Januar

Zwei Männer und eine Frau unterzeichnen den Vertrag
© Harald Rehling / Uni BremenFreuen sich über die neue Kooperation: Uni-Kanzler Dr. Martin Mehrtens, Karin Peitgen und Professor Heinz-Otto Peitgen (v.l.).

Weitere Treuhandstiftung für die Uni Bremen

Zu Beginn des Jahres gibt es gute Nachrichten aus der Uni Bremen: Das Ehepaar Karin und Heinz-Otto Peitgen hat kurz vor dem Jahreswechsel eine Treuhandstiftung unter dem Dach der Stiftung der Universität Bremen gegründet. Sie soll den digitalen Wandel und sozial benachteiligte Kinder fördern. Kurz davor entstand zudem die „Iris und Hartmut Jürgens-Stiftung Chance auf ein neues Leben“. Sie unterstützt an der Uni Bremen vor allem medizindiagnostische und therapeutische Forschung sowie Projekte für geflüchtete Menschen. „Wir haben dieser Universität viel zu verdanken und möchten ihr durch unsere gezielte Förderung etwas zurückgeben“, begründen Karin und Heinz-Otto Peitgen ihr Engagement. „Als ich 1977 als junger Professor von Bonn nach Bremen kam, war die Universität selbst noch jung und hatte ihren Weg noch nicht gefunden. Seither hat sie eine bewundernswerte Entwicklung vollzogen. Ich bin stolz, dass ich daran mitwirken konnte. Die Universität hat mir stets jede Freiheit geboten, meine wissenschaftlichen Visionen zu verwirklichen“, ergänzt Peitgen. Er war mehr als 35 Jahre an der Uni Bremen Professor für Mathematik. Ab 1991 wurde Peitgen ein Vorreiter und Wegbereiter des digitalen Wandels in der Medizin. Das heutige Fraunhofer Institut MEVIS – ein Institut für Bildgestützte Medizin – gründete er 1995.

Zur Pressemitteilung über die „Karin und Heinz-Otto Peitgen-Stiftung“

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Roter Schwamm auf weißer Koralle
© Laura Rix / Universität BremenDer untersuchte rote Schwamm Mycale fistulifera auf einer Steinkoralle der Gattung Stylophora im Roten Meer.

Korallen und Schwämme kommunizieren über ihren Stoffwechsel

Ein internationales Forscherteam macht eine überraschende Entdeckung im Meer: Korallen und Schwämme kommunizieren über ihren Stoffwechsel miteinander. Dies gilt sowohl für tropische Warmwasserkorallenriffe im Flachwasser als auch für Kaltwasserkorallenriffe in den Tiefen des Nordatlantiks. Diese Entdeckungen wird im Januar durch die vor kurzem an der Universität Bremen promovierte kanadische Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Laura Rix als Erstautorin in der renommierten multidisziplinären Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht. Das Forscherteam wird gemeinsam von Professor Christian Wild (Marine Ökologie, Universität Bremen), Dr. Malik Naumann (Leibniz Zentrum für Marine Tropenökologie, ZMT), Dr. Jasper de Goeij (University of Amsterdam und Dr. Dick van Oevelen (Royal Netherlands Institute for Sea Research, NIOZ) geleitet.

Zur Pressemitteilung

© Harald Rehling / Universität BremenEine Kristallzüchtungsanlage gehört seit 2014 der Uni Bremen. Professor Reinhard X. Fischer hält einen 5 Zentimeter großen gezüchteten Kristall in der Hand.

Geballte Kompetenz: Uni Bremen stärkt Kristallographie mit neuem Institut

Kristallographie — das ist mehr als die Erforschung von Glitzersteinchen unter der Lupe: Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit dem atomaren Aufbau und den sich daraus ergebenden Eigenschaften von Materialien, seien es moderne Nano-Materialien, pulverförmige Verbindungen der chemischen oder pharmazeutischen Industrie, keramische oder metallische Werkstoffe. Die Erkenntnisse werden beispielsweise in Solarzellen oder Computerchips angewandt. Entgegen des deutschen Trends, das interdisziplinäre Fach Kristallographie auf Grund von Sparzwängen der Universitäten immer weiter abzubauen, gründet die Universität Bremen im Januar das Institut für Anorganische Chemie und Kristallographie neu. Es belegt die starke Entwicklung der Kristallographie und der Materialwissenschaften in Bremen.

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Mann spricht vor sitzendem Publikum
© Harald Rehling / Universität BremenHält viel von der Uni Bremen: Bürgermeister Carsten Sieling beim Neujahrsempfang der "unifreunde" im Rathaus.

Bürgermeister: „Wir wollen Bremen exzellent halten“

Das Bremer Wissenschaftsjahr wird am 26. Januar offiziell mit dem traditionellen Neujahrsempfang der beiden Universitäten eingeläutet. 350 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft folgen der Einladung der „unifreunde“ in die Oberer Rathaushalle. In seinem Grußwort weist Bürgermeister Dr. Carsten Sieling auf die Forschungsleistungen der Universitäten für den Wissenschaftsstandort und die regionale Wirtschaft hin. Dies gelte es weiter zu profilieren. Die zweite große Herausforderung sei es, die Qualität der Lehre zu stärken und mehr qualifizierte Menschen für die Herausforderungen der Zukunft auszubilden. Vor dem Hintergrund der anstehenden Entscheidungen über das Nachfolgeprogramm der laufenden Exzellenzinitiative sagte Sieling die Unterstützung der Bremer Politik zu. Denn es „ist für uns wichtig, Bremen exzellent zu halten. Wir sind mit dabei.“ Das große Ringen um die Unterstützung des Bundes sehe er als eine zentrale Aufgabe des Senats. „Das, was möglich ist, tun wir.“

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Junge Männer an Tischen mit Laptops und Plakat im Vordergrund
© PrivatJedes Jahr findet die Bremer Beteiligung am Global Game Jam im Gebäude MZH statt.

Global Game Jam auch an der Uni Bremen

Studierende und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Digitale Medien von Professor Rainer Malaka am TZI – Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik der Universität Bremen organisieren wieder die Teilnahme am Global Game Jam. Weltweit sind tausende Spieleentwickler an über 400 Orten in mehr als 60 Ländern am Wochenende vom 29. bis zum 31. Januar mit dabei, um von Null an ein Computer- oder Brettspiel aus der Taufe zu heben.

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Lachender Mann mit Bart und Brille
© Justus Holzberger / Universität BremenSoziologieprofessor Johannes Huinink leitet den Projektanteil der Uni Bremen an der bundesweiten Längsschnittstudie.

Größte Längsschnittstudie zur Beziehungs- und Familienentwicklung in Deutschland

Das deutsche Beziehungs- und Familienpanel pairfam, das von Soziologen der Universität Bremen maßgeblich mitinitiiert wurde, geht in die nächste Runde: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Dezember 2015 die Befragungswellen 9 und 10 von pairfam (Panel Analysis of Family Dynamics) bewilligt. Der Förderumfang für die Dauer von 24 Monaten liegt bei 5 Millionen Euro, davon entfallen rund 20 Prozent auf die Uni Bremen. pairfam wird gemeinsam von den Universitäten Bremen (Professor Johannes Huinink), Chemnitz (Professor Bernhard Nauck), Jena (Professor Franz Neyer), Köln (Professor Karsten Hank) und München (Professor Josef Brüderl, Professorin Sabine Walper) durchgeführt. Bei den inhaltlichen Themen geht es um die Gründung, Etablierung, Gestaltung und Stabilität von Paarbeziehungen, die Entscheidung über das Ob und Wann der Geburt von Kindern und die hierauf einwirkenden individuellen und strukturellen Faktoren, die Beziehung zwischen den Generationen, zum Beispiel der Austausch materieller und immaterieller Leistungen, das Erziehungsverhalten und die kindliche Entwicklung sowie die soziale Einbettung von Partnerschafts- und Familienentwicklungsprozessen.

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