22.02.2017
Autor/in: Karla Götz
Mitteilung Nr.: 17001

Kennen Sie schon …die Dickinson-Stühle?

Sie laden zum Entspannen und Plaudern ein: Signalrote Dickinson-Chairs auf dem Campus der Universität Bremen.

Sommer 2015: Enthüllung auf dem Campus (von links) Wilfried Müller, Alt-Rektor der Uni Bremen, Konrektorin Yasemin Karakaşoğlu, Nancy Roseman, Präsidentin des Dickinson Colleges, und Christoph Sodemann, Alumni-Netzwerk

So sahen die Vorbilder auf dem Campus des Partner-Colleges in Carlisle in Pennsylvania Anfang Februar 2017 auf facebook aus.

Sie sind in ihrem leuchtenden Rot echte Hingucker und stehen in einladenden Kleingruppen vor dem Verwaltungsgebäude und im Campuspark: Dickinson-Stühle. Doch wo kommen sie her und warum heißen sie so?

Im Juni 2015 feierte die Universität ein großes Fest. Die Partnerschaft zum Dickinson College in Carlisle im US-Bundesstaat Pennsylvania bestand 30 Jahre. Wissenschaftlicher Austausch auf allen Ebenen, sowohl Studierende als auch Lehrende, ist das Markenzeichen dieser Beziehung. Gästen aus Bremen waren nicht nur die gediegenen Gebäude der Hochschule im Osten der Vereinigten Staaten aufgefallen. Auch die malerischen Sitzgruppen auf dem Campus mit den ergonomisch geformten Stühlen in fröhlichem Rot blieben vielen in Erinnerung.

Zeichen für gelebte Partnerschaft

So war es eine schöne Idee, dass zum Jubiläumsfest die ersten drei dieser eleganten Sitzmöbel im Garten der Nationen aufgestellt werden konnten. Sie sollen ein Zeichen für die gelebte transatlantische Partnerschaft setzen. Mit einer Spende von 400 Euro können Interessierte ihren persönlichen Dickinson Chair auf dem Campus in Bremen leuchten lassen. Auf einer Plakette werden ihre Namen vermerkt. Einer der ersten war Alt-Rektor Wilfried Müller gemeinsam mit William G. Durden, dem Alt-Präsidenten des amerikanischen Colleges. Weitere Spender kamen hinzu: Rektor Bernd-Scholz-Reiter, die Konrektoren Yasemin Karakaşoĝlu und Thomas Hoffmeister, der Alumni-Verein der Universität, die Sparkasse Bremen, Honorarprofessor und Sparkassenvorstand Heiko Staroßom mit seiner Frau Michaela, sowie zahlreiche Professorinnen und Professoren. Inzwischen sind es schon 17 Chairs, im Frühjahr folgen Nummer 18 und 19.

Fest im Boden verankert

Dr. Annette Lang, Leiterin des International Office, die die eigentliche Idee hatte, freut sich, dass die Sitze an schönen Tagen so gut angenommen werden. „Wir laden Personen und Institutionen ein, uns zu unterstützen, um den Campus weiter zu verschönern“, sagt sie. Dass alle signalroten Sessel noch vollzählig sind, verdankt die Universität ihrer Bauunterhaltung. Ein Mitarbeiter hat sich eine unkaputtbare Konstruktion aus Boden-Verankerung und langen Metallketten ausgedacht. Die Chairs sind übrigens Schwergewichte aus Hart-Polyethylen, einem 100 Prozent recyceltem Material und werden umweltfreundlich von einer Bielefelder Firma hergestellt.

Kult-Gartenstuhl seit 100 Jahren

Die Heimat dieses Sessels und der Namensgeber sind die Adirondack Mountains, der höchste Gebirgszug im US-Bundesstaat New York. In den USA und Kanada, dort unter dem Namen Muskoka chair, ist er weit verbreitet. Seit mehr als 100 Jahren gibt es den Kult-Gartenstuhl mit der gefächerten Lehne, in dem es sich herrlich entspannen lässt. Originalstücke aus Holz von 1905 erzielen auf Auktionen inzwischen Antiquitätenpreise um die 1000 US-Dollar Das urige Sitzmöbel schmückt mondäne Seebäder, Traumstrände und Hotelterrassen in den Bergen und – nun auch den hügeligen Park gegenüber vom MZH. Da warten wir jetzt nur noch auf wärmende Sonnenstrahlen.