Johnny Parry

© Andy WillsherJohnny Parry

Johnny Parry

1982
wurde Johnny Parry in Bedford, eine Autostunde nördlich von London, geboren.

1997
Er interessierte sich schon als Junge für bildende Kunst und Lyrik; erst im Alter von 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für Musik. Grunge Musik und Bands wie Radiohead waren wichtig für ihn. Obwohl seine Eltern selbst keine Musik machten, schenkte ihm sein Vater eine Gitarre. Er erlernte das Gitarrenspiel autodidaktisch und fing gleichzeitig an eigene Songs zu schreiben.

1998
Schon ein Jahr später trat Parry zum ersten Mal in einem Pub in Bedford auf.

2000
Mit 18 Jahren begann Parry Klavier zu spielen und zu arrangieren, interessierte sich für klassische Komponisten wie Schostakowitsch und Vaughan Williams und gründete die Band ,,Useless Wooden Toys‘‘.

2002
reiste er nach Toronto und produzierte dort gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern aus der lokalen Underground-Szene sein erstes Album ,,Break Your Little Heart‘‘. Zurück in Bedford, gründete er mit Ben Milway (Schlagzeug) und Dave Lynch (Bass) das ,,Johnny Parry Trio‘‘.

2006
platzierte der belgische Sender ,,Radio 1‘‘ sein zweites Album in den Top 10 der besten Alben des Jahres.

2007
gründete er das Label ,,Lost Toys Records‘‘.

2009
lernte Parry die Bremer Musikagentur ,,Songs & Whispers’’ kennen, gab Konzerte in Bremen und trat zum ersten Mal im Theatersaal der Universität auf. Für die Aufnahme seines Albums ,,More Love & Death’’ gründete er das ,,Johnny Parry Chamber Orchestra‘‘. 

2012
Uraufführung von ,,An Anthology of All Things’’ in Bedford

2014
Veröffentlichung der CD ,, An Anthology of All Things‘‘ in England

Singer/Songwriter
Ein konstitutives Merkmal des Singer/Songwriter-Genres ist, dass, wer die Texte der Songs dichtet und ihre Musik komponiert, sie auch interpretiert, und zwar sowohl den Gesangspart als auch die instrumentale Begleitung. Eine zentrale Rolle spielen die Texte; sie sind häufig in Alltagssprache verfasst, weisen lokale Bezüge auf, sind persönlich, ich-bezogen, offen, schonungslos und haben Bekenntnis-Charakter. Die englischen Schlagworte dafür sind „authentic“ und „confessional“. 

Ist „An Anthology of All Things“ eine Singer/Songwriter-Komposition?
Bei enger Auslegung nicht, denn Parry steht bei der heutigen Aufführung in Bremen nicht selbst als Interpret auf der Bühne. Auch die Worte des Textes hat er nicht selbst geschrieben (das tut Elton John übrigens auch nicht). Abgesehen davon trägt „An Anthology of All Things“ aber sehr viele Merkmale des Singer/Songwriter-Genres: Die Texte sind voll persönlicher Bezüge, sind bekenntnishaft und unschlagbar authentisch. Alltagssprache spielt eine große Rolle bis hin zur Übernahme der grammatischen Fehler der Kindersprache im 3. Satz. Und obendrein stammen auch beim heutigen Konzert einige Mitwirkende aus Bedford und haben selbst Textbausteine beigetragen. Alles in allem kann deshalb das Label „Singer/Songwriter“ mit Fug und Recht für „An Anthology of All Things“ verwendet werden.