Juni

Uni präsentiert Green-IT-Housing-Center in Berlin

Der Bundespräsident lädt am 7. und 8. Juni 2016 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur „Woche der Umwelt“. Die Universität Bremen stellt dabei ihr Green-IT-Housing-Center vor. Die Einrichtung ist bislang einzigartig in der deutschen Hochschullandschaft. In einem hochmodern ausgestatteten Gebäude auf dem Campus ist die Rechnerkapazität der Uni und zahlreicher Forschungsinstitute zusammengefasst. Diese Rechnerkonzentration und eine ausgeklügelte Kühltechnik ermöglichen jährliche Energieeinsparungen von rund 3,6 Millionen Kilowattstunden und damit eine Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes um mehr als 2.000 Tonnen.

Zwei Männer lächeln in die Kamera
© Karla Götz / Universität BremenInformatikprofessor Ron Kikinis hat den Humboldt-Forschungspreisträger Professor Karol Miller aus Australien zu Gast.

Humboldt-Forschungspreisträger zu Gast an der Uni Bremen

Professor Karol Miller von der University of Western Australia in Perth wird für zwölf Monate an der Universität Bremen forschen. Er hat für seine exzellenten Ergebnisse auf den Gebieten Biomedizinische Technik und Medizinische Physik den Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten, der ihm den Aufenthalt in Bremen möglich macht. In der Arbeitsgruppe des renommierten Informatikprofessors Ron Kikinis wird er zwei seiner zahlreichen Themen stärker fokussieren: Bildgeführte Verfahren im Operationssaal bei Gehirntumoren und Computersimulation von Eingriffen bei Bauchaorten-Aneurysma. Seine Arbeit wird wichtige klinische Auswirkungen zur Rettung von Menschenleben haben. „Ich habe mir die Universität Bremen bewusst ausgesucht, weil Professor Kikinis eine weltweit bekannte Kapazität auf seinem Gebiet ist“, sagt der australische Gast. Kikinis leitet an der Uni Bremen die von der Exzellenzinitiative geförderte Creative Unit „Intra-operative Information“. Der australische Gastwissenschaftler wird sich vor Ort mit deren Arbeitsgruppen austauschen und vernetzen.

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Ein Mann und zwei Frauen schauen auf einen Bohrkern.
© Volker Diekamp / MARUMDie Bremer Meereswissenschaften sind ein internationaler Treffpunkt: Wissenschaftler aus aller Welt kommen hierher, um an den Bohrkernen im MARUM zu forschen.

Eine Erfolgsgeschichte: 30 Jahre Geowissenschaften

Im Jahr 1986 hat die Uni Bremen den Fachbereich Geowissenschaften gegründet. Damit begann eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die stark dazu beigetragen hat, dass die Universität Bremen heute deutschlandweit und international angesehen ist. So ist aus dem Fachbereich das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften hervorgegangen. Das dortige Exzellenzcluster „Der Ozean im System Erde“ war wichtig, damit die Universität 2012 Exzellenzuniversität wurde. In der Lehre bietet der Fachbereich eine innovative und modern konzipierte geowissenschaftliche Ausbildung. Am Freitag, 10. Juni 2016, feiert der Fachbereich seinen 30. Geburtstag mit 200 Gästen aus Wissenschaft und Politik. Auch die Senatorin für  Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Professorin Eva Quante-Brandt, ist dabei und spricht Grußworte.

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Sechsbeiniger Roboter
© Annemarie Hirth / DFKIDer sechsbeinige Laufroboter MANTIS ist eines der autonomen Systeme, die das DFKI entwickelt.

Zehn Jahre DFKI in Bremen

Roboter, die schwimmen, laufen oder im Team zusammenarbeiten, ein intelligenter Blaumann, der vor Haltungsschäden schützt und ein selbstfahrendes Elektroauto, das seitwärts und diagonal einparken kann – das alles und noch viel mehr konnten Besucherinnen und Besucher am 14. Juni beim Tag der offenen Tür des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen erleben. Der Bremer Standort des DFKI blickt 2016 auf zehn Jahre erfolgreiche Forschungsarbeit zurück. Was mit einem Labor und zwei Mitarbeitern begann, entwickelte sich schnell zum Erfolgsmodel. Heute arbeiten am Bremer Standort mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus aller Welt – unterstützt von rund 100 studentischen Hilfskräften. In Forschungsprojekten entwickeln sie Robotersysteme der nächsten Generation, die selbstständig komplexe Aufgaben lösen, und designen sichere eingebettete Systeme, die zunehmend die Geräte unseres Alltags bestimmen.

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10 Jahre Bremer Centrum für Mechatronik

Seit 2005 gibt es das Bremer Centrum für Mechatronik (BCM) an der Universität Bremen in Kooperation mit der Hochschule. Am 2. Juni 2016 lädt das BCM zum 6. Bremer Mechatronik-Tag in die Handelskammer Bremen ein – und nimmt die öffentliche Veranstaltung zum Anlass, seinen 10. Geburtstag nachzufeiern. Im BCM entwickeln Forscherinnen und Forscher mit Partnern aus Wirtschaft und Industrie technische Lösungen für die Windenergie, Robotik, Herstellungsverfahren und andere Bereiche. Dadurch fördert das BCM seit Jahren den Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Industrie auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Gefährdete Wissenschaftler forschen an der Uni Bremen

Ein ungewöhnliches Stipendium wird seit dem 1. Juni 2016 von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben: Mit der Philipp Schwartz-Initiative werden gefährdete Forscherinnen und Forscher, die in ihren Heimatländern von Krieg und Verfolgung bedroht sind, jeweils für zwei Jahre mit einem Vollstipendium gefördert. Zwei dieser Stipendien wurden an eine türkische Wissenschaftlerin und einen türkischen Wissenschaftler vergeben, die damit an der Universität Bremen arbeiten. Sie hatten in der Türkei eine Petition unterschrieben, in der sie die Regierung aufforderten, das harte Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung im überwiegend von Kurden bewohnten Südosten des Landes zu beenden. Die türkische Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. Die Fortsetzung ihrer wissenschaftlichen Arbeit war gefährdet. Weitere Stipendiaten folgen im Jahr 2017.