Lehre

Zwei Frauen zeigen ein großes Plakat
© Karla Götz/ Universität BremenAnglistikprofessorin Sabine Doff (links) und ihre wissenschaftliche Mitarbeiterin Fatou Julia N'Jie zeigen ein Poster mit Erläuterungen zum ausgezeichneten Lehrkonzept.

Gute Lehre zahlt sich aus

Die Fremdsprachendidaktik Englisch der Universität Bremen hat im Januar 2015 Auszeichnungen für zwei neue Lehrveranstaltungskonzepte erhalten. „Forschendes Lernen in der Englischdidaktik (ForschEND)“ wurde für die Teilnahme am Kolleg Lehren nominiert und mit 15.000 Euro gefördert. Das Kolleg ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der Volkswagen Stiftung und weiterer Stiftungen. Das Bremer Konzept überzeugte mit erweiterten Praxisbezügen im Bachelor-Curriculum und der Berücksichtigung heterogener Bildungsvoraussetzungen der Studierenden. Im zweiten Projekt für Studierende im Master of Education stellten Preisträger des Deutschen Lehrerpreises ihre Unterrichtskonzepte vor, die von Studierenden analysiert und genutzt werden konnten. Dieses Konzept erhielt 10.000 Euro vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und von der Vodafone Stiftung. Beide Konzepte entstanden unter Federführung der Anglistikprofessorin Sabine Doff und Dr. Regine Komoss, Geschäftsführerin des Zentrums für Lehrerbildung.

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Mann mit Brille in einem Büro
© Harald Rehling / Universität BremenProf. Thomas Hoffmeister überzeugte die Jury mit seinem Konzept zur Weiterentwicklung guter Lehre.

Thomas Hoffmeister mit Projekt für exzellente Lehre erfolgreich

Mit der Einrichtung einer „Ständigen Konferenz für Exzellenz in der Lehre“ hat sich Professor Thomas Hoffmeister erfolgreich beim Bündnis für Hochschullehre, „Lehre hoch n“, beworben. Hoffmeister, Konrektor für Lehre und Studium an der Universität Bremen, wird einer von 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der fünf Workshops für Lehre im Jahresprogramm 2016 sein. Beworben hatten sich 100 Interessenten aus dem ganzen Bundesgebiet. Der „Ständigen Konferenz für Exzellenz in der Lehre“ sollen an der Universität Bremen 30 Mitglieder angehören. Es sollen Expertinnen und Experten aus allen Statusgruppen sein: Lehrende, Studierende und Verwaltungsmitarbeiter. Zweimal jährlich soll die Ständige Konferenz sich inneruniversitär und interdisziplinär über Qualitätskriterien und Möglichkeiten der Weiterentwicklung guter Lehre austauschen. Das Projekt hat das Bündnis für Hochschullehre überzeugt. Ihm gehören der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft sowie vier weitere hochrangige Stiftungen an. „Lehre hoch n“ ist ein hochrangiges Weiterbildungs- und Netzwerkangebot, von dem Konrektor Hoffmeister bei der Umsetzung seines Projektes profitieren kann.

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Mann lächelt in die Kamera
Der Erziehungswissenschaftler Christoph Fantini gründete das Projekt "Rent a Teacherman" Foto: Universität Bremen

Gütesiegel des Europäischen Rates für Christoph Fantini

Im Wintersemester 2012/2013 hat der Erziehungswissenschaftler Christoph Fantini sein Projekt „Rent a Teacherman“ gestartet. Weil an den Bremer Grundschulen männliche Lehrkräfte fehlen, „verleiht“ er Lehramtsstudierende zu semesterbegleitenden Praktika an die Schulen mit rein weiblichen Lehrkräften. Das sehr gut nachgefragte Projekt hat 2015 ein hochrangiges Gütesiegel erhalten. Im Januar listete es der Europäische Rat als „Good Practice“ in seinen Empfehlungen für Gendergerechtigkeit. Es ist damit europaweit zur Nachahmung empfohlen. Das ist eine hohe Auszeichnung für Christoph Fantini und seine Lehramtsstudierenden. Sie sind inzwischen an 15 Schulen gefragt. „Eine große Zahl von Kindern geht durch die Bildungsinstitutionen und sieht nicht einen einzigen Mann. So können sich klassische Rollenbilder verfestigen“, sagt der engagierte Erziehungswissenschaftler.

Weitere Informationen zu dem Projekt

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Zwei Frauen vor Plakaten
© Harald Rehling / Universität BremenProf. Sabine Doff und Dr. Regine Komoss vom Zentrum für Lehrerbildung freuen sich über die Förderung.

Lehrerbildung auf dem Weg zur Exzellenz

Die Lehrerbildung der Universität Bremen wird deutlich gestärkt: Mit seinem Antrag „Schnittstellen gestalten – das Zukunftskonzept für die Lehrerbildung“ war das Zentrum für Lehrerbildung in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundes und der Länder erfolgreich. Die Universität hat in der Ausschreibung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz für die Zeit von 2016 bis 2018 insgesamt 2,8 Millionen Euro einwerben können. Neun von zwölf Fachbereichen der Universität bilden Lehrerinnen und Lehrer in den unterschiedlichsten Fächern und Fachdidaktiken aus. Dazu gehört auch die professionelle Begleitung von Praxisphasen an Bremer Schulen. Das Konzept „Schnittstellen gestalten“ strebt die bessere Abstimmung fachlicher, fachdidaktischer und erziehungswissenschaftlicher Anteile im Lehramtsstudium sowie die passgenaue Verzahnung von Theorie und Praxis an.

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Mann im Büro
© privat / Universität BremenProfessor Ingo Eilks wurde als Senior-Fellow gewählt.

Fachdidaktiker Ingo Eilks Senior Fellow im Kolleg Didaktik:digital

Um den Einsatz digitaler Medien im naturwissenschaftlichen Unterricht und in der Lehramtsausbildung zu stärken, hat die Joachim Herz Stiftung das Kolleg Didaktik:digital gegründet. Mit der Gründung wurden sechs Senior-Fellows ausgewählt. Es sind auf dem Gebiet der digitalen Medien erfahrene Fachdidaktik-Professoren der Fächer Biologie, Chemie und Physik. Einer der Senior-Fellows ist Professor Ingo Eilks vom Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Bremen. Die Senior-Fellows erhalten mit der Berufung je 20.000 Euro für den Ausbau und die Weiterverbreitung ihrer eigenen vorbildlichen Lehrmodule.

Hier finden Sie Informationen zum Kolleg Didaktik:digital

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Erfolgreicher Einsatz für bessere Hochschullehre

Im November 2015 erhielt Professorin Sabine Doff aus dem Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften gemeinsam mit ihrer Kollegin Professorin Daniela Elsner von der Universität Frankfurt am Main ein Tandem-Fellowship für das Projekt „Interuniversitäres Gesamtcurriculum Forschendes Lernen im Lehramt Englisch“. Drei Stiftungen unterstützen mit den „Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre“ elf Projekte, die Lehr- und Prüfungsformate an deutschen Hochschulen weiterentwickeln und verbessern sollen. Das Konzept der Professorinnen Sabine Doff und Daniela Elsner wird mit 30.000 Euro gefördert. Beteiligt sind der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Baden-Württemberg Stiftung sowie die Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung.

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Hier finden Sie Informationen zu den elf geförderten Projekten

Gruppenfoto mit zwei Männern und einer Frau
© Harald Rehling / Universität BremenGemeinsame Freude über gute Lehre: (v.l.) Dr. Volkmar Zielasek , Dr. Janna Wolff und Professor Dr. Jens Pöppelbuß.

Berninghausen-Preis für gute Lehre vergeben

Bereits zum 23. Mal wurde Ende November 2015 an der Uni Bremen der Berninghausen-Preis für hervorragende Lehre vergeben. Er ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wird von den „unifreunden“ (Gesellschaft der Freunde der Universität Bremen und der Jacobs University Bremen) auf Vorschlag von Studierenden und Lehrenden der Uni verliehen. Dr. Janna Wolff wurde ausgezeichnet für das hervorragend gestaltete Forschungsprojekt zu „Populationspolitik - Europäische Gesundheitspolitiken aus vergleichender Perspektive“. Ihr gelinge es, mit den Studierenden eine produktive und gleichzeitig unangestrengt gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen, so die Jury. Der Preis für ein „Exzellentes zeitgemäßes Vorlesungsformat“ geht an Professor Dr. Jens Pöppelbuß. Sein Vorlesungsformat in der Lehrveranstaltung „Geschäftsprozessmanagement“ zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es praktische Aufgabenpakete in selbstständiger Gruppenarbeit zu bearbeiten gibt, die mit modernen Tools, wie sie im Berufsfeld genutzt werden, bearbeitet werden können. Den Studierendenpreis erhielt Dr. Volkmar Zielasek. Den Studierenden gefällt in seiner Veranstaltung „Rechenmethoden in den Naturwissenschaften“ besonders, dass er auch komplizierte Sachverhalte der Mathematik auf teils humoristische Weise, häufig auch durch die Wahl lebensnaher Beispiele erläutert.

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Erfolg beim Wettbewerb „Digitales Lernen in der Grundschule“

„Digitale Medien inklusive!“: So lautete der Projektantrag, mit dem ein Team aus 15 in Lehrerbildung und Medienpädagogik an der Universität Bremen tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Dezember bei der Ausschreibung der Deutschen Telekom Stiftung zur Förderung von Digitalem Lernen in der Grundschule punktete. Bundesweit hatten sich 24 Universitäten und Pädagogische Hochschulen um fünf Förderplätze beworben. Der Bremer Antrag unter der Teamleitung von Professor David Reid (Fachbereich Mathematik/Informatik)) schaffte den Sprung in die Förderung mit der gelungenen Verzahnung von digitalen Medien und inklusivem Lernen und der vom Zentrum für Lehrerbildung koordinierten Einbindung des Vorhabens in die Lehrerbildung der Universität Bremen.

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