Weitere Projekte

2016 haben mit der „Iris und Hartmut Jürgens-Stiftung – Chance auf ein neues Leben“ und der „Karin und Heinz-Otto-Peitgen-Stiftung“ zwei neue Treuhandstiftungen ihre Arbeit aufgenommen. Beide haben ihren Platz unter dem Dach der Stiftung der Universität Bremen. Bereits 2012 wurde die Kellner & Stoll-Stiftung für Klima und Umwelt und Anfang 2015 die Manfred und Ursula Fluß-Stiftung gegründet.

Die Stiftung der Universität Bremen fördert die Vermittlung von Wissenschaft in die Öffentlichkeit, neue Ansätze in der Lehre und den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Älteres Pärchen lächelt in die Kamera
© Universität BremenDas Stifter Ehepaar Iris Spiegelhalter-Jürgens und Hartmut Jürgens unterstützt medizindiagnostische und therapeutische Forschung sowie Projekte für Geflüchtete.

Iris und Hartmut Jürgens-Stiftung – Chance auf ein neues Leben

Die Iris und Hartmut Jürgens-Stiftung – Chance auf ein neues Leben fördert zwei Schwerpunkte: Sie unterstützt an der Universität Bremen vor allem medizindiagnostische und therapeutische Forschung sowie Projekte für geflüchtete Menschen. „Wir haben selbst die Chance auf ein neues Leben bekommen – dies ist für uns ein Geschenk und eine Verpflichtung“, begründen Iris Spiegelhalter-Jürgens und Hartmut Jürgens ihr Engagement.

Hartmut Jürgens war mehr als drei Jahrzehnte an der Universität Bremen tätig, bevor ihn eine schließlich lebensbedrohliche Lungenerkrankung aus dem aktiven Leben riss – mit wenig Hoffnung auf Genesung. Doch dank einer gerade noch rechtzeitigen Organspende und mithilfe moderner Medizin konnte eine Lungentransplantation erfolgreich durchgeführt werden. Heute ist Hartmut Jürgens beruflich und privat wieder sehr aktiv – und geht sehr sorgsam mit seiner Gesundheit um. Iris Spiegelhalter-Jürgens ist sozial und lokalpolitisch engagiert. So arbeitete sie viele Jahre ehrenamtlich für die Jugendhilfeorganisation „Die Nachtwanderer“ in Bremen-Nord und war 2007 und 2011 im Ortsbeirat Bremen-Vegesack aktiv. Die mit der Krankheit von Hartmut Jürgens verbundene Grenzerfahrung in Zusammenhang mit ihrem gemeinsamen politischen und sozialen Engagement hat das Ehepaar motiviert, ihre Stiftung „Chance auf ein neues Leben“ zu gründen.

Mann und Frau auf großen roten Gartenstühlen
© Universität BremenSie sind mit der Universität Bremen eng verbunden: das Stifter-Ehepaar Karin und Heinz-Otto Peitgen.

Karin und Heinz-Otto Peitgen-Stiftung

Es war wie ein Weihnachtsgeschenk für die Universität: An Heiligabend 2015 unterzeichneten Stifter-Ehepaar Karin und Heinz-Otto Peitgen sowie Dr. Martin Mehrtens, Uni-Kanzler und Vorstandsvorsitzender der Stiftung der Universität Bremen, die Dokumente für die Karin und Heinz-Otto Peitgen-Stiftung. Sie fördert den digitalen Wandel und sozial benachteiligte Kinder.

„Wir haben der Universität Bremen viel zu verdanken und möchten ihr durch unsere gezielte Förderung etwas zurückgeben“, begründen Karin und Heinz-Otto Peitgen ihr Engagement. „Als ich 1977 als junger Professor von Bonn nach Bremen kam, war die Universität selbst noch jung und hatte ihren Weg noch nicht gefunden. Seither hat sie eine bewundernswerte Entwicklung vollzogen. Ich bin stolz, dass ich daran mitwirken konnte. Die Universität hat mir stets jede Freiheit geboten, meine wissenschaftlichen Visionen zu verwirklichen“, ergänzt Heinz-Otto Peitgen. Der Stifter war mehr als 35 Jahre an der Universität Bremen als Professor für Mathematik tätig. In den Jahren seit 1991 wurde er ein Vorreiter und Wegbereiter des digitalen Wandels in der Medizin.

Karin Peitgen hat 25 Jahre als Lehrerin in Bremen-Walle gearbeitet und täglich erlebt, dass Bildungschancengleichheit nur schwer zu erreichen ist. „Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft stehen vor einem umwälzenden Wandel, der einem gänzlich neuen Maschinenzeitalter gleichkommt und der durch eine umfassende Digitalisierung gekennzeichnet ist. Wer bisher oben war, könnte unten landen und umgekehrt. Das gilt besonders für Industrie und Wirtschaft, aber auch für Universitäten. Als Folge wird sich die während der vergangenen Jahrzehnte zunehmende soziale Spreizung noch weiter beschleunigen. Kinder aus sozial schwachen Familien werden eher noch weniger Chancengleichheit in ihren Bildungskarrieren erleben“, so Karin Peitgen.

Sowohl Hartmut Jürgens als auch Heinz-Otto Peitgen sind der Universität Bremen eng verbunden. Beide leiteten das 1995 gegründete heutige Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS und riefen 1997 ein Unternehmen ins Leben, das seit 2007 als MeVis Medical Solutions AG an der Börse gehandelt wird. Die Verbesserung der Diagnose von Brustkrebs und die Computerunterstützung in der onkologischen Chirurgie sind Highlights der Forschung, für die sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden.