Forschung

Mann lächelt in Kamera
© David Ausserhofer / Universität BremenDer Poltikwissenschaftler Prof. Ingo Rohlfing hat den ERC Starting Grant erhalten.

Bremer Politikwissenschaftler erhält EU-Förderung

Professor Ingo Rohlfing hat im Januar 2015 vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council) den mit 1,1 Millionen Euro dotierten ERC Starting Grant erhalten. Der Politikwissenschaftler war damit in einer der begehrtesten Ausschreibungen der EU-Forschungsförderung erfolgreich. Ingo Rohlfing ist seit September 2013 Professor für Qualitative Methoden und Politikwissenschaft an der Exzellenzuniversität Universität Bremen sowie Adjunct Professor an der Bremer Jacobs University und gehört zur Bremen International Graduate School of Social Sciences (BIGSSS). Das vom ERC bewilligte Projekt „Enhanced Qualitative and Multimethod Research in Political Science“ erlaubt es ihm, seine bisherige Arbeit über qualitative Techniken wie Prozessanalyse und Qualitative Comparative Analysis sowie Multimethodendesigns zu vertiefen und zu verbreitern. In Zusammenarbeit mit drei Mitarbeitern ist es das Ziel, neue und verbesserte Methoden und Instrumente zu entwickeln, die Politikwissenschaftler in ihrer Forschung anwenden können, um valide Schlussfolgerungen über politische und soziale Zusammenhänge zu ziehen.

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Vier Personen, zwei Männer, zwei Frauen, lächeln in die Kamera
© Fotomontage Kai Uwe Bohn, Harald RehlingPreisträger des ERC Consolidator Grants (von links) Professorin Rebecca von Mallinckrodt (Geschichte), Professor Carsten Lutz (Informatik), Professorin Rita Groß-Hardt (Biologie) und Professor Andreas Fischer-Lescano (Rechtswissenschaft).

Hochrangige Förderung vom Europäischen Forschungsrat

Der ERC Consolidator Grant, eine der profiliertesten Auszeichnungen des Europäischen Forschungsrates, ging im März 2015 gleich viermal an die Universität Bremen. Die Projekte der Professorinnen Rita Groß-Hardt (Biologie) und Rebbeka von Mallinckrodt (Geschichte) sowie der Professoren Andreas Fischer-Lescano (Rechtswissenschaft) und Carsten Lutz (Informatik) werden vom European Research Council über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt mehr als 7,6 Millionen Euro gefördert. Rita Groß-Hardt untersucht „Polyspermy“. Das ist das Verschmelzen von mehr als einer Spermazelle mit einer Eizelle. Das Thema von Professorin Rebecca von Mallinckrodt lautet: „Verschleppte Menschen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation im 18. Jahrhundert“. Professor Andreas Fischer-Lescano erforscht transnationale rechtspolitische Bereiche der Finanzmarktgestaltung, der Internetregulierung und der Sicherung der Ernährungssouveränität. Wie täglich anfallende unstrukturierte Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengebracht, analysiert und verarbeitet werden können, ist der Forschungsgegenstand des Informatikprofessors Carsten Lutz.

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Mann im Gespräch
© D. Ausserhofer / Universität BremenProf. Kai-Uwe Hinrichs und sein Team erhalten 3 Millionen Euro vom Europäischen Forschungsrat.

Europäischen Forschungsrat fördert Geochemiker

Der Bremer Geochemiker Professor Kai-Uwe Hinrichs erhält vom Europäischen Forschungsrat drei Millionen Euro Fördermittel. In den kommenden fünf Jahren wollen Hinrichs und seine Arbeitsgruppe damit das Projekt „ZOOMecular“ realisieren. Dabei werden Klima- und Umweltprozesse der jüngeren Erdgeschichte mit Hilfe molekularer, bildgebender Verfahren nachgezeichnet. Das Besondere daran ist die bislang unerreichte zeitliche Auflösung. Kai-Uwe Hinrichs ist seit 2002 Professor für Organische Geochemie an der Universität Bremen. Eine Veröffentlichung, die 2014 im angesehenen US-Wissenschaftsmagazin „Proceedings of he National Academy of Sciences oft he United States of America“ (PNAS) erschien, lieferte die Initialzündung für den jetzt durch den Europäischen Forschungsrat bewilligten Förderantrag. Damals hatten Hinrichs und seine Gruppe knapp 10.000 Jahre alten Ablagerungen aus dem Mittelmeer Umweltinformationen im Vierjahres-Rhythmus entlockt.

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Gruppenbild mit drei Männern mit Urkunde und Blumenstrauß
© Sandra RamirezWerner Baumann, Mitglied des Vorstands des DAI (von links) gratuliert Professor Thilo Kuntz gemeinsam mit Professor Bernd Rudolph, dem Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Aktieninstituts.

Professor Thilo Kuntz erhält Hochschulpreis des Deutschen Aktieninstituts

Für seine exzellente Habilitationsschrift ist Professor Thilo Kuntz aus dem Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Bremen ausgezeichnet worden. Er hat im April 2015 den mit 10.000 Euro dotierten Hochschulpreis des Deutschen Aktieninstituts erhalten. Kuntz ist seit Januar 2015 Professor an der Universität Bremen. Seine Arbeitsgebiete sind: Bürgerliches Recht, Gesellschaftsrecht und Rechtstheorie. In seiner Arbeit mit dem Titel „Gestaltung von Kapitalgesellschaften zwischen Freiheit und Zwang – Venture Capital in Deutschland und den USA" hat er am Beispiel von Wagniskapitalvereinbarungen untersucht, welche Schranken für die freie Gestaltung von Kapitalgesellschaften gelten. Dabei hat er das deutsche Recht, insbesondere das Aktienrecht, unter Einbeziehung ökonomischer Aspekte umfassend mit dem US-Recht verglichen.

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Gruppenbild mit drei Frauen und drei Männern während einer Auszeichnung.
© Wirtschaftsvereinigung StahlJohanna Wanka, Carolin Wickborn [FZG], Margarita Bambach [IEHK], Hendrik Kramer [WKK], Dr.-Ing. Holger Surm [IWT], Ranga Yogeshwar.

Stiftung Institut für Werkstofftechnik erhält Stahl-Innovationspreis

Die Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) an der Universität Bremen hat gemeinsam mit Universitäten in München, Aachen und Kaiserslautern an der Verbesserung von Stahlwerkstoffen gearbeitet. Das Kooperationsprojekt „High Performance Components – Innovative Konzepte zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit hochbeanspruchter Bauteile“ hat im Juni 2015 den Stahl-Innovationspreis 2015 der Wirtschaftsvereinigung Stahl erhalten. Entwickelt wurden Stahlwerkstoffe, die hoch beanspruchbar und trotzdem deutlich unempfindlicher gegen Schlacke-Einschlüsse sind. Die Lösungen speziell für hoch beanspruchte antriebstechnische Bauteile wurden durch neue Legierungs- und Wärmebehandlungskonzepte gefunden. Das ist gut für die Zähne von Zahnrädern, für Lager und Antriebswellen.

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Grafik mit einem Auto
© Bildlizenz: Verified Systems International GmbH und CCBY-SA2.0DETestsysteme von Verified Systems simulieren für den Testling - zum Beispiel ein Steuercomputer in einem Triebwerk - die reale Einsatzumgebung und prüfen seine Reaktionen auf die Test Stimuli.

Zweiter und vierter Preis für innovatives Testverfahren für Steuerungssysteme

Erstmalig hat die europäische Forschungskommission den „Innovation Radar Innovation Prize“ ausgeschrieben. Aus über 1.000 Ideen, die in Forschungsprojekten entwickelt wurden, wählten EU-Spezialisten die zehn Erfindungen mit dem größten Innovationspotenzial. Hierbei erreichte ein Forschungsergebnis, welches unter Leitung von Professor Jan Peleska vom Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Bremen erarbeitet wurde, den 4. Platz. Es ist ein mathematisch komplexes und nur mit Computerunterstützung anwendbares Testverfahren, das für Steuerungssysteme in Flugzeugen, Zügen oder Automobilen eine bisher noch nicht erreichte Teststärke besitzt. Noch während des Forschungsprojektes übernahm Verified Systems International GmbH, ein Spinoff-Unternehmen des TZI, die Vermarktung des neuen Testverfahrens. Hierfür erhielt das Unternehmen den 2. Preis, die sogenannte „Runner-up Trophy“.

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Ein Mann im Anzug übergibt eine Urkunde an einen jungen Mann und eine junge Frau
© Europäische ForschungskommissionThorsten Kluß und Carolin Zschippig bei der Preisverleihung.

IT-Team der Uni Bremen erreicht zweiten Platz im EU-Ideenwettbewerb

Ein Informatik-Team der Universität Bremen kommt beim EU-Wettbewerb „FRACTALS Smart Urban Farming Challenge“ im November auf den zweiten Platz. Dabei ging es um mehr Natur für die Stadt, bekannt als Smart Urban Gardening. Mit ihrer Idee SiiBii – the urban beekeepers network konnten Thorsten Kluß und Carolin Zschippig aus der Arbeitsgruppe Kognitive Neuroinformatik die Jury der europäischen Forschungskommission überzeugen. SiiBii stellt eine IT-Lösung auf Basis von FIWARE Technologie zur Verfügung, die Stadtimker dabei unterstützt, eine produktive Kooperative zu sein. Auf einer Online-Plattform werden Wissen und Ressourcen geteilt und Produkte (Honig) lokal vermarktet. Sie bindet SmartHives – mit Sensoren ausgestattete, intelligente Bienenstöcke – ein, die eine ökologische Imkerei erleichtern und SiiBii-Nutzende vernetzen.

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Gruppenbild während einer Preisverleihung
© A. Villock / GEOMARV.l.n.r.: Prof. Dierk Hebbeln, Prof. Eva Quante-Brandt, Prof. André Freiwald, Kristin Alheit, Rüdiger Eichel, Prof. Wolf-Christian Dullo.

MARUM erhält Norddeutschen Wissenschaftspreis

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wurde 2015 an ein länderübergreifendes Projektteam der Forschungszentren MARUM der Uni Bremen, GEOMAR-Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven vergeben. Der Preis wird von den fünf norddeutschen Bundesländern ausgelobt und ist mit 100.000 Euro dotiert. „Kaltwasserkorallen im Atlantischen Ozean: fragile Bio/Geosysteme unter dem Einfluss von Klima- und Umweltveränderungen“ so lautet der Titel der Gemeinschaftsarbeit, mit der sich das Gewinnerteam gegen sieben weitere Bewerber durchsetzen konnte. Vom MARUM ist Professor Dierk Hebbeln ausgezeichnet worden.

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Ein Forschungsgerät, dass einem großen orangefarbenem Ball ähnelt
© A. Roessler / Universität BremenEin akustischer Strömungsmesser geschützt durch eine Kugel aus Kunststoffschaum kehrt nach einem Jahr in der Tiefsee an die Oberfläche zurück. Diese Geräte sind Teil des RACE Beobachtugnssystems.

Forschungsprojekt RACE künftig unter Bremer Leitung

Der deutsche Forschungsverbund RACE „Regionale Atlantikzirkulation im Globalen Wandel“ erforscht seit 2012 die klimarelevanten Strömungen im Atlantik vom Arktischen Ozean bis in die Tropen. Im Fokus stehen dabei die möglichen Auswirkungen auf das atlantische Klimasystem, auf den europäischen Schelfbereich und auf den Küstenschutz in Deutschland. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzen dabei auf eine Kombination aus effizienten Beobachtungen in Schlüsselregionen des Atlantiks und realitätsnaher Modellierung. Fünf große Klimaforschungsinstitute und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sind am Forschungsverbund beteiligt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt in den kommenden drei Jahren mit 4,4 Millionen Euro. Der Verbund wird ab Januar 2016 von Professorin Monika Rhein vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) und dem Institut für Umweltphysik (IUP) der Universität Bremen koordiniert.

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