellungen ergänzt werden. Zudem soll es künftig auch in den Meereswissenschaften gemeinsame Projekte geben. Das sind die Ergebnisse, die die Bremer Delegation aus Malta mitbringt. Ein fünfköpfiges Team unter Leitung von Uni-Rektor Professor Bernd Scholz-Reiter ist dort vier Tage lang gewesen.

Bildunterschrift: Nicht nur Arbeit wartete auf die Bremer Delegation: Hier besuchten sie den maltesischen Tempel Hagar Qim. Von links: Professor Thomas Stolz, Professor Gerhard Bohrmann, Dr. Annette Lang, Professor Bernd Scholz Reiter und Benjamin Saade.

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Oberfläche eines digitalen Tisches.
© Harald Rehling / Uni BremenDas ZeMKI erforscht den zusammenhängenden Wandel von Medien, Kultur und Gesellschaft. Dabei wurde u.a. dieser interaktive Tisch im Rahmen der Creative Unit "Kommunikative Figurationen" entwickelt.

ZeMKI wird zehn Jahre alt

Das Zentrum für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) feiert im November 2015 sein zehnjähriges Bestehen. Es vereint medienbezogene Forschung in unterschiedlichen disziplinären Zusammenhängen an der Universität Bremen. Was als Zusammenschluss von vier jungen Professoren begann, umfasst heute Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus der Kommunikations- und Medienwissenschaft, der Erziehungswissenschaft, der Geschichtswissenschaft, der Informatik, den Kulturwissenschaften und der Religionswissenschaft. Aktuell forschen am ZeMKI 13 Professoren, 49 Promovenden und Postdocs konsequent fachbereichsübergreifend. Das ZeMKI steht für erfolgreiche Grundlagenforschung zum zusammenhängenden Wandel von Medien, Kultur und Gesellschaft. Zu den Drittmittelgebern der vergangenen Jahre gehören die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Europäische Union. Seit 2012 trägt das ZeMKI die profilbildende Forschungsgruppe „Kommunikative Figurationen mediatisierter Welten“ der Universität Bremen. Sie wird als „Creative Unit“ im Rahmen des Zukunftskonzepts „Ambitious and Agile“ der Universität Bremen als Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert.

Mehr Informationen gibt es in der Pressemitteilung

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© ZARMBlick auf die Spitze des 146 Meter hohen Fallturms.

Seit 25 Jahren Superlative: Der Fallturm

Am 15. November 2015 feiert das Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) an der Universität Bremen das 25. Jubiläum des Bremer Fallturms mit einem „Tag der offenen Tür“. Seitdem der damalige Bundesforschungsminister Dr. Heinz Riesenhuber den Fallturm Bremen 1990 in Betrieb genommen hat, ist dieser konsequent technisch weiterentwickelt worden. Dadurch kann er heute mit einigen Superlativen aufwarten: Für erdgebundene Experimente unter Schwerelosigkeit bietet der 146 Meter hohe Fallturm die beste Qualität und die längste Versuchszeit mit über 9 Sekunden. Um diese Vorteile nutzen zu können, reisen internationale Forschungsteams u.a. aus Japan, China, Kanada und Bolivien an die Universität Bremen. Mit über 7000 erfolgreichen Experimenten ist der Fallturm Bremen auch mit großem Abstand das Mikrogravitationslabor mit der besten Auslastung weltweit.

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Nationalflagge Frankreich
© mozZz / fotolia

Uni Bremen beteiligt sich an europäischer Schweigeminute

Nach der Serie von Terroranschlägen am 13. November 2015 in Paris haben die europäischen Staats- und Regierungschefs jeden einzelnen EU-Bürger zu einer Schweigeminute aufgerufen. Das Rektorat der Universität Bremen beteiligte sich am 16. November 2015 um 12 Uhr an dieser europäischen Schweigeminute und lädt alle Uni-Angehörigen ein, gemeinsam ein Zeichnen gegen Gewalt und Terror und für Freiheit und Demokratie zu setzen. „Unsere Universität versteht sich als Ort der Vielfalt und des friedlichen Miteinanders. Dieses kostbare und demokratische Gut dürfen wir uns nicht nehmen lassen. Unsere Gedanken ward bei den Opfern und deren Angehören von Paris, aber auch aus Beirut“, so Uni-Rektor Bernd Scholz-Reiter.

Mann mit Mikro diskutiert mit anderen Männern am Tisch.
Diskutieren auf dem Podium (v.l.): Dr. Leif Kramp (ZeMKI, Uni Bremen), Anke Domscheit-Berg (Expertin für Open Government und digitale Gesellschaft), Moritz Döbler (Chefredakteur Weser-Kurier), Jan Metzger (Intendant Radio Bremen) und
Nico Lumma (next media accelerator).

Bremer Universitäts-Gespräche diskutieren Zukunft der Medien

Bei den 28. Bremer Universitäts-Gesprächen am 19. und 20. November 2015 diskutieren hochrangige Expertinnen und Experten die Zukunft von Medien, Kommunikation und Information. Die Frage, was Medien mit dem Menschen machen, wie sie seine Welt, seine Wirklichkeit verändern, ist das zentrale Thema der Kommunikations- und Medienforschung geworden. Was verändert sich an der Art und Weise, wie wir im mediatisierten Alltag kommunizieren? Welchen Chance und Risiken verbinden sich mit der Digitalisierung? Mit diesen zentralen Fragen beschäftigen sich die Expertinnen und Experten. Die Gespräche beginnen am 19. November um 18 Uhr in einer öffentlichen Festveranstaltung in der Historischen Stadtwaage Bremen. Nach Grußworten von Professor Helge Bernd von Ahsen (Vorstand der Wolfgang-Ritter-Stiftung) und der Bremer Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Professorin Eva Quante-Brandt, hält eine der angesehensten Kommunikationswissenschaftlerin weltweit, Professorin Sonia Livingstone von der London School of Economics and Political Science den Festvortrag „The Future of Children's Rights in the Digital Age“. Am Freitag, 20 November, werden die Gespräche in einer geschlossenen Klausurtagung mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und politischer Praxis fortgesetzt. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit Profis aus der Medienpraxis. Die Tagung wird von der Wolfgang-Ritter-Stiftung, der Universität Bremen und den „unifreunden“ veranstaltet. Die wissenschaftliche Koordination liegt bei den Professoren Andreas Hepp und Thomas Friemel, beide vom Fachbereich Kulturwissenschaften der Uni Bremen.

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Forschungsschiff im Packeis
© M. Hoppmann / AWIIm Rahmen des Sonderforschungsbereichs finden auch intensive Messkampagnen auf dem Forschungseisbrecher „Polarstern“ des AWI statt.

Neuer Sonderforschungsbereich bewilligt

Große Anerkennung für die Umwelt- und Klimaforschung der Universität Bremen: Wissenschaftler des Instituts für Umweltphysik sind an einem neuen Sonderforschungsbereich beteiligt, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im November 2015 bewilligt. Die Federführung des Sonderforschungsbereich Transregio 172 „Arktische Klimaveränderungen" (SFB/TR 172) hat die Universität Leipzig. Beteiligt sind neben der Universität Bremen das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven und Potsdam, die Universität Köln und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig. Der SFB/TR 172 nimmt im Januar 2016 seine Arbeit auf. Er wird in seiner ersten vierjährigen Förderphase mit rund 9 Millionen Euro gefördert. Der Anteil der Universität Bremen beträgt etwa 2 Millionen Euro. „Die Genehmigung des SFB/TR ist eine große Anerkennung für die Umwelt- und Klimaforschung der Universität Bremen“, sagt Professor Justus Notholt. Er ist Vizesprecher des neuen Forschungsverbundes und mit seinem Kollegen Professor John Philip Burrows an dem SFB/TR beteiligt. Das Institut für Umweltphysik (IUP) beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit der Klimaentwicklung in der Arktis. Durch den neuen SFB/TR können die Forschungen in den Polargebieten jetzt deutschlandweit erweitert werden.

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Jan Westermamp steht am Sensor
© Harald Rehling / Uni BremenJan Westerkamp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am BIMAQ der Uni Bremen, führt im erweiterten Labor optische Messungen mit einem speziellen Sensor durch.

Lebensdauer von Windenergieanlagen erhöhen

Windenergieanlagen (WEA) müssen hohen dynamischen Belastungen standhalten. In vielen Anlagen sind in den vergangenen Jahren mehrmals Lager- und Zahnradschäden aufgetreten. Grund für diese Schäden sind Qualitätsmängel an den Getriebebauteilen. Mit einer zuverlässigen und aussagefähigen Messtechnik kann solchen Schäden künftig nachhaltig vorgebeugt werden. Dafür hat das Bremer Institut für Messtechnik, Automatisierung und Qualitätswissenschaft (BIMAQ) der Universität Bremen jetzt sein deutschlandweit einmaliges Labor für Großverzahnungsmessungen erweitert. Es versetzt das BIMAQ in die Lage, Bauteile bis zu 6.300 Kilogramm mit optischen und taktilen Sensoren zu messen. Der neue Drehtisch und das klimatisierte Lager für die Vortemperierung der Bauteile erweitern das Spektrum der einsetzbaren Messstrategien und erhöhen die Laborkapazität. Verbundpartner sind die Universität Bremen, die Hexagon Metrology GmbH (Wetzlar) sowie die Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die Universität Bremen in dem Verbundprojekt mit mehr als einer Million Euro. Die Gesamtfördersumme beträgt etwa 2,3 Millionen Euro.
Foto UPAK-Ordner BU: Jan Westerkamp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am BIMAQ der Uni Bremen, führt im erweiterten Labor optische Messungen mit einem speziellen Sensor durch.

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Bessel-Forschungspreisträger kommt an die Uni Bremen

Die Humboldt-Stiftung gibt im November 2015 bekannt, dass Oleg Prezhdo den Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis erhält. Der Professor für Chemie an der University of Southern California, Los Angeles, wird das Preisgeld für Forschungsaufenthalte an der Uni Bremen nutzen. Die wissenschaftlichen Beiträge von Professor Prezhdo über Schlüsselprozesse der solaren Energiespeicherung gelten weltweit als bahnbrechend. An der Uni Bremen wird er in enger Kooperation mit Professor Thomas Frauenheim aus dem Bremen Center for Computational Materials Science (BCCMS) im Studiengang Physik Forschungsfragen nachgehen. „Mit Oleg Prezhdo kommt ein Kollege an unser Institut, der einer der führenden Experten für theoretische Untersuchungen des photo-stimulierten Ladungs- und Energietransfers ist. Dass er sich für die Universität Bremen entschieden hat, ist für uns hohe Anerkennung und Ansporn zugleich“, freut sich Professor Thomas Frauenheim.

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Poster mit Schriftzügen auf einem Tisch
© Karla Götz / Universität BremenTag der Lehre: Während der offenen und kritischen Diskussion schreiben die Moderatoren die Anregungen der Runde auf Poster, um sie anschließend den anderen Arbeitsgruppen vorzustellen.

Tag der Lehre

Am 25. November 2015 ist an der Uni Bremen wieder Tag der Lehre. Studierende und Lehrende thematisieren in gemeinsamen Veranstaltungen zahlreiche Aspekte rund um die Lernpraxis an der Universität. Alle Fachbereiche sind dabei. Um allen eine Teilnahme zu ermöglichen, ist der 25. November zum „Dies Academicus“ erklärt worden.

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